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„Rheinland-Pfalz zeigt in Diez wie neue Infrastruktur Städte entlasten kann“

Tobias Eckert (SPD):
„Rheinland-Pfalz zeigt in Diez wie neue Infrastruktur Städte entlasten kann“
LIMBURG-WEILBURG. Auf Einladung des rheinland-pfälzischen SPD-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Diez/Nassau Jörg Denninghoff trafen sich Tobias Eckert, Jörg Denninghoff und der Leiter des LBM (Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz) Lutz Nink zur Besichtigung der Baumaßnahmen rund um den Tunnel in Diez und zu Gesprächen um weitere verkehrspolitische Themen. Der Tunnel soll die Stadt vor erhöhter Verkehrsbelastung entlasten.


Lutz Nink führte die beiden Abgeordneten über das Baustellengelände und berichtet von den Fortschritten der Baumaßnahmen: „Das Projekt kommt schnell voran, gerade weil die Politik hinter der Idee steht, die Diezer Innenstadt von erhöhter Verkehrsbelastung zu entlasten.“ Seit September 2017 haben die Baumaßnahmen begonnen, um durch den Tunnel die Innenstadt von der Belastung durch ca. 10.000 Kraftfahrzeuge zu entlasten. „Für Diez ist der Tunnelbau ein Meilenstein und beeindruckendes Bauwerk, dennoch dürfen wir die Anbindung an unsere Nahbarregionen nicht aus dem Auge verlieren, da dort noch gehöriges Ausbaupotenzial liegt“, bemerkte Denninghoff.
Tobias Eckert lobte die schnellen Fortschritte und setzt sich für eine Einbindung des Tunnelbaus in ein regionales Verkehrskonzept ein: „Der Tunnel wird die Diezer Innenstadt entlasten und ist damit ein großer und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zugleich muss jetzt über eine sinnvolle Anbindung nach Limburg, das bisweilen mit hohen Schadstoffemissionen zu kämpfen hat, gesprochen werden. Nun muss die Landesregierung Ihre Hausaufgaben zur Südumgehung Limburg machen“, erklärte der SPD-Verkehrsexperte. Der heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Tobias Eckert, hatte bereits im Juli 2020 eine Kleine Anfrage im hessischen Landtag für ein länderübergreifendes Verkehrskonzept Limburg/Diez gestellt. Dabei geht es nicht nur um die notwendige Luftreinhaltung im Limburger Becken, sondern viel mehr um die Förderung und Erleichterung von Mobilität über die Landesgrenzen hinweg.
Nach Eckert fehlten auch konkrete Antworten vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, wie genau die Landesregierung gedenkt konkret länderübergreifende Planung dauerhaft und nachhaltig zu unterstützen. „Die Landesregierung muss nun in Bewegung kommen, um die vielfältigen Ansätze des Limburger Bürgermeisters Dr. Marius Hahn (SPD), die Domstadt von Luftverschmutzung, starker Verkehrsbelastung und drohenden Fahrverboten zu befreien, nicht ins Leere laufen zu lassen“, forderte Eckert.
„Die Stadt Limburg und die Verbandsgemeinde Diez bilden einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum. Um dieser Wirklichkeit des Nassauer Kernlands gerecht zu werden, bedarf es einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit“, sagte Eckert, der mit Denninghoff im ständigen Austausch steht und die Probleme der vielen Pendler genau kennt. Dabei würden länderübergreifende Tarife für den ÖPNV und die Förderung aller Mobilitätsformen im Vordergrund stehen. „Ein länderübergreifendes Verkehrskonzept könnte den Ansprüchen der Bürger/-innen dadurch gerecht werden, dass es den über individual Verkehr und ÖPNV laufenden Berufsverkehr mit nachhaltiger Nahmobilität, namentlich Radewegenetzen, verbindet“, so Eckert. Hier sei das Ministerium von Tarek Al-Wazir in der Pflicht erste Anstrengungen zu unternehmen. © Sven Glombitza