Springe zum Inhalt

Petrus nahm es ganz genau bei der Dekontaminationsübung der Brecher Feuerwehren

-->Bildergalerie: https://www.oberlahn.de/Bildergalerie/?gal=9993

Ein Gefahrstoffaustritt bei Verladearbeiten im Industriegebiet rief am Freitagabend die Feuerwehren der Gemeinde Brechen auf den Plan. Angenommen wurde ein Unfall, bei dem ein Gabelstapler Fässer mit einer sehr giftigen, entzündbaren, geruchlosen und klaren Flüssigkeit beschädigte, so dass es zum Austritt dieser kam. Mit betroffen war der Staplerfahrer, der bewusstlos am Stapler angenommen wurde (Puppe) sowie die Fahrerin des Gefahrstoffahrzeuges, die im Schock am Steuer verblieben war.

Es ist dies die erste größere Übung nach dem neuen Gefahrgutkonzept der Gemeinde Brechen, die bereits in den vorangegangenen Wochen mit entsprechenden thematischen praktischen und theoretischen Aufbereitungen dieses Themas in den einzelnen Wehren nun ihren vorläufigen praktischen Höhepunkt fand. Die Aufgaben wurden planmäßig verteilt.

Um den angenommenen Unfallort wurde eine großzügige Absperrung erstellt, die Erkundung ergab die notwendigen Erkenntnisse zum weiteren Vorgehen, hierbei wurde sogar per Feldstecher aus weiter Entfernung die Lage am Fahrzeug aufgeklärt.

Durch die Ermittlung der Gefahrstoffkennzeichungnummer, früher auch Kemlerzahl genannt, wurde auch auf die Entfernung klar, welcher Stoff hier transportiert wurde (eine richtige Deklaration vorausgesetzt).

Bereits parallel hierzu wurden aufgrund des Einsatzstichtwortes die notwendigen Maßnahmen vor der Absperrung ergriffen. Der Aufbau eines Not-Dekontaminationsplatzes, wie er kürzlich auch in Werschau geübt wurde, gelang hier in kurzer Zeit nicht zuletzt dank der großen Zahl anwesender Feuerwehrleute. Im weiteren Verlauf der Übung setzte dann Regen ein, der sich immer me

hr verstärkte, man konnte den Eindruck haben, dass Petrus sich persönlich um die Dekontamination kümmern wolle. Der Einsatztrupp unter orangenem Chemikalienschutzanzug nahm die Erkundung an der eigentlichen Unfallstelle vor.

Umluftunabhänig versorgt mit Atemschutz führten sie auch eine Schleifkorbtrage mit sich, um die beiden betroffenen Personen sicher aus dem Gefahrenbereich zu retten. Die Wasserversorgung lange Wegstrecke stellten weitere Kräfte aus dem Emsbach sicher, um auch in dieser abgelegeneren Ortslage ausreichend Wasser bereitstellen zu können. Das Übungsszenario wurde erfolgreich und ruhig abgearbeitet, freute sich Gemeindebrandinspektor Markus Schütz, der zusammen mit Bürgermeister Frank Groos der Übung beiwohnte.

Die Feuerwehren freuen sich jetzt schon, für die Bevölkerung schon in Kürze richtig tolle Veranstaltungen präsentieren zu können, wo sie “ihre” Feuerwehren ganz persönlich kennenlernen können.

Am 15.Juni findet in Oberbrechen am Dorfplatz das 4. Kreisfeuerwehrmusikfestival statt - ein musikalischer Leckerbissen, wie sich der Leiter des Musikzuges der gastgebenden Oberbrecher Feuerwehr, Andreas Lindemaier, bereits kürzlich freute:

Dieser Tage machte auch die Niederbrecher Feuerwehr auf das am darauffolgenden 16.6.2019 an der Kulturhalle stattfindende Sommerfest aufmerksam, an der es auch eine Schauübung zur technischen Hilfeleistung geben wird.

Am gleichen Wochenende findet auch der der Bezirkswettkampf in Grebenhain Nösberts-Weidmoos statt, für den sich Werschau qualifiziert hatte, hier ist Daumendrücken für ein Weiterkommen gerne gesehen.

Die Gemeinschaftsübung aller drei Wehren klang bei einem kleinen Imbiss im Rahmen der Nachbesprechung aus. Ein Dankeschön geht an den Bauhof und Tobias Königstein für die Unterstützung dieser Übung.

Mehr Informationen zu Ihren Brecher Feuerwehren unter:

www.Feuerwehr-Niederbrechen.de

www.Feuerwehr-Oberbrechen.de

www.Feuerwehr-Werschau.de

© Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de