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RP-Gießen: Augen auf beim Eierkauf

Regierungspräsidium Gießen informiert auf dem Wochenmarkt
über Herkunft und Qualitätsmerkmale von Eiern

Gießen. Was sagt der Stempel auf einem Ei aus? Er verrät, unter welchen Bedingungen das Huhn gehalten wird, in welchem Land und in welchem Betrieb es lebt.

„Das Regierungspräsidium sorgt dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger gesunde und einwandfreie Eier im Supermarkt vorfinden“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Denn Das RP Gießen überwacht die Einhaltung verschiedener Qualitätsanforderungen bei der Erzeugung, der Verpackung und dem Großhandel von Eiern. Kurz vor den Osterfeiertagen informieren die Verbraucherschützer des Regierungspräsidiums Gießen zusammen mit Regierungspräsident Ullrich auf dem Gießener Wochenmarkt über Wissenswertes zum Thema Eier.

An konkreten Beispielen zeigen die Experten, worauf beim Eierkauf zu achten ist: „Neben dem Stempel auf jedem Ei gibt auch der Aufdruck auf der Packung Aufschluss über die Herkunft und die Vertriebswege eines Eis“, sagt Rudolf Hausmann, RP-Experte für Verbraucherschutz.

Die erste Ziffer des Eier-Codes gibt etwa Auskunft über die Haltungsart der Henne: 0 bedeutet dabei eine ökologische Erzeugung, 1 eine Freilandhaltung der Henne, 2 eine Bodenhaltung und 3 eine Käfighaltung. Zweiter Bestandteil ist das Herkunftsland, also zum Beispiel DE für Deutschland. Die darauffolgenden Ziffern lassen auf die Herkunftsregion, den Betrieb und sogar den einzelnen Stall innerhalb des Betriebes schließen.

Ein häufiger Irrtum von Verbrauchern ist, dass Eier aus einer deutschen Packstation auch aus Deutschland kommen. Über die Herkunft von Eiern gibt allerdings nur der Erzeuger-Code direkt auf dem Ei Auskunft. In Deutschland ist die traditionelle Käfighaltung verboten. In anderen Mitgliedsstaaten der EU ist diese hingegen noch erlaubt.

Das RP Gießen ist im vorbeugenden Verbraucherschutz tätig. Dies bedeutet, dass die Einhaltung diverser Qualitätsanforderungen des Gesetzgebers bei der Erzeugung, Verpackung und des Großhandels überwacht wird. In Hessen gibt es zurzeit etwa 370 Legehennenbetriebe, 100 Großhandelsbetriebe und rund 300 Packstellen: jeder Betrieb und jede Packstelle wird von dem RP Gießen registriert und überwacht.

Dabei wird unter anderem die Eiqualität, die richtige Einteilung in Gewichtsklassen und die korrekte Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums unter die Lupe genommen. „Wir sorgen dafür, dass die Angaben auf dem Ei auch der Richtigkeit entsprechen“, sagt Rudolf Hausmann. Mit etwas Hintergrundwissen kaufen die Verbraucher also nicht die bekannte „Katze im Sack“, sondern das richtige Ei im Karton. © RP-Gießen