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Schul- und Ausbildungsende lassen Jugendarbeitslosigkeit steigen

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Schul- und Ausbildungsende lassen Jugendarbeitslosigkeit steigen

. Arbeitslosenquote steigt im Juli auf 4,4 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 755 Arbeitslose weniger . LDK: 130 Arbeitslose mehr als im Vormonat, 519 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 70 Arbeitslose mehr als im Juni, 236 weniger als im Vorjahr . Beschäftigung in beiden Landkreisen weiter gestiegen . Dynamik lässt trotz Beschäftigungsgewinnen und sinkender Arbeitslosenzahlen nach . Agenturchefin appelliert an Betriebe und Ausbildungsbewerber jetzt flexibel zu handeln

 

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juli 2019 insgesamt 10.311 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,4 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juni lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.111, die Arbeitslosenquote betrug 4,3 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.066 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung -  die Quote lag seinerzeit bei 4,8 Prozent.

 

Von den insgesamt 10.311 arbeitslosen Personen waren 3.619 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.143 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.549 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

 

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist saisontypisch und findet seine Ursachen insbesondere im Schuljahres- und Ausbildungsende junger Menschen", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir bei Vorlage der Arbeitsmarktdaten für den Juli 2019. Zudem belaste auch das Quartals- und Halbjahresende im Juli jeweils den Arbeitsmarkt, weil etliche Kündigungsfristen an diese Termine geknüpft seien. Darüber hinaus würden in der Ferienzeit nur sehr wenige Einstellungen realisiert, weil viele Firmen Betriebsferien machen. Erfahrungsgemäß werde sich die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen bis zum Herbst wieder deutlich reduzieren, da die meisten Schulabgänger in den kommenden Wochen eine Lehre, Schul- oder Hochschulausbildung aufnehmen werden. Zudem finde die überwiegende Anzahl der Ausbildungsabsolventen, die nach ihrer betrieblichen Ausbildung nicht übernommen wurden, zeitnah nach den Sommerferien einen beruflichen Erstansatz.

 

Berbuir wies allerdings darauf hin, dass die Dynamik am Arbeitsmarkt in den letzten Monaten abgenommen habe. Ein Indiz dafür sei der Rückgang der gemeldeten Stellen in beiden Landkreisen. So habe die Zahl der Stellenmeldungen im Lahn-Dill-Kreis in den ersten sieben Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um 8,4 Prozent abgenommen. In Limburg-Weilburg betrage der Rückgang 16,9 Prozent. Ein weiterer Frühindikator für konjunkturelle Veränderungen sei die Beschäftigungslage in der Arbeitnehmerüberlassung. Hier seien in den letzten zwölf Monaten in beiden Landkreisen spürbare Arbeitsplatzverluste zu verzeichnen gewesen.

 

Die Agenturchefin warf noch einen Blick auf die Beschäftigungslage im Agenturbezirk. Mit einem Plus von 1,8 Prozent bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe der Lahn-Dill-Kreis zum Jahresende 2018, dessen Zahlen nunmehr vorliegen, einen deutlichen Arbeitsplatzgewinn ausgewiesen. Noch günstiger habe sich die Beschäftigungslage im gleichen Zeitraum in Limburg-Weilburg entwickelt. Mit einem Arbeitsplatzzuwachs von 3,2 Prozent habe man hier über dem Hessenschnitt von 2,3 Prozent gelegen. Nehme man beide Landkreise zusammen, seien in der Region innerhalb eines Jahres 3.400 zusätzliche sozialversicherungspflichte Arbeitsplätze entstanden.

 

Mit Blick auf das am 1. August beginnende Ausbildungsjahr und die derzeit noch 960 unbesetzten Ausbildungsstellen im Agenturbezirk appellierte Berbuir an die Unternehmen, auch noch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht ,zu einhundert Prozent' dem Anforderungsprofil entsprechen. Die Arbeitsagentur könne durch ausbildungsbegleitende Hilfen beitragen, entsprechende Defizite auszugleichen. An die noch unversorgten Jugendlichen in beiden Landkreisen richtete sie den Wunsch, sich spätestens jetzt hinsichtlich des Berufswunsches oder des Ausbildungsortes weiter zu flexibilisieren, um noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Erfahrungsgemäß seien viele Unternehmen bereit, noch bis zum Oktober neue Ausbildungsverhältnisse einzugehen.

 

 

Kreis Limburg-Weilburg:

 

Die Arbeitslosenquote lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg bei 3,9 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Juli 2018 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.625 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 70 mehr als im Juli (+2,0 Prozent) und 236 weniger als vor einem Jahr (-6,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,2 Prozent. 3.865 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

 

Im aktuellen Monat wurden 40,9 Prozent (1.482 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 138 Personen (+10,3 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 31 Arbeitslose (+2,1 Prozent) gestiegen. 59,1 Prozent (2.143 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juli beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 68 Arbeitslose (-3,1 Prozent). Gegenüber Juli 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 11,1 Prozent (267 Personen) vermindert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.467 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.398 Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 2 Betroffene (+0,1 Prozent) auf 1.989 Arbeitslose erhöht. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 68 Personen auf 1.636 Betroffene (+4,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 116 Arbeitslose (-5,5 Prozent), bei den Frauen um 120 Arbeitslose (-6,8 Prozent) ab. 2018 waren jahresdurchschnittlich 2.186 Männer und 1.680 Frauen arbeitslos gemeldet.

 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juli um 21,8 Prozent oder 75 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 419 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 32 weniger, als vor einem Jahr (-7,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 363 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 30 Betroffene (-2,7 Prozent) auf 1.080 Arbeitslose vermindert. Sie liegt damit um 119 Personen oder 9,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.197 ältere Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg bei 285 Personen und damit um 16 Personen oder 5,3 Prozent über dem Juni-Wert. Gegenüber Juli 2018 war ein Rückgang um 12 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-4,0 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 310 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

 

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.047 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 11 arbeitslose Ausländer weniger als im Juni (-1,0 Prozent) sowie 32 weniger (-3,0 Prozent) weniger als im Juli letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 1.161 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Im Juli 2019 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 422 Vermittlungsaufträge. Dies waren 135 Stellen weniger als im Juli letzten Jahres (-24,2 Prozent). 2018 wurden insgesamt 5.483 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2018 vor. Zum 31. Dezember 2018 gab es im Kreis Limburg-Weilburg 54.720 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.707 Beschäftigte mehr als im vierten Quartal 2017. Der Veränderungswert lag bei +3,2 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie verzeichnen. 367 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 6,9 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem die "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (253 / +15,2 Prozent) sowie der Bereich "Lager und Verkehr" (222 / +10,7 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: "Arbeitnehmerüberlassung" (-225 / -16,0 Prozent), "Handel" (-38 / -0,4 Prozent) sowie die "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" (-31 / -2,6 Prozent).

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis Juli 2019 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.516 Ausbildungssuchende. Dies waren 109 oder 6,7 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 320 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 341). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.174 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 9 Stellen bzw. 0,8 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 370 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2018 waren noch 433 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,78 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,72 Stellen.

 

 

Lahn-Dill-Kreis:

 

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 4,8 Prozent, 0,1 Prozent höher als im Vormonat. Im Juni 2018 betrug die Quote 5,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.686 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 130 mehr als im Juni (+2,0 Prozent) und 519 weniger als vor einem Jahr (-7,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,1 Prozent. 6.975 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

 

Im aktuellen Monat wurden 32,0 Prozent (2.137 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 217 Personen (+11,3 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 129 Arbeitslose (+6,4 Prozent) gestiegen. 68,0 Prozent (4.549 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juli beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 87 Arbeitslose (-1,9 Prozent). Gegenüber Juli 2018 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 648 Personen reduziert (-12,5 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.908 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.068 Arbeitslose gemeldet.

 

Die Anzahl arbeitsloser Männer stieg im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 81 auf 3.649 Arbeitslose (+2,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen stieg im gleichen Zeitraum um 49 auf 3.037 Betroffene (+1,6 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 156 Arbeitslose (-4,1 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 363 Arbeitslose (-10,7 Prozent). 2018 waren jahresdurchschnittlich 3.774 Männer und 3.201 Frauen arbeitslos gemeldet.

 

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 113 Personen oder 18,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2018 hat sie sich um 66 Personen (-8,5 Prozent) reduziert. Aktuell sind 711 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 678 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.186 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 7 Personen (-0,3 Prozent) ab. Gegenüber Juli letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 171 ältere Arbeitslosen (-7,3 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.343 ältere Arbeitslose gemeldet.

 

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juli im Lahn-Dill-Kreis bei 682 Personen und damit um 3 Betroffene oder 0,4 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juli 2018 war ein Rückgang von 51 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-7,0 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 714 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

 

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.209 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 42 arbeitslose Ausländer weniger als im Juni (-1,9 Prozent) sowie 165 weniger (-7,0 Prozent) als im Juli letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 2.293 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat deutlich unter dem Vorjahresniveau. 363 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 217 Stellen oder 37,4 Prozent gegenüber Juli 2018. 2018 wurden insgesamt 6.603 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2018 vor. Zum 31. Dezember 2018 gab es im Lahn-Dill-Kreis 95.600 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.694 Beschäftigte mehr als im vierten Quartal 2017. Der Veränderungswert lag bei +1,8 Prozent. Hessenweit stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie verzeichnen. 892 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 3,3 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Handel (299 / +2,3 Prozent) und "Heime und Sozialwesen" (167 / +2,4 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: "Arbeitnehmerüberlassung" (-205 / -8,2 Prozent), die "sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (-183 / -6,3 Prozent) und "Erziehung und Unterricht" (-112 / -5,3 Prozent).

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2018 bis Juli 2019 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.601 Ausbildungssuchende. Dies waren 243 oder 13,2 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 336 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 322). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.747 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 31 Stellen bzw. 1,8 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 590 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2018 waren 510 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,09 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,93 Stellen.

© Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar