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POL-WE: Fast rund um die Uhr – Kontrollen an Mittelhessens Autobahnen

"Ihr Fahrzeug wird nun geröntgt!" Diese Aussage hören 
Verkehrsteilnehmer nicht sonderlich oft, wenn sie auf den Straßen 
Mittelhessens unterwegs sind. Bei den ganzheitlichen Kontrollen 
entlang Mittelhessens Autobahnen in den vergangenen Stunden war der 
Satz jedoch öfter zu hören. 20 Stunden lang kontrollierten die 
Beamten von Zoll und Polizei - LKW, Transporter, Autos - alles was 
auf der "Bahn" unterwegs ist.

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Der Röntgen-LKW

Um 08 Uhr am Dienstagmorgen ging es bei der Autobahnstation in 
Butzbach los. Von der nahegelegenen Autobahn 5 zogen die Kontrolleure
von Zoll und Polizei Autos, Transporter und LKW auf das Gelände des 
Polizeizentrums. Dort kontrollierten sie alles was es zu 
kontrollieren gibt. Von der nötigen Fahrerlaubnis, über die 
Fahrtüchtigkeit des Fahrers, die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten,
den technischen Zustand des Fahrzeuges, die Ladungssicherung bis hin 
zu möglicherweise nicht zugelasser Ladung. Letztere Aufgabe fiel vor 
allem in den Arbeitsbereich des Zolls, der die Fahrzeuginsassen und 
Fahrzeuge unter anderem auf Schmuggelware und Schwarzgeld hin 
durchsuchte. Dazu kam auch ein mobiler Röntgen-LKW des Zolls zum 
Einsatz. Drei dieser LKW gibt es in ganz Deutschland. Sie können 
Fahrzeuge komplett durchleuchten und so gerade bei Lastern und 
Transportern einen Hinweis darauf geben, ob wirklich nur die in den 
Frachtpapieren angegebene Ladung transportiert wird, oder weitere 
verbotene Gegenstände auf der Ladefläche zu finden sind. Zwanzig 
Fahrzeuge wurden durchleuchtet - Schmuggelware dabei dieses Mal nicht
aufgefunden.

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Straftäter unterwegs?

Anderes sah es bei der Durchsuchung der Autos aus. In drei Fällen 
konnten die insgesamt rund 100 eingesetzten Kontrolleure kleine 
Mengen Betäubungsmittel auffinden. Zwei Fahrzeugführer baten sie zur 
Blutentnahme, da der Verdacht besteht, dass sie unter Drogeneinfluss 
ihr Fahrzeug führten.

In den Abendstunden kamen weitere Kontrollen an den Autobahnen 
hinzu. Neben der Kontrolle an der A5 bei Butzbach zogen die 
Autobahnpolizisten mit Unterstützung von Kollegen der 
Bereitschaftspolizei an den Anschlussstellen Reiskirchen und Langgöns
bis spät in die Nacht hinein Fahrzeuge zur Kontrolle aus dem Verkehr.
Vor allem um die Feststellung potentieller Straftäter, die die 
Autobahn als Reiseweg durch Mittelhessen nutzen, ging es hierbei.

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Geschwindigkeit - immer ein Thema

Auch die Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit auf der
Autobahn kam in der Nacht nicht zur kurz. An der Autobahn 45 bei 
Haiger passierten rund 5.500 Fahrzeug die eingerichtete mobile 
Geschwindigkeitsmessanlage. Fast 500 dieser Fahrzeugführer waren zu 
schnell unterwegs und müssen in den nächsten Tagen mit Post von der 
Busgeldstelle rechnen. Bei 55 von ihnen müssen die Fahrzeuge dann 
erst einmal ruhen, da sie so schnell unterwegs waren, dass ein 
Fahrverbot auf die Fahrer zukommt. Zehn ausländische Fahrzeugführer 
mussten hier aufgrund der Messung und der folgenden Kontrolle eine 
sogenannte Sicherheitsleistung zahlen. Als trauriger Spitzenreiter 
bei den Geschwindigkeitskontrollen bei Haiger tat sich ein PKW-Fahrer
aus dem Lahn-Dill-Kreis hervor, der mit 195 km/h deutlich schneller 
als mit den erlaubten 100 km/h unterwegs war. Nur 1 km/h langsamer 
passierte ein Autofahrer aus Marburg die Strecke. Mit 122 km/h konnte
ein LKW-Fahrer gestoppt werden.

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Die Großen

Geschwindigkeitsverstöße bei den Lasterfahrern konnten aufgrund 
der Aufzeichnungen der Kontrollsysteme und den maximal erlaubten 80 
km/h innerhalb von Deutschland aber auch an den anderen 
Kontrollstellen festgestellt werden. Mit 128km/h tat sich hier ein 
Fahrer negativ hervor. Obwohl er Gefahrgut transportierte konnte auch
bei einem seiner Kollegen eine Überschreitung von 37 km/h 
festgestellt werden. Bei den LKW-Fahrer auch immer wieder ein 
Problem: Zu kurze Pausen / zu lange Lenkzeiten. Sogenannte Verstöße 
gegen die Sozialvorschriften kamen gestern in acht Fällen ans Licht. 
Mit Überladung und mangelnder Ladungssicherung fielen fünf 
Lasterfahrer auf.

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Fazit

Am Ende der von 08 bis 04 Uhr andauernden Kontrollen zogen die 
Kontrolleure diese Bilanz:

- 133 rundum kontrollierte Fahrzeuge

- 212 kontrollierte Personen

- sieben eingeleitete Strafverfahren (Verstoß 
Betäubungsmittelgesetz, Fahren unter Drogeneinfluss, 
Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis)

- 29 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren (Überladung, mangelnde 
Ladungssicherung, überhöhte Geschwindigkeit, Verstöße 
Sozialvorschriften, Verstöße Gefahrgutrecht)

- hinzu kamen die rund 5.500 bei der Geschwindigkeitskontrolle 
gemessenen Fahrzeug und die hier zu verzeichnenden fast 500 
Verstöße

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Auch online ein Thema

Das Team Soziale Medien des Polizeipräsidiums Mittelhessen 
begleitete die Kontrollen unter dem Hashtag #aufstreifemh über den 
kompletten Zeitraum bei Twitter. Bei den vielen interessierten 
Followern gab es dabei vor allem ein Highlight: Ein mit 18 Tonnen 
Speiseeis beladener LKW aus Russland, dessen Fahrer nicht im Besitz 
einer gültigen Fahrerlaubnis war. Das Eis konnte - gut gekühlt bei 
der Hitze des Tages - seinen Weg erst fortsetzen, als ein 
Ersatzfahrer mit gültiger Fahrerlaubnis den LKW übernahm. Absolute 
Lieblinge der Follower waren die Drogenspürhündin Kobra des Zolls und
der Drogenspürhund Jimbo der Polizei.

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Wiederholung folgt

Klares Ziel der regelmäßig stattfinden Kontrollen: Die 
Verkehrssicherheit erhöhen und potentielle Straftäter "aus dem 
Verkehr" ziehen. Mit dieser Motivation sind Kontrolleure tagtäglich 
auf Mittelhessens Straßen unterwegs. Jeder, der sich ebenfalls dort 
bewegt, muss mit der Polizei und den Kontrollen also jederzeit immer 
und überall rechnen.

(Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau