Springe zum Inhalt

RP: Alle untersuchten Zierpflanzen sind gentechnikfrei

Regierungspräsidium Gießen koordiniert als hessenweite Gentechnikbehörde umfangreiches Monitoring am Frankfurter Flughafen

Gießen. Gärten und Balkone werden in diesem Sommer vermutlich zum Strandersatz. Umso wichtiger ist es, dass das Drumherum stimmt. Hierzu gibt es eine sehr positive Nachricht: Hessens Zierpflanzen sind gentechnikfrei. Über 220 Stecklinge sind dafür beim Landesbetrieb Hessisches Landeslabor untersucht worden. Koordiniert wurde das aufwendige Projekt vom Regierungspräsidium Gießen, das hessenweit die Gentechnikbehörde ist. "Egal ob beim Gärtner, im Bau- oder Supermarkt: Wer Zierpflanzen einkaufen möchte, kann sich dank unserer Untersuchung sicher sein", sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. "Was viele nicht wissen: Auch Verbraucherschutz gehört zu unseren Aufgaben hier im RP Gießen."

Drei Jahre liegt es zurück, dass in zahlreichen Petuniensorten gentechnische Veränderungen auf dem deutschen und europäischen Markt nachgewiesen worden sind. Gentechnisch veränderte Zierpflanzen sind in Europa allerdings nicht zugelassen und dürfen hier weder verkauft noch angepflanzt werden. "Deshalb kontrollieren wir seitdem Stecklinge, die am Frankfurter Flughafen als Import ankommen", berichtet Dr. Anja Fehrenbach von der hessischen Gentechniküberwachung im zuständigen RP-Dezernat in Gießen. Unterstützt wird das Monitoring dabei von den Kolleginnen und Kollegen des Pflanzenschutzdienstes, die direkt am Flughafen dafür sorgen, dass keine unerwünschten Insekten oder Krankheiten nach Deutschland eingeführt werden.

Neben Petunien wird weltweit auch an weiteren Zierpflanzen mit gentechnischen Verfahren gearbeitet. Deshalb sind die Untersuchungen erheblich ausgeweitet worden. Sei es bei Pelargonien, Begonien, Zauberglöckchen, Chrysanthemen, Orchideen und Petunien: Sämtliche Untersuchungen der über 220 Pflanzen fielen negativ aus. Sprich: Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor hat bestätigt, dass die Proben aller untersuchten Zierpflanzenarten frei von Gentechnik sind.

Jetzt startet die Saison der Beet- und Balkonpflanzen gerade durch. Deshalb spielt der Faktor Zeit bei den Untersuchungen eine große Rolle. Da es sich hier um frisches Pflanzenmaterial und Saatgut handelt, muss eine Analyse rasch gehen. "Falls dann ein positives Ergebnis auftritt, ist auch hier ein schneller Rückruf der betroffenen Sorte oder Partie sehr wichtig", erläutert Anja Fehrenbach.

"All das geht natürlich nur, wenn die verschiedenen Dezernate und Labore auch eng zusammenarbeiten, was am Beispiel der Zierpflanzen hervorragend funktioniert", lobt Regierungspräsident Ullrich die Maßnahme, die vom Regierungspräsidium Gießen koordiniert wird.  © RP-Gießen