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RP Dr. Christoph Ullrich besucht die Stadt Weilburg und informiert sich über aktuelle Themen – Besichtigung des Unternehmens KLA Tencor

Reihe „Regierungspräsident unterwegs in…“: „Sie wissen am besten was die Menschen hier vor Ort beschäftigt“

Gießen. Einmal im Monat besucht Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich eine Gemeinde im RP-Bezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen. Diesmal führte ihn der Weg in die Stadt Weilburg, bei der sich Ullrich „fast wie Zuhause“ fühlte, schließlich kommt er aus der Nähe und kennt einen Großteil der anwesenden Kommunalvertreter seit Jahren persönlich. Neben einer ausführlichen Gesprächsrunde mit den Fraktionsspitzen und städtischen Vertretern besuchte RP Ullrich zusammen mit Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch zum Abschluss der Bereisung das Unternehmen KLA Tencor in Weilburg.

In einem offenen Gespräch mit den Vertretern der Parlamentsfraktionen stand insbesondere die Thematik der Regionalplanung im Vordergrund. Die Neuaufstellung des Regionalplans war auch hier, ähnlich wie bei vorherigen Gemeindebereisungen, ein Thema, dass die Stadt beschäftigt. Der Regionalplan Mittelhessen legt die Ziele und Grundsätze der Raumordnung und Landesplanung fest. Im Zuge der Neuaufstellung sind die Städte und Gemeinde aufgerufen, sich aktiv an den Planungen zu beteiligen. „Sie wissen am besten was die Menschen hier vor Ort beschäftigt. Nur wenn Sie uns Ihre Interessen und Vorstellungen von einem Weilburg in der Zukunft mitteilen, können wir dies bei unseren Planungen berücksichtigen“, so der RP. Im gleichen Zug wies er auch darauf hin, dass am Ende das Gesamtbild für die Region Mittelhessen im Vordergrund steht und nicht alle Wünsche jeder Gemeinde aus dem Regierungsbezirk vollumfänglich erfüllt werden können.

Auf Nachfrage der Stadtverordneten konnte der Regierungspräsident versichern, dass die Städte und Gemeinde in die Planungen eingebunden und über Ergebnisse informiert werden. „Im Laufe dieses langwierigen Verfahrens ist ein regelmäßiger Kontakt zwischen dem Regierungspräsidium Gießen und den Kommunen für uns von großer Bedeutung“, so Ullrich.

Im Rahmen der Regionalplanung ist es aus Sicht von Bürgermeister Hanisch notwendig, die Gesamtregion einerseits in einem ausgewogenen Maß zu berücksichtigen. Andererseits müssten aber auch die Möglichkeiten zu einer vielfältigen Weiterentwicklung der Städte und Gemeinden einbezogen werden. „Die Stadt Weilburg stellt sich gerade gut auf, um ein starker Partner in der Region Mittelhessen zu sein“, sagt der Bürgermeister. Am Rande des Termins konnten auch die Entlassung der Stadt aus dem kommunalen Schutzschirm sowie der Natur- und Umweltschutz thematisiert werden.

In Anschluss an das Gespräch besichtigten die Teilnehmer das örtliche Unternehmen KLA Tencor. Der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Herstellung von Halbleitern und Speicherchips ist seit 1976 in Weilburg angesiedelt und beschäftigt rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geschäftsführer Volker Knorz stellte bei einem Rundgang durch die Produktionshalle die hochsensiblen Präzisionsgeräte zur Produktionsüberwachung vor, die in der Mikroelektronikindustrie Verwendung finden. Der Standort Weilburg zeichnet sich vor allem durch die Forschung, Entwicklung und Produktion der komplexen Systeme aus.

„Innovation und Produktivität zeichnet dieses Unternehmen aus und werden auf einem sehr hohen Niveau betrieben. Unternehmen wie KLA Tencor erwirtschaften den überwiegenden Teil Ihres Umsatzes im Ausland und sind in Deutschland weitestgehend unbekannt. Umso wichtiger ist es, dass wir uns der internationalen Bedeutung dieser Firmen bewusstmachen und dies in der Region kommunizieren“, so Ullrich während des Termins. Als mittelhessischer Regierungspräsident sei er sehr stolz, dass ein weltweit agierendes Unternehmen einen Firmensitz in Hessen unterhält.

Text&Fotos: © RP Gießen