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Sicher surfen mit 5G·BfS plädiert anlässlich der 58. IFA für umsichtigen Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration 

Selbstfahrende Autos, sprachgesteuerte Assistenten, intelligente Kühlschränke – die Internationale Funkausstellung (IFA) vom 31. August bis 5. September in Berlin verdeutlicht, wie das Internet unseren Alltag vernetzt. Die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G wird diesen Trend fortsetzen und weiter beschleunigen. Auch die Zahl der Sendeanlagen und Geräte, die elektromagnetische Felder erzeugen, nimmt damit zu. Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen sind laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auch für 5G weitestgehend aussagekräftig. „Wenn der Aufbau der nötigen Infrastruktur umsichtig erfolgt, sind auch durch 5G keine gesundheitlichen Wirkungen zu befürchten“, betont die Präsidentin der Behörde, Inge Paulini.

Grundsätzlich zu berücksichtigen sind zwei Aspekte: die technischen Voraussetzungen – wie zum Beispiel Mobilfunksendeanlagen und Endgeräte – sowie die steigenden Datenübertragungsmengen. Viele technische Aspekte von 5G sind mit denen bisheriger Mobilfunkstandards vergleichbar. Erkenntnisse aus Studien, in denen mögliche Gesundheitswirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks untersucht wurden, können daher zu einem großen Teil auf 5G übertragen werden. Dort hat sich gezeigt: Wenn die Grenzwerte eingehalten werden, sind nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand keine gesundheitsrelevanten Wirkungen zu erwarten. In Bezug auf die mit 5G geplante Nutzung zusätzlicher Frequenzbänder im Zenti- und Millimeterwellenlängenbereich liegen allerdings erst wenige Untersuchungsergebnisse vor. Hier sieht das BfS noch Forschungsbedarf.

Besonders wichtig sind aus Sicht des BfS weiterhin die Langzeitwirkungen der Mobilfunktechnologie, die bislang nur mit einigen Unsicherheiten bewertet werden können: „Wir raten grundsätzlich zu einem umsichtigen Umgang mit dem Handy. Bei der Auswahl eines Geräts sollte zum Beispiel auf den SAR-Wert geachtet werden: Je geringer der Wert, desto strahlungsärmer ist das Gerät. 5G ist bereits die fünfte Mobilfunkgeneration und die SAR-Werte der erhältlichen Handymodelle haben sich im Lauf der Zeit verringert, dennoch gilt weiterhin: „Auf ausreichenden Abstand des Smartphones zum Körper achten und beim Telefonieren Freisprecheinrichtungen und Headsets nutzen“, unterstreicht Paulini. Die SAR-Werte verschiedener Geräte finden sich auf der BfS-Internetseite.

 Von den technischen Aspekten zu unterscheiden ist der zu erwartende Anstieg der Datenübertragung, der auch zu einem deutlichen Ausbau der Sendeanlagen führen wird. Paulini: „Wie sich der insgesamt weiter zunehmende Datenverkehr auf die Exposition auswirken wird, muss untersucht werden. Dafür besonders wichtig ist die Entwicklung neuer Antennentechnik, die eine zielgerichtetere Aussendung der Signale erlaubt."

Unter dem Motto „Consumer Electronics Unlimited“ findet in diesem Jahr die 58. IFA statt. Die Messe gilt dabei mit ihrem breiten Produktangebot und einer Vielzahl an Innovationen als Weltleitmesse im Bereich der Haushaltselektronik und Unterhaltungstechnik. Das BfS ist mit seinem Infomobil auf der IFA vertreten und informiert über Grundlagen und Wirkungen elektromagnetischer Felder auf den Menschen, insbesondere durch den Mobilfunk.

Die SAR-Liste des BfS finden Sie hier: www.bfs.de/sar-werte-handy

Weitere Tipps zur Handynutzung gibt es hier: https://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/schutz/vorsorge/smartphone-tablet.html

Bundesamt für Strahlenschutz:

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.

© Bundesamt für Strahlenschutz