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Schardt-Sauer (FDP): Öffnungsperspektive für Arbeit von Chören und Musikvereinen


LIMBURG/WIESBADEN – „Corona hat das Vereinsleben in weiten Teilen des Vereinslebens zum Erliegen gebracht. Das wird zunehmend zum Problem für die unterschiedlichen Vereine. Neben dem Sport trifft dies in unserer Region auch ganz besonders die Gesangs- und Musikvereine“, erklärt die FDP-Landtagsabgeordnete Marion Schardt-Sauer. Während in Rheinland-Pfalz Proben im Freien mit Abstand und Hygiene wieder zulässig sind, gebe es in Hessen dazu noch keine Regelung. Besonders enttäuschend für die Akteuere in den Vereinen sei die Formulierung auf der Internetseite des Hessischen Sozialministeriums:
„Es wird davon ausgegangen, dass ein besonderes öffentliches Interesse für Chorproben nicht besteht; Chor- und Orchesterproben, die nicht beruflich bedingt sind und für die deshalb kein öffentliches Interesse besteht, dürfen daher aktuell nicht stattfinden. Umfasst sind alle Zusammenkünfte zum Musizieren (dies betrifft alle Instrumente unabhängig vom jeweiligen Ausstoß an Aerosolen), also nicht nur Proben mit Blasinstrumenten, z.B. des Posaunenchors oder Gesangsproben.“
Über diese Formulierung ärgert sich Schardt-Sauer: „Die Arbeit der Vereine so abzuwerten und völlig aus den Augen zu verlieren, welche Leistungen Musik- und Gesangvereine für die Menschen vor Ort und die kulturelle Vielfalt in diesem Land leisten, ist ein Armutszeugnis der Schwarz-Grünen Landesregierung.“
„Es sollte doch kein Problem sein, an einem Samstagnachmittag bei Sonnenschein mit dem Kinderchor und auch erwachsenen Sängern mit entsprechenden Abstandsregeln und ggf. sogar perspektivisch mit dem zusätzlichen Einsatz von Selbst-Schnelltests jeweils vor der Probe wieder den Probenbetrieb aufzunehmen“, findet Schardt-Sauer. Viele Chöre haben schon aufgegeben oder stünden kurz davor. Da sei auch in ein paar Monaten nichts mehr zu retten oder wiederzubeleben.

Deshalb hat Schardt-Sauer eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Sie möchte wissen, wie die Landesregierugn zu der Einschätzung kommt, dass an Chor- und Orchesterproben kein Öffentliches Interesse besteht und welche Maßnahmen die Landesregierung ergreift. Um Chorproben unter Auflagen wieder zu ermöglichen. Auch die Frage, ob für Chor- und Musikproben kostenlose Selbststests zur Verfügung gestellt werden sollen, fragt die Landtagsabgeordnete die Landesregierung in ihrer Anfrage.

„Wir geben soviel Geld für den Stillstand aus, aber kein Geld für funktionierende Luftreinigungsgeräte in Probenräumen, Bereitstellung von Selbst-Schnelltests, Plexiglasscheiben zur Trennung der Sänger, etc. Die Vereine haben Ideen und Konzepte. Sie sollten endlich die Möglichkeit bekommen, diese auch anzuwenden“, fordert Schardt-Sauer. © Marion Schardt-Sauer (MdL)