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Soziale Medien mit Schirmmütze – Die Komissare des PP Westhessen

...Zur Bildergalerie: https://www.oberlahn.de/Bildergalerie/?gal=10157

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der "WebWeek19" hat das Polizeipräsidium Westhessen eingeladen. Der Polizeihauptkommissar Florian Meerheim und Kriminaloberkommissar Daniel Scherf präsentierten ihre Arbeit in den sozialen Medien. 

Im Rahmen mit anderen interessierten Bürgern aus den unterschiedlichsten Bereichen konnten wir so einen Blick hinter die Kulissen werfen vom Internetauftritt des Polizeipräsidium Westhessen in Facebook, Twitter und Instagram. Ein Bereich, der zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei gehört, sich aber als eigenständig versteht. 

Was sich andere vielleicht "lässig" vorstellen mögen, den ganzen Tag im "Internet zu surfen", ist für die zwei Polizisten harte Arbeit. Mit dem zusätzlichen Informationsservice auf den bislang drei Kanälen sind sie zuständig für rund 1.200.000 Menschen in den Regionen Hochtaunuskreis, Main-Taunus-Kreis, Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus-Kreis und in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Ein Gebiet in dem 2.600 Polizistinnen und Polizisten täglich ihrem anspruchsvollen Dienst nachgehen. In 82 Gemeinden passiert täglich so viel, dass man neben dem bereits bestehenden Presseservice, der täglich unter anderem auch diesen Blog beliefert, entschied, online zu gehen. Im Juli 2016 gingen die Präsenzen online auf Facebook und Twitter (in Hessen damit das dritte Flächenpräsidium zu dieser Zeit) - Instagram folgte 2016 (damit die dritte Polizei nach Frankfurt und Köln). 

Während man sich früher vielleicht beim Einkaufen mit dem Nachbarn austauschte "Haste schon gehört...", erreichen uns heute Nachrichten - wie auch in diesem Blog - scheinbar im Minutentakt, in jedem Fall wissen wir in Windeseile Bescheid, wenn etwas irgendwo passiert ist. Betrifft es dann vielleicht noch unser persönliches Umfeld (Kinder, Schule, Beruf, Verein, Ort oder Bekannte), dann steigt das Interesse an Information sprunghaft an. Die Information in der Westentasche ist heute selbstverständlich, zum Informieren, Reagieren aber auch zum Verbreiten von Nachrichten - guten, wie nicht so guten.

Und genau dieser Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist es, der das Betätigungsfeld der beiden Polizisten so interessant und abwechslungsreich macht - auf der einen Seite .  .  .

. . . doch auf der anderen Seite auch verwundern und erschauern lässt über die Spezies Mensch, die sich heute in den sozialen Netzwerken verhält, wie man sich im persönlichen Gegenüber nicht verhalten würde. Als Beitspiel: Nur zum Fall Limburg erreichten die beiden über 13.000 Kommentare, Anfragen und Reaktionen - alle wurden gesichtet und entsprechend bearbeitet. 

Doch zum Glück beinhaltet die Arbeit auch angenehme Postings aus der täglichen Arbeit mit und für den Bürger. Humorvolle, ernste und gerne auch nette Posts mögen die Arbeit der Polizei im Alltag in unserer Region zeigen - von Menschen, die für Menschen da sind. Zeugensuche, Prävention, Nachwuchsgewinnung, Öffentlichkeitsfahndungen, Einsatz- und Veranstaltungsbegleitung, Einsatzkommunikation, Imagepflege, Bürgernähe und der nahezu tägliche Kampf gegen "FakeNews" und deren Verbreitung durch intensive Aufklärung. 

So gehört auch die Werbung für die Nachwuchsförderveranstaltung "Nachts im Präsidium" mit auf den Plan, die übrigens gerne auch von interessierten Bürgerinnen und Bürgern ohne Bewerbungsansinnen besucht werden kann. 

Durch die modernen schnellen Medien bildet sich jedoch die öffentliche Meinung schneller als dies Verfahren jemals sein können - das führt zu Missverständnissen, oftmals zum Vorwurf, etwas "vertuschen" zu wollen. Doch die Ermittlungstaktik der Polizei und Kriminalbehörden ist in den seltensten Fällen konform mit dem öffentlichen Interesse.

Während z.B. auf der einen Seite noch am Tatort gearbeitet wird, laufen möglicherweise bereits weitere verdeckte Operationen, über die selbstverständlich nicht berichtet werden kann, um diese oder weitere Ermittlungen nicht zu gefährden. 

Täglich haben die zwei daher mit Emotionen und Meinungen der Menschen in der Region zu tun und sind bemüht, alle eingehenden Anfragen schnellstmöglich zu beantworten - so dies eben die aktuellen Ermittlungen zulassen oder aktuelle Einsatzlagen gestatten. 

Gerne einfach den aktuellen Kanälen folgen - Anfragen werden persönlich beantwortet. 

Doch wie kommen die Themen vom Einsatz ins Netz ? Das Team nimmt an den Frühbesprechungen im Präsidium teil, bekommt Meldungen aus den Präsidien oder ist selbst bei Einsatzlagen dabei, wie z.B. einem Fußballspiel und berichtet direkt auf Twitter über die Entwicklung der Lage. 

Nicht alles versteht man gleich, doch, wenn man es hinterfragt, erkennt man den Grund - so z.B. bei der Veröffentlichung von Fahndungsfotos.

Die Veröffentlichung erfolgt auf den Seiten des Polizeipräsidiums Westhessen - in den sozialen Medien jedoch nur in verpixelter Version - ja, man muss sich ein bisschen hin klicken, doch . . . durch die Untervergabe von Rechten an Postings, bzw. Bildern, so Polizeihauptkommissar Meerheim, würde man die Möglichkeit verlieren, das Bild, z.B. nach einer erfolgreich verlaufenen Fahndung einfach per Klick wieder aus dem Netz entfernen zu können - dies dient, nicht zuletzt auch dem Schutz der Personen. 

An dieser Stelle auch ein aktueller Hinweis. Neben den bereits bestehenden WARN-APPS, die in Deutschland aktiv sind (Nina und KatWarn) hat Hessens Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth, in dieser Woche die neue SicherheitsApp für Hessen vorgestellt - die HESSENWARN - mehr Informationen auch hier:  https://innen.hessen.de/sicherheit/hessenwarn

Schon die neue "hessenWARN"-App installiert ?

Peter Beuth stellt neue Sicherheits-App für Hessen vor

und hier: 

Hessens Sicherheits-App stürmt an die Spitze der deutschen Download-Charts

Vielen Dank für den Einblick in diese besondere Arbeit der Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westhessen zu dem auch unsere Polizeidirektion Limburg-Weilburg gehört. © Peter Ehrlich

Der Gewinn für SAM aus dem digitalen "WarmUp" in der Besucherrunde . . . #sicherheitimbad