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Projekt ReUse gestartet: Markt für gebrauchte Produkte besser vernetzen

Hessens Umweltministerin Priska Hinz und Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig überreichen Förderbescheide zum Aufbau eines landesweiten Netzwerks für Wiederverwender

„Bevor Kleidung, Möbel, Waschmaschinen oder andere Haushaltsgegenstände weggeworfen werden, lassen sie sich oftmals reparieren und wiederverwenden. Dadurch schonen wir Ressourcen und unsere Umwelt wird weniger belastet“, sagt Umweltministerin Priska Hinz. Gemeinsam mit Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig überreicht sie heute im Frankfurter Secondhandwarenkaufhaus Neufundland insgesamt 160.000 Euro Fördermittel für den Aufbau des Netzwerks ReUse an die Gemeinnützige Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling mbH Frankfurt (GWR). Davon finanzieren das Hessische Umweltministerium und die Stadt Frankfurt jeweils 80.000 Euro.

„Im Fokus steht: Weg von der Wegwerfgesellschaft hin zur Kreislaufwirtschaft. Dafür müssen wir die engagierten Akteure Hessens zusammenbringen“, so Hinz. Die in Hessen aktiven Initiativen wie Wiederverwendungs- und Reparaturzentren, Recycling- und Entsorgungsfachbetriebe, Secondhand-Warenhäuser in regionaler oder lokaler Trägerschaft, Reparaturinitiativen sowie die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger sind aktuell noch nicht optimal miteinander vernetzt. „Mit dem Projekt ReUse soll sich das ändern und ein landesweites Netzwerk aktiver Wiederverwender aufgebaut werden, indem sich diese austauschen und unterstützen können. Im Rahmen der hessischen Ressourcenschutzstrategie sind Projekte wie ReUse ein wichtiger Baustein für den wertschätzenden Umgang mit natürlichen Ressourcen“, sagt Hinz weiter. Neben Veranstaltungen und Workshops mit den Akteuren ist der Aufbau einer Netzwerk-Website geplant, auf der die Initiativen gebündelt und vorgestellt werden. Das Projekt ReUse ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt.

Die GWR in Frankfurt: Projektpartner mit viel Erfahrung
Koordiniert und betreut wird ReUse von der GWR als zertifiziertem Recyclingunternehmen. Die GWR prüft in ihrem eigenen Recyclingzentrum Frankfurt diverse Geräte und Komponenten auf ihre Wiederverwendbarkeit und verkauft Secondhand-Produkte seit mehr als 25 Jahren im Warenhaus Neufundland. „Wir müssen auf dem Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft konsequenter sein", erklärt Rosemarie Heilig. „Nach wie vor landen wertvolle Ressourcen in der Müllverbrennungsanlage, obwohl sie noch nutzbar wären, entweder durch Recycling oder durch Wiederverwendung. Dabei fällt der Wiederverwendung eine besondere Bedeutung zu, weil hierfür die wenigsten Rohstoffe eingesetzt werden müssen oder verloren gehen. Die GWR hat in dieser Hinsicht bereits viel Erfahrung.“ Für das Projekt wird eigens eine Projektentwicklerin oder ein Projektentwickler eingestellt. „ReUse wird den Markt für gute gebrauchte Produkte in Hessen attraktiver und bekannter machen, damit möglichst viele Menschen von diesen wertvollen Angeboten profitieren“, ergänzt Hinz.

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz