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RTK: Kontrollen im öffentlichen Personennahverkehr

Fahrausweisprüfer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft (RTV) und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) haben am vergangenen Freitag zusammen mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Stadt Geisenheim sowie der Polizeistation Rüdesheim eine gemeinsame Kontrolle in Linienbussen und an Haltestellen im Rheingau durchgeführt. Augenmerk lag auf dem Mitführen gültiger Fahrscheine sowie dem Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung durch die Fahrgäste in den Bussen.
"Die Corona-Krise hat auch dazu geführt, dass vermehrt Fahrgäste ohne Fahrkarte den ÖPNV nutzen - was einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichtet, aber auch unfair denen gegenüber ist, die ordnungsgemäß einen Fahrschein lösen. Daher begrüße ich verstärkte Kontrollen ausdrücklich, die fortgesetzt werden.", erklärt Günter F. Döring, Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises.

"Für den RMV und seine Partner hat es oberste Priorität, dass ihre Fahrgäste mit einem sicheren Gefühl in Bus und Bahn einsteigen. Deshalb führen wir im gesamten RMV-Gebiet neben den regelmäßigen Fahrkartenkontrollen auch partnerschaftliche Maskenkontrollen gemeinsam mit den Ordnungsbehörden durch. Die Kontrollen zeigen, dass der allergrößte Teil der Fahrgäste sich an die Maskenpflicht hält", sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat.

Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe begleiteten ab dem Nachmittag mehrfach Busse der Linie 171 von Geisenheim nach Schierstein und zurück, um zu prüfen, ob die Fahrgäste ein gültiges Ticket vorweisen können. Anderenfalls wird ein sogenanntes "erhöhtes Beförderungsentgelt" in Höhe von 60 Euro fällig. "Anfang des Jahres fand ein runder Tisch statt, an dem verschiedene Aktionen für dieses Jahr geplant wurden, coronabedingt musste davon leider auch einiges ausfallen.
Deshalb freue ich mich, dass wir nun wieder eine große angelegte gemeinsame Kontrolle mit dem RMV und der Polizei durchführen konnten. Weitere werden sicherlich folgen", lobt Thomas Brunke, Geschäftsführer der RTV, die Aktion.

Zusätzlich zu den Kontrollen innerhalb der Busse erfolgten durch weitere Teams mit Unterstützung der Ordnungspolizei Geisenheim sogenannte "Standortprüfungen"
am Geisenheimer Bahnhof: Dort starten und enden die Linien 181 nach/aus Hallgarten, 183 nach/aus Presberg und 185 nach/aus Marienthal. Bei ein- und aussteigenden Fahrgästen wurde darauf geachtet, dass Mund-Nasen-Bedeckungen rechtzeitig vor dem Betreten angelegt bzw. erst nach Verlassen der Busse abgelegt wurden.

Die Kontrollen liefen bis in die späten Abendstunden: Insgesamt wurden 1000 Fahrgäste in 50 Fahrzeugen kontrolliert. 29 Personen wurden ohne gültigen Fahrschein im Bus angetroffen, für diese wurde das erhöhte Beförderungsentgelt von 60EUR fällig. Lediglich 1 Person trug keine ordentliche Mund-Nasen-Bedeckung und wurde mit einem Bußgeld in Höhe von 50EUR verwarnt. Die Polizei führte auch eine allgemeine Personenüberprüfung durch. Dirk Sauerwein, Erster Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Westhessen, zeigt sich zufrieden mit der Aktion: "Die Resonanz der Fahrgäste war durchgehend positiv. Insbesondere die Kontrolle, dass alle Mitfahrenden im Bus eine Mund-Nasen-Bedeckung trugen und somit sich und andere nicht in die Gefahr brachten, mit dem Covid-19-Virus angesteckt zu werden, kam gut bei den Fahrgästen an."

Bewährt hat sich auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen. Durch die Bildung gemeinsamer Teams konnten die jeweiligen Kompetenzen zielgerichtet und effizient eingesetzt werden. "Das abgestimmte Vorgehen der engagierten Kontrollteilnehmer der Polizei, der Ordnungsbehörde und den Kontrolleuren trug maßgeblich zum Gelingen der Maßnahme bei, wofür ich mich ganz ausdrücklich bedanke. Eine baldige Wiederholung der Maßnahmen wird von allen Beteiligten begrüßt", resümiert der Geschäftsführer der RTV.

© Polizeipräsidium Westhessen - Wiesbaden