Springe zum Inhalt

Schreitbagger entfernt Treibgut aus der Lahn

Immer wieder sammelt sich Treibgut in und an der Lahn an, besonders an den Wehren oder den kleinen Inseln. „Einmal im Jahr müssen wir den Schreitbagger kommen lassen, um das Treibgut zu entfernen.“, sagt Michael Menier, Abteilungsleiter des Limburger Bauhofs.
Das äußerst kraftvoll anmutende Arbeitsgerät ist einen ganzen Tag im Einsatz, um den treibholzfreien Durchfluss der Lahn wieder zu gewährleisten. Die Arbeit an sich ist spannend und mühsam zugleich. Zuerst muss mit Hilfe des Schreitbaggers das gesamte Treibgut auf der kleinen Insel gesammelt werden. Da wird jedes Jahr einiges angeschwemmt. Es ist nicht nur Holz, was da zusammenkommt und durch einen Greifarm zu einem Haufen anwächst. Es findet sich auch Kunststoff und viel Plastik in dem angeschwemmten Material.
Ist der Unrat auf der Insel zusammengetragen, beginnt die aufwändige Arbeit des Abtransports. Die Container für die Abfuhr befinden sich in der Nähe des Busparkplatzes am Philippsdamm. Auf dem Weg dorthin ist der Kanal zu überqueren, der das Wasser nach dem Durchlaufen der Turbine im E-Werk der EVL wieder der Lahn zuführt. Der Greifer des Baggers ist nicht lang genug, um den Kanal zu überwinden. Also verschafft sich der Schreitbagger einen sicheren Standort am steilen Kanalufer auf der Inselseite, greift sich das gesammelte Material und legt es dann am Ufer zum Philippsdamm ab. Ist der Haufen lohnend groß, wechselt der Bagger das Ufer und befördert den Unrat auf den Philippsdamm und schließlich in die Container.
Baumstämme, Äste, Absperrmaterial, all dies führt dazu, dass sich Wasser staut und immer mehr Unrat zusammenkommt. Mit steigenden Temperaturen führt das zu Geruchsbelästigungen und bietet auch Tieren Unterschlupf, die nicht so gerne gesehen werden. Auch können sich große Äste oder ganze Stämme unkontrolliert lösen und somit zu einer Gefahr für Kanus und Kajaks auf dem Fluss werden.
Der Bagger ist dafür konstruiert, dass er durch das Wasser waten kann. Mit einer Wassertiefe von bis zu zwei Metern kommt er bei festem Untergrund gut zurecht, das hydraulisch ausfahrbare Fahrwerk lässt schon einige Unebenheiten zu. Zur Fortbewegung dient auch der Greifarm, mit dessen Hilfe sich der Bagger abstützen kann. © Stadt Limburg