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Runder Tisch für die Limburger Gastronomie

IM ORTSBEIRAT BESCHLOSSEN, MAGISTRAT MUSS NUN ENTSCHEIDEN

LIMBURG —tri— Der Antrag der SPD Fraktion im Ortsbeirat Limburg Kernstadt ist am vergangenen Dienstag, den 25. Oktober 2020, einstimmig beschlossen worden: Es soll ein Runder Tisch für das Limburger Gastgewerbe initiiert und schnellstmöglich einberufen werden. Nun liegt es am Magistrat, darüber zu befinden und nächste Schritte einzuleiten.

Das einstimmige Abstimmungsergebnis verdeutlicht: Der Ortsbeirat kennt die Sorgen und Nöte der Limburger Bürger*innen und nimmt diese Ernst. Laut DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V.) muss das Gastgewerbe in 2020 „die mit Abstand größten Umsatzeinbußen seit dem Zweiten Weltkrieg verkraften.

Mit einem Runden Tisch erhält das Limburger Gastgewerbe ein Forum, um seine spezifischen Problemstellungen im Interessenskollektiv zu analysieren und konkrete Maßnahmen und Lösungsstrategien zu erarbeiten. Er soll als ein dauerhaftes Forum fungieren, sofern diese Limburger Gastbetriebe ihn annehmen und nachhaltig mit Leben füllen.

Nicht erst durch den gestrigen 2. nationalen Lockdown steht fest: Die Gastgewerbebranche ist eine der großen Leidtragenden der Corona-Pandemie. Laut dem DEHOGA Bundesverband bangen 61,6% der Unternehmer im deutschen Gastgewerbe um ihre Existenz. Diverse Gespräche mit Limburger Unternehmen im Gastgewerbe bestätigen diese verheerende Tendenz auch für Limburg!

Als kommunalpolitische Mandatsträger haben wir eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung — diese schließt die Unternehmen des Gastgewerbes und ihre zahlreichen Mitarbeiter*innen selbstverständlich mit ein.

Die Gastwirtschaft ist ein wesentlicher Faktor unserer schönen Domstadt und sie trägt in bedeutendem Maße dazu bei, dass Limburg lebens- und liebenswert ist. Ohne eine vitale und attraktive Gastronomiebranche verliert Limburg mehr als nur sein Gesicht.

Das Statistische Bundesamt und DEHOGA weisen allein in den Monaten März bis Juni 2020 einen branchen- übergreifenden Umsatzverlust in Höhe von 17,5 Milliarden Euro aus — davon entfallen fast 6 Milliarden Euro allein auf den Lockdown-Monat April — zudem haben in den Monaten April bis Juli 2020 36.000 Menschen im Gastgewerbe ihre Arbeit verloren.

© Dario Francesco Tripoli