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Regierungspräsidium Gießen lässt 1500 Zusatzschilder mit QR-Code in 170 Naturschutzgebieten im RP-Bezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen aufhängen

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich montieren das erste von 170 Zusatzschildern für Naturschutzgebiete in den fünf Landkreisen des RP-Bezirks.

Vertiefende Informationen unterstützen bislang alleine fliegenden Seeadler

Gießen. Auf Naturschutzgebiete wird bislang mit einem dreieckigen und grün umrandeten Schild aufmerksam gemacht, in dem ein Seeadler fliegt. Was den jeweiligen Bereich schützenswert macht, ist unklar. Jedes Naturschutzgebiet erhält künftig ein Zusatzschild. Darauf sind Verhaltenstipps und ein QR-Codes zu finden, hinter dem sich alle wichtigen Informationen verbergen. Das Regierungspräsidium Gießen lässt durch die hessischen Forstämter und das Amt für ländlichen Raum insgesamt 1500 Schilder rund um 170 Naturschutzgebiete im RP-Bezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen anbringen. Zum offiziellen Start brachte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Gießens Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich ein Schild am Naturschutzgebiet Aschborn und Uderborn bei dem Gießener Stadtteil Rödgen an.

„Das Zusatzschild bietet einen ersten Überblick und der QR-Code dann vertiefendes Wissen“, erläutert RP Ullrich, der für den Termin seinen eigenen Akkuschrauber mitgebracht hat. „Wir haben uns für den QR-Code entschieden, weil auf Schildern nur eine begrenzte Menge an Informationen dargestellt werden können.“ Das RP Gießen ist für alle Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk der fünf mittelhessischen Landkreise verantwortlich. Mithilfe des QR-Codes können Nutzer auf einen Steckbrief zum Naturschutzgebiet zugreifen sowie auf eine Übersichtskarte und die Verordnung.

Um den Code nutzen zu können, braucht man lediglich eine in der Regel kostenfreie App sowie verfügbares Datennetz. Der schwarz-weiße Code leitet auf die Internetseite des Regierungspräsidium Gießen weiter, wo zusätzliche Angaben zu den Naturschutzgebieten zu finden sind. Dabei erscheint zunächst eine Sicherheitswarnung. „Die ist jedoch unproblematisch, es kann bedenkenlos fortgefahren werden“, versichert der Regierungspräsident.

„Das Naturschutzgebiet Aschborn und Uderborn bei Rödgen ist ein Vorzeigeprojekt“, lobt Gerda Weigel-Greilich, Bürgermeisterin der Stadt Gießen. Sie überzeuge sowohl die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten als auch das Vorhaben an sich. Die Zusatzinformationen sollen unter anderem die Verhaltensregeln in den Naturschutzgebieten nachvollziehbar machen. „Ich hoffe, dass die Schilder zu einem angemessenen Verhalten in den jeweiligen Gebieten anregen“, fügt Holger Brusius hinzu, der beim Forstamt Wettenberg für den Naturschutz zuständig ist.

Das RP Gießen hat die Forstämter bereits beauftragt, die Zusatzschilder anzubringen. „Die Schilder werden am Wegrand an den Eingängen der Naturschutzgebiete unter den vorhandenen Schildern befestigt“, berichtet Ilona Bause, zuständige Sachbearbeiterin und Betreuerin des Projektes. Insgesamt hat das RP Gießen 3000 Schilder für 170 Naturschutzgebiete herstellen lassen, jeweils individuell an das Schutzgebiet angepasst. 1500 davon gibt das RP an die Forstämter und das Amt für ländlichen Raum des Vogelsbergkreises ab.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.de zu finden. © RP-Gießen