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Politik zu Gast an Freiherr-von-Schütz-Schule

Der heimische Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister und sein Marburger Kollege Dirk Bamberger (beide CDU) machten sich bei einem gemeinsamen Besuch ein Bild von der Freiherr-von-Schütz-Schule in Bad Camberg. Die Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören ist eine von vier Einrichtungen dieser Art in Hessen und erfüllt die Aufgabe als überregionales Beratungs- und Förderzentrum getragen vom Landeswohlfahrtsverband (LWV).

Im Gespräch mit Schulleiter Martin Fringes und dessen Stellvertreterin Andrea Bering informierten sich die Abgeordneten über das umfangreiche Bildungsprogramm der traditionsreichen Einrichtung von der Vorklasse sowie angegliederter Frühberatungsstelle bis hin zur 10. Klasse Dabei wurde deutlich, dass kleine Klassen, eine hohe Expertise gepaart mit großem Engagement der Lehrkräfte sowie eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler das Erfolgsrezept der Freiherr-von-Schütz-Schule sind. Ebenso kamen die Herausforderungen durch Corona für den Schulalltag sowie die Chancen der Digitalisierung zur Sprache.

Im Jahr 2020 wollte die Schule ihr 200-jähriges Jubiläum feiern, um damit an die Gründung durch Hugo Freiherr von Schütz zu erinnern. Aufgrund der Pandemie musste auf größere Feierlichkeiten verzichtet werden. Geschichte und Tradition begleiten die Schulgemeinde jedoch im positiven Sinn stetig.

„Der Austausch mit den heimischen Bildungseinrichtungen sowie das Aufnehmen von Anliegen ist ein wichtiger Teil der Wahlkreisarbeit. Bei der Freiherr-von-Schütz-Schule bot es sich an, meinen Kollegen Dirk Bamberger mit seiner Expertise dazu zu holen. Einige konkrete Fragestellungen zur Sicherstellung einer weiterhin qualitativ hochwertigen Förderstruktur konnten wir mitnehmen. So war etwa die Gewinnung von Lehrkräften für den speziellen Bereich des Hörens ein Thema“, erläuterte der Bad Camberger Andreas Hofmeister.

Hintergrund des Besuchs von Dirk Bamberger war sein Engagement für ein Gehörlosen- und Taubblindengeld in Hessen und dies geprägt durch seine Erfahrungen als Sohn gehörloser Eltern. Nicht zuletzt seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass der Hessische Landtag im vergangenen Jahr ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hat.
Nach dem Schulbesuch führte Hofmeister seinen Kollegen Bamberger noch zum Stadt- und Turmmuseum im Obertorturm. Durch die Vorsitzende und deren Stellvertreterin des Vereins Historisches Camberg wurden die verschiedenen Ausstellungsflächen zur Stadtgeschichte präsentiert. Im Mittelpunkt des Interesses der Besucher aus der Politik stand dabei die Abteilung zu den Unterstützungsangeboten für Gehörlose und Schwerhörige im Nassauer Land über die Jahrzehnte hinweg. „Die Freiherr-von-Schütz-Schule ist ein wichtiger Teil der Bad Camberger Stadtgeschichte und darüber hinaus. Mit Spannung kann sicher die Umsetzung des auch durch Landesmittel geförderten Filmprojekts der Schule erwartet werden, welches die Bedeutung der besonderen Bildungseinrichtung für die Region weiter verdeutlichen wird“, stellte Andreas Hofmeister abschließend fest. © Andreas Hofmeister ( MdL )