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Schnee und viel Regen: Teilweise höchste Meldestufe III erreicht

Aktualisierung – 18 Uhr: Hochwasserlagezentrum Lahn im Regierungspräsidium Gießen informiert über aktuelle Pegelstände

Gießen/Mittelhessen. Unter dem Einfluss von Tiefdruckgebieten zeigt sich das Wetter momentan von seiner nassen Seite. Dabei führen mildere Temperaturen und anhaltende Niederschläge zu Tauwetter und die Wasserstände der Flüsse und Bäche im Einzugsgebiet der Lahn steigen teilweise stark an. Das am Regierungspräsidium Gießen angesiedelte Hochwasserlagezentrum Lahn (HWLZ-Lahn) informiert darüber, dass an zwei Dritteln der Pegel im mittelhessischen Regierungsbezirk zwischen Limburg, Biedenkopf und Schotten bis hinein in den Taunus teilweise sogar die höchste Meldestufe III erreicht worden ist.

An den Lahnpegeln sind Meldestufen überschritten worden. An den Pegeln Gießen Klärwerk und Leun ist es sehr wahrscheinlich, dass Meldestufe II erreicht wird. „Besonders im Taunus und in den Ausläufern des Westerwaldes sind die Wasserstände schnell und hoch angestiegen“, berichtet Ines Walter vom HWLZ-Lahn von den Nebengewässern. So liegen die Pegel Essershausen/ Weil, Niederbrechen/ Emsbach und Bonbaden/ Solmsbach in der Meldestufe II (größeres Hochwasser) und Rod an der Weil im Hochtaunuskreis zeitweilig sogar in der höchsten Meldestufe III (außergewöhnliches Hochwasser).

„Nach bisherigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass an den Oberläufen der Nebengewässer der maximale Wasserstand voraussichtlich bereits erreicht wurde bzw. in der Nacht zum Samstag erreicht wird“, berichtet die RP-Expertin im HWLZ-Lahn. Dieses befindet sich in einem mehrstöckigen Gebäude an der Marburger Straße Ecke Rodtberg in Gießen. Von hier und vor Ort beobachten die RP-Mitarbeiterin und ihr Kollege Hartmut Köster, wie sich die Lage an der Lahn und ihren Nebengewässern entwickelt.

Meldestufe I bedeutet, das Gewässer tritt teilweise über die Ufer. Meldestufe II heißt: eine flächige Überflutung von ufernahen Grundstücken, leichte Verkehrsbehinderungen auf Gemeinde- und Hauptverkehrsstraßen, Gefährdung einzelner Gebäude sowie Überflutung von Kellern. Die höchste Meldestufe III tritt ein, wenn bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet sind und überörtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden müssen.

Das HWLZ-Lahn überwacht, wie sich das Abflussgeschehen entwickelt. Für ihre Prognosen verfügen die RP-Experten über die aktuellsten Daten, von den jeweiligen Pegelständen bis zu den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes. Diese sind für die nächsten 24 Stunden mit einer hohen Genauigkeit präzise.

Aktuelle Hochwasserlageberichte, örtliche Wasserstände und Vorhersagen können auf der Internetseite des Hochwasserlagezentrum Lahn unter www.hwlz.de und im Hochwasserportal des Landes Hessen www.hochwasser-hessen.de verfolgt werden. © RP-Gießen