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SPDqueer – Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanz und Gleichstellung sexueller Minderheiten im Landkreis gegründet

LIMBURG-WEILBURG. Innerhalb des SPD Unterbezirks Limburg-Weilburg hat sich am 31. März eine neue Arbeitsgemeinschaft gegründet. Die SPDqueer setzt für die Akzeptanz und Gleichstellung sexueller Minderheiten innerhalb und außerhalb der Partei ein. Als Sprecher wurden von der Versammlung Robert Kleinmichel aus Limburg und Jan Kramer aus Weilburg gewählt. Damit hat die SPD Limburg-Weilburg neben den Jusos, der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) und der AG60+ nun eine vierte Arbeitsgemeinschaft.
Menschen wie du und ich
Die Sichtbarkeit von homo-, bi- und transsexuellen Menschen im ländlichen Raum ist ein Thema, dem sich die neue Arbeitsgemeinschaft verschreiben möchte. „Wir möchten zeigen, dass es queeres Leben auch im ländlichen Bereich gibt und sich nicht nur in den großen Städten abspielt,“ macht Kramer deutlich. Akzeptanz entsteht durch Sichtbarkeit und Nähe zum Thema.
Für mehr Sichtbarkeit der queeren Lebenswelten sorgen in größeren Städten die jährlich stattfindenden Christopher Street Days. Einen solchen in Limburg ins Leben zu rufen, ist für die Arbeitsgemeinschaft ein wichtiges Etappenziel. Eine Initiative dazu existiert bereits und plant einen CSD für den 14. Mai. Die SPDqueer unterstützt das Vorhaben mit Tatkraft. „Als ich gefragt wurde, ob ich mitarbeiten möchte, habe ich sofort zugesagt und fand es passend, die Initiative auch mit der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zu unterstützen,“ berichtet Kleinmichel. Es ist also viel Bewegung in der Sache. Für die AG ist das ein Zeichen dafür, dass die AfD mit ihren Versuchen, die freiheitliche Gesellschaft zu untergraben, keinen Erfolg haben wird. Die Zeichen stehen auf Offenheit und Akzeptanz.
Neben einem CSD als feste Größe im Veranstaltungskalender, möchte die AG über Fachvorträge, gesellschaftliche Events und Netzwerktreffen für mehr Sichtbarkeit im Landkreis sorgen.
Alicia Bokler nahm an der Gründungsversammlung als stellvertretende SPD Unterbezirksvorsitzende teil und richtete die Grüße des Vorstandes aus. Sie machte deutlich, dass Gleichstellung nicht nur bedeutet, dass die Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau beseitigt werden, sondern für soziale Gerechtigkeit für alle Benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen geschaffen werden muss. Dass mit der SPDqueer ein weiterer Unterstützer in der Sache hinzukommt, begrüßt Bokler ausdrücklich.
Die stellvertretende Vorsitzende der SPD Limburg, Viktoria Spiegelberg Kamens, verdeutlicht, dass die AG zum Teil eines queeren Netzwerks im ländlichen Raum und damit auch eine wichtige Anlaufstelle für queere Menschen im Landkreis werden kann. Sie mahnt, dass sich die AG nicht in der Partei verstecken soll, sondern offen für alle Menschen im Landkreis zu sein. Ein Vorschlag, den die neu gewählten Sprecher gerne aufnehmen und gemeinsam mit den aktuell zehn Aktiven in die Tat umsetzen werden. © Swen Bastian