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Reisen und Corona: Das gilt derzeit in Europa

Reiseregelungen: EU-Informationszentrum im Regierungspräsidium Gießen bietet Informationen der Europäischen Union – Vom Online-Tipp bis COVID-Zertifikat

Gießen. Die Zahlen der Corona-Infizierten gehen tendenziell zurück und die Impfquoten steigen. Auch wenn sich derzeit die Delta-Variante ausbreitet, werden in vielen europäischen Ländern die Einschränkungen langsam zurückgenommen. Reisen innerhalb der EU sind wieder möglich. Doch wo stehen verlässliche Informationen zur Verfügung? „Über unser EU-Informationszentrum im Regierungspräsidium möchten wir die Mittelhessen informieren, wie die Reisebedingungen aus Sicht der Europäischen Union sind“, sagt Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. „Da Gesundheit und Wohlergehen aller Bürgerinnen und Bürger für uns an oberster Stelle stehen, sind weiterhin einige Reisebeschränkungen notwendig, damit das Virus weiterhin eingebremst werden kann.“

Die EU hat in den vergangenen Wochen und Monaten einige Initiativen auf den Weg gebracht, um sicheres Reisen und einen freien Waren- und Dienstleistungsverkehr in ganz Europa zu ermöglichen. „Trotz aller begrüßenswerten Lockerungen sind überall innerhalb der Union Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, um Ihnen dabei zu helfen, Ihr Recht auf Freizügigkeit auszuüben“, erläutert der Gießener Regierungspräsident. „Seit über einem Jahr läuft sehr erfolgreich das Online-Angebot ‚Re-open EU‘. Hier finden Interessierte aktuell geltende Beschränkungen, Regeln und die Gesundheitslagen aller Mitgliedsstaaten.“ Unter anderem gibt es dort Informationen über Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende, das digitale EU-Impfzertifikat und mobile Coronavirus-Kontaktverfolgungs- und Warn-Apps. Die Informationen werden häufig aktualisiert und sind in 24 Sprachen verfügbar.

Relativ neu dagegen ist das digitale COVID-Zertifikat der EU. Es handelt sich dabei um einen digitalen Nachweis darüber, dass man entweder geimpft ist, negativ auf Corona getestet wurde oder von Corona genesen ist. „In Deutschland ist das Zertifikat bereits verfügbar und wird hier von den Impfzentren, Ärzten und Apotheken ausgestellt“, erläutert Michael Schär, Leiter des EU-Informationszentrums. „Es wird in allen EU-Mitgliedstaaten eingeführt. Einzelne Mitgliedsstaaten können es bereits jetzt ausstellen und verwenden – ab dem 1. Juli ist es dann EU-weit verfügbar.“ Mit dem CovPass setzt Deutschland das europäische Zertifikat um. Deutschland ist auch bereits an den sogenannten europäischen Gateway-Server angeschlossen. Damit können die Zertifikate grenzüberschreitend genutzt werden, etwa um eine Corona-Impfung elektronisch nachweisen zu können. Dazu ergänzt Michael Schär: „Selbstverständlich kann das Zertifikat auch in Papierform ausgestellt werden. Es ist eine verlässliche Lösung, die dann in allen EU-Staaten gültig ist.“

Zwischenzeitlich sind die allermeisten Kontaktnachverfolgungs-Apps untereinander kompatibel. Denn im Falle einer Corona-Infektion ist die Nachverfolgung der Infektionsketten unerlässlich zur Eindämmung der Pandemie. „Der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger zur Normalität zurückzukehren und auch einen Sommerurlaub zu verleben, ist absolut nachvollziehbar“, sagt RP Ullrich. „Wir sind auf einem guten Weg, dürfen aber dabei nicht leichtsinnig werden.“ Deswegen bietet das EU-Informationszentrum im RP Gießen auch Wissenswertes zur Urlaubssaison aus Sicht der Europäischen Union.

Weitere Informationen sind im Internet unter anderem auf https://reopen.europa.eu/de sowie unter https://digitaler-impfnachweis-app.de/ zu finden.

Hintergrund

Das EU-Informationszentrum im Regierungspräsidium Gießen gibt es mittlerweile seit über zehn Jahren. Als Teil des Europanetzwerks Hessen informiert es die Bürgerinnen und Bürger vor Ort über Europa. Erreichbar ist es unter der Rufnummer 0641 303-3344 oder per E-Mail an eu-infozentrum@rpgi.hessen.de. © RP-Gießen