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POL-GI: Durchsuchungen bringen hochwertiges Diebesgut und eine Indoor-Drogenplantage zutage

Gießen - Weilburg - Limburg: Nach Durchsuchungen einer Wohnung in Weilburg und von Lagerräumen in Limburg benötigten Polizisten einen 7,5-Tonnen-Lkw, um die sichergestellten Wertsachen abzutransportieren. Zudem entdeckten sie eine Indoor-Drogenplantage.

Seinen Ursprung nahm dieser Fall in Gießen. Nach Diebstählen aus einem Baumarkt rückte ein 30-jähriger Weilburger in den Fokus der Gießener Polizei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Gießen erließ ein Richter einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des dringend Tatverdächtigen.

Am 16.10.2018 (Dienstag) vollstreckten Ermittler des Einbruchskommissariates der Regionalen Kriminalinspektion (RKI) Limburg-Weilburg den Beschluss und suchten die Wohnung in Weilburg auf. Dort entdeckten sie Unmengen an hochwertigem Diebesgut jeglicher Couleur. Offensichtlich war der Weilburger in Bezug auf seine Beute nicht wählerisch: unter anderem lagerte er in seiner Wohnung mehrere Kettensägen, Motorsensen, elektronische Messgeräte, Unterhaltungselektronik und Werkzeuge, aber auch Fahrräder, Sanitärzubehör und sogar Gleitfallschirme. Zudem stellte die Kripo ca. 800 Gramm frisch geerntete Marihuana-Dolden sicher und fanden Hinweise auf von dem 30-Jährigen angemietete Lagerräume in Limburg. Ein Oberstaatsanwalt aus Gießen ordnete wegen Gefahr im Verzuge die sofortige Durchsuchung der Lagerräume an und die Ermittler machten sich auf den Wag nach Limburg. In diesen Räumen bot sich ihnen letztlich das gleiche Bild: Werkzeuge, Maschinen und andere Wertsachen, die offensichtlich ebenfalls aus Straftaten stammen. Außerdem entdeckten sie eine professionelle Indoor-Drogenplantage für rund 80 Pflanzen, die allerdings schon abgeerntet waren. Zur Aufzucht der Pflanzen waren Wachstumslampen, Belüftung und Bewässerung installiert worden.

Zum Abtransport der sichergestellten Wertsachen und Plantagenutensilien benötigten die Ermittler einen 7,5-Tonnen-Lkw. Bei einer ersten groben Übersicht handelt es sich um rund 1.000 Asservate, dessen Herkunft nun ermittelt werden muss. Der Wert der Beute kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft im Limburg wurde der 30-Jährige dem Amtsgericht Limburg vorgeführt. Eine Haftrichterin setzte seinen Untersuchungshaftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug.

(C) Polizeipräsidium Mittelhessen