Springe zum Inhalt

Runder Tisch zum Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt (APAV) im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration

Staatssekretär Kai Klose zieht erste Bilanz der Umsetzung des APAV

Wiesbaden. Vertreter*innen der hessischen LSBT*IQ-Community und kooperierender Institutionen aus ganz Hessen trafen sich heute im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, um den aktuellen Stand der Umsetzung des APAV zu diskutieren und nächste Schritte zu vereinbaren. Hierzu erklärt der Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose: „Erstmals hat sich die Landesregierung mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Aktionsplan verpflichtet, konkrete Maßnahmen zur Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Hessen umzusetzen. Hiervon konnten wichtige Vorhaben bereits realisiert werden, viele werden gerade umgesetzt und einige weitere konnten bislang noch nicht verwirklicht werden. Umso wichtiger ist es mir, heute mit der hessischen LSBT*IQ-Community einen offenen und transparenten Dialog über den Stand der Umsetzung zu führen. Hierzu haben wir einmal im Jahr stattfindende Runde Tische vereinbart, die ein Resümee ziehen und nächste Schritte vereinbaren. Ich freue mich, dass Verantwortliche aus allen Teilen Hessens heute in unser Ministerium für Soziales und Integration gekommen sind, um dieses Zwischenfazit mit uns zu ziehen und danke insbesondere den vielen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement.“

Im Rahmen des Runden Tisches nimmt neben dem Sachstandsbericht zur Umsetzung des APAV der Austausch zu den zahlreichen Projekten, die gefördert wurden, breiten Raum ein. Hierzu betont Klose: „Die Förderung von Projekten war von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil des APAV. Es war uns in den vergangenen Jahren möglich, rund 100 Projekte zu unterstützen, die in allen Regionen Hessens wichtige Akzente gesetzt haben. Dabei haben wir die Haushaltsansätze von 200.000 Euro im Jahr 2015 auf 550.000 Euro im Jahr 2018 mehr als verdoppelt. Für das kommende Jahr stehen erneut 500.000 Euro für innovative Projekte zur Verfügung. Zusätzlich fördern wir in diesem und im kommenden Jahr vier regionale LSBT*IQ-Netzwerke. Um diese Strukturen vor Ort zu stärken, stellen wir weitere 500.000 Euro in 2018 und 2019 zur Verfügung. Die inhaltliche Bandbreite der geförderten Projekte ist sehr beachtlich. Sie reicht von pädagogischen und Fortbildungsveranstaltungen über Projekte für Geflüchtete bis hin zur Erarbeitung von Zertifikaten für die Altenpflege. Der heutige Runde Tisch trägt im Sinne einer Ideenbörse auch dazu bei, dass die vielen innovativen Projekte bekannter werden, Nachahmer*innen finden und untereinander noch besser vernetzt werden. Wir haben in den vergangenen Jahren mit der Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner*innen bereits viel erreicht. Hierauf können wir in den kommenden Jahren aufbauen. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit in diesem wichtigen Themenfeld und setze darauf, dass die hessischen LSBT*IQ-Initiativen und -Organisationen diesen Prozess wie in der Vergangenheit auch in den kommenden Jahren kritisch-konstruktiv begleiten werden.“

Zum Hintergrund:

LSBT*IQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und queere Personen. Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt wurde am 29.05.2017 vom Kabinett beschlossen und am 06.06.2017 im Rahmen einer Landespressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt enthaltenen Maßnahmen haben zum Ziel, die Akzeptanz von LSBT*IQ in Hessen zu fördern. Er kann hier abgerufen werden:

www.gleichgeschlechtliche-lebensweisen.hessen.de/aktionsplan

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration