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„Schiedsrichter verdienen Respekt und Anerkennung“

Innenminister Peter Beuth:
„Schiedsrichter verdienen Respekt und Anerkennung“
43. Sportministerkonferenz: Hessen wirbt für konsequente Ahndung von Gewalt

Wiesbaden/Bremerhaven. Vor dem Hintergrund jüngst erfolgter Attacken gegen Schiedsrichter hat der Hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth heute auf der 43. Sportministerkonferenz in Bremerhaven für eine konsequente Ahndung von Gewalttaten im Sport geworben. „Wir können nach den erschreckenden Bildern der Prügelattacke gegen einen 22-jährigen Schiedsrichter im hessischen Amateur-Fußball nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren. Die Tat hat jeden Sportbegeisterten zurecht geschockt. Wir müssen daraus Konsequenzen ziehen und jedem deutlich machen, dass Gewalt im Sport nichts zu suchen hat. Deshalb plädiere ich dafür, dass Gewalttätern künftig eine sehr harte Strafe auch für den organisierten Fußball droht. Nur wer Einsicht und Reue zeigt, dem könnte der Sport eine Alternative aufzeigen: Wenn etwa Täter selbst in die Rolle des Schiedsrichters schlüpfen und die Gewaltpräventionsmaßnahmen der Verbände besuchen, kann ihnen ein Weg zurück zum organisierten Sport geebnet werden. Andernfalls sollte jedem Gewalttäter deutlich gemacht werden, dass im organisierten Sport kein Platz mehr für ihn ist“, so Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth.

Zuletzt hatte ein Fall im hessischen Münster bundesweit für Entsetzen gesorgt. Am 27. Oktober wurde der Schiedsrichter eines Amateurligaspiels von einem Spieler bewusstlos geschlagen und musste mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. „Dieser Schiedsrichter hat sich ehrenamtlich dafür eingesetzt, dass ein Amateurspiel ordentlich abläuft. Dafür wurde er bewusstlos geschlagen. Jedes Wochenende stehen Ehrenamtliche wie er auf unseren Fußballplätzen und sorgen für einen fairen und regelkonformen Spielablauf in unseren Amateur-Ligen. Für diesen Einsatz verdienen sie unseren vollen Respekt“, so Peter Beuth.

Profifußball muss Vorbildfunktion gerecht werden
Hessens Innenminister betonte, dass zu oft leichtfertig auf die Unparteiischen geschimpft werde. Eine besondere Vorbildfunktion komme dabei auch dem Profifußball zu. „Was dort vorgelebt wird, greifen Nachwuchsspieler und Amateure in den unteren Ligen auf. Ich würde mir daher wünschen, dass der Respekt gegenüber unseren Schiedsrichtern auch in der Bundesliga vorgelebt und vom DFB eingefordert wird. Unser Amateur-Fußball lebt davon, dass sich Unparteiische jedes Wochenende für diesen Sport engagieren. Damit unserem Volkssport Fußball auch künftig noch Ehrenamtliche zur Verfügung stehen, senden wir von der Sportministerkonferenz ein klares Signal gegen Gewalt im Fußball und für mehr Anerkennung und Respekt für unsere Schiedsrichter aus“, sagte Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth.  © HMdIS