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„Sport-Coaches sind Grundlage für nachhaltigen Erfolg“ 

Sportminister Peter Beuth: „Sport-Coaches sind Grundlage für nachhaltigen Erfolg“  Dankeschön-Veranstaltung für Ehrenamtliche des Programms „Sport und Flüchtlinge“

Wiesbaden. Der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth hat im Rahmen einer Dankeschön-Veranstaltung in Wiesbaden die Bedeutung der sogenannten „Sport-Coaches“ für die erfolgreiche Umsetzung des Förderprogramms „Sport und Flüchtlinge“ hervorgehoben und den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz gedankt. Das Programm hat das Land gemeinsam mit der Sportjugend Hessen im Jahr 2016 initiiert. Rund 300 Sport-Coaches waren zur Veranstaltung eingeladen, in dessen Rahmen das Volleyball-Heimspiel des VC Wiesbaden gegen Schwarz-Weiß Erfurt besucht wurde.

„Unsere Sport-Coaches sind die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg unseres Landesprogramms ‚Sport und Flüchtlinge‘, welches 2020 bereits in sein fünftes Jahr geht. Sie leisten durch hervorragendes Engagement im Sport wichtige und wertvolle Integrationsarbeit in Hessen. Als kompetente Ansprechpartner haben sie den Zusammenhalt der Menschen in unserer Gesellschaft gefestigt. In diesem Jahr haben in unseren Kommunen mehr als 300 Ehrenamtliche bei der Integration von Flüchtlingen geholfen. Auch die Sportjugend Hessen, der Landessportbund Hessen und die Sportkreise leisten hierbei einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen und tragen dafür Sorge, dass Fremdheit, Vorurteile und Ressentiments durch den Sport weiter abgebaut werden“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Jährlich stellt das Land für das Programm Fördermittel in Gesamthöhe von 2,4 Millionen Euro bereit. Im vergangenen Jahr wurden 215 Anträge mit einem Volumen von 2,2 Millionen Euro positiv beschieden. Die Sport-Coaches fungieren dabei als Kontaktpersonen zwischen Gemeinde, Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen. In der ersten Zeit begleiten sie Flüchtlinge zu Sportangeboten. Mit dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ trägt das Hessische Ministerium des Innern und für Sport seinen Teil dazu bei, dass Integration im und durch den Sport erfolgreich gelingen kann und Schutzsuchende in der Gesellschaft angenommen und einbezogen werden. Die überwiegende Mehrzahl der Sport-Coaches ist direkt an die Sportvereine angebunden. Ein deutlich geringerer Anteil stammt aus dem Umfeld der Flüchtlingsinitiative oder karitativen Institutionen sowie aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden.

58 Sport-Coach-Tandems im Einsatz
2019 wurde das Landesprogramm weiterentwickelt. Neu ist, dass seit diesem Jahr auch gezielte Qualifizierungs- und Beteiligungsmaßnahmen sowie Sport-Coach-Tandems gefördert werden. „In diesem Jahr haben wir das Programm um zusätzliche Bausteine erfolgreich fortgeführt. So sollen über gezielte Qualifizierungs- und Beteiligungsmaßnahmen Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten für ein ehrenamtliches Engagement im Sportverein gewonnen werden. Ferner unterstützen wir ‚Sport-Coach-Tandems‘, also Duos mit und ohne persönliche Zuwanderungsgeschichte. Bereits 58 Tandem-Partner engagieren sich seit diesem Jahr in Hessen“, so Innenminister Peter Beuth.

In fast allen Sportarten lassen sich Beispiele für Integration von Flüchtlingen finden. Sowohl in den großen Ballsportarten, wie Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball, als auch im Turnen in der Leichtathletik oder in verschiedenen Kampfsportarten gibt es erfolgreiche Projekte von Sport-Coaches. Aber auch Gesundheitsangebote wie Fitnessprojekte oder Rückenschule werden unterbreitet und angenommen. Eine große Bedeutung haben ebenfalls Schwimm- und Fahrradkurse.

Hintergrund:
Antragsberechtigt sind Städte und Gemeinden. Kommunen, die mehr als 40 Flüchtlinge untergebracht haben, können in Form einer interkommunalen Zusammenarbeit oder in begründeten Einzelfällen eine Förderung als Alleinantragssteller erhalten. Je nach Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge kann im Regelfall eine Förderung von 5.000 bis zu 25.000 Euro bewilligt werden. Städte und Gemeinden, in denen eine Erstaufnahmeeinrichtung, eine Außenstelle oder Notunterkunft besteht, können zusätzliche Mittel bis zu 15.000 Euro beantragen. Das Geld kann eingesetzt werden für die Aufwandsentschädigungen der Sport-Coaches, Übungsleiter, Schulungsmaßnahmen oder Sachmittel. © HMdIS