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Staatssekretär Klose: „Transgender Day of Rememberance: Gemeinsam gegen Trans*feindlichkeit und für Respekt und Anerkennung.“

Wiesbaden. Anlässlich des heutigen Transgender Day of Rememberance erklärt Staatssekretär Kai Klose, Bevollmächtigter des Landes für Integration und Antidiskriminierung: "Niemand soll Angst davor haben müssen, wegen der eigenen geschlechtlichen Identität Ausgrenzung und Gewalt zu erfahren. Leider ist dies für viele Trans*-Personen immer noch viel zu häufig Realität, woran uns dieser Tag regelmäßig erinnert."

Am 28. November 1998 wurde Rita Hesters, eine schwarze Trans*-Frau, in Boston, USA, ermordet. Spontan schlossen sich viele Menschen zusammen, um ihrer zu gedenken und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass trans*feindliche Gewalt bis hin zu Mordtaten selten als solche verstanden, erfasst und aufgeklärt wird.

Der Transgender Day of Rememberance ist aus dieser Bewegung entstanden und wird jedes Jahr am 20. November begangen. Er soll das Bewusstsein für Hasskriminalität gegen Trans*Personen stärken und der Opfer gedenken.

"Trans*Personen sind unsere Söhne, Töchter, Eltern, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Bekannten und Mitmenschen. Ihnen gebühren Anerkennung, Wertschätzung und Respekt. Als Gesellschaft ist es unsere Pflicht, auch ihre Sicherheit zu gewährleisten und uns gegen Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen", betont Klose. 

Hintergrundinformationen

Trans* wird im Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt als zusammenfassender Begriff für Personen gewählt, die sich als Transsexuelle, Transidente sowie als Transgender identifizierte Personen verstehen.

Transsexuelle Männer sind Personen, die sich als männlich identifizieren, denen aber bei der Geburt ein weibliches Geschlecht zugewiesen wurde. Transsexuelle Frauen sind Personen, die sich als weiblich identifizieren, denen aber bei der Geburt ein männliches Geschlecht zugewiesen wurde.

Um die Unterschiede sprachlich zu verdeutlichen wird heute zunehmend zwischen den Begriffen „Geburtsgeschlecht“ und „Identitätsgeschlecht“ unterschieden, wobei letzteres das Geschlecht meint, mit dem sich die transsexuelle Person identifiziert, bzw. in dem sie ihren Alltag gestaltet/gestalten möchte. Transsexuellen Personen ist es – wie den allermeisten Menschen – sehr wichtig, dass sie auch anhand ihres Äußeren in ihrem Identitätsgeschlecht erkannt werden. Sie entscheiden sich deshalb häufig für geschlechtsangleichende Maßnahmen wie Hormontherapien und/oder geschlechtsangleichende Operationen (siehe Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, Handlungsfeld 9 „Trans* und Inter*). Nach der Phase der Geschlechtsangleichung, die auch als „Transition“ bezeichnet wird, identifizieren sich viele nicht mehr als transsexuell, sondern als Mann bzw. Frau mit transsexueller Vergangenheit.

Der Begriff Transident wurde geprägt, um deutlich zu machen, dass es sich bei Transsexualität nicht um eine sexuelle Identität, sondern eine Geschlechtsidentität handelt. © HSM