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Regierungspräsidien Gießen, Darmstadt und Kassel regeln Tierkörperbeseitigung neu

Ortsnahe und unverzügliche Entsorgung sichergestellt 

Gießen. Die drei hessischen Regierungspräsidien in Gießen, Darmstadt und Kassel haben die Beseitigung von tierischen Nebenprodukten neu geregelt. Zum 1. Januar 2019 wurde der SecAnim Südwest GmbH die Tierkörperbeseitigung landesweit sowie in Stadt und Landkreis Aschaffenburg (Bayern), in Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis (Baden-Württemberg) übertragen.

Unter die Beseitigungspflicht fallen etwa tote Nutz- und Haustiere sowie bestimmte Schlachtabfälle, die wegen der Gefahr von verschleppten Tierseuchen nur über spezielle  Verarbeitungsbetriebe entsorgt werden dürfen.

Die SecAnim Südwest GmbH, die als einzige Bewerberin aus einem von den Regierungspräsidien gemeinsam durchgeführten Ausschreibungsverfahren hervorgegangen war, wird ab 1. Januar den bestehenden Verarbeitungsbetrieb der Süpro GmbH & Co. KG in Lampertheim (Kreis Bergstraße) übernehmen und weiterführen. Außerdem wird sie ein weiteres Unternehmen in Fritzlar betreiben. Die bisherigen Meldewege für die Abholung bleiben zunächst unverändert – auch für Tierhalter und entsorgende Betriebe in Mittelhessen. Ab 1. Januar gilt auch eine landesweit einheitliche Entgeltliste. Diese wird veröffentlicht, sobald sie geprüft und genehmigt ist.

 

Durch die Übertragung an die SecAnim Südwest GmbH mit der Anlage in Hüttenfeld konnte der einzig noch verbliebene Verarbeitungsbetrieb für beseitigungspflichtiges Material in Hessen erhalten werden. Dadurch ist eine ortsnahe und unverzügliche Entsorgung – auch im Falle eines Tierseuchenausbruches – sichergestellt. Darüber hinaus bietet die GmbH zum Jahresbeginn den Transport von Tierkörpern zum Hessischen Landeslabor (LHL) nach Gießen an. Durch die dortigen pathologischen Untersuchungen erhofft sich das Land Hessen unter anderem eine Verbesserung in der Früherkennung von Tierkrankheiten und -seuchen. © RP-Gießen