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Mit Last und ohne Abgase, trotzdem zügig durch die Stadt, keine Probleme mit Parkplätzen – das geht, heute schon. Am Dienstag, 28. Mai, bestand die Gelegenheit, das auch einmal auszuprobieren, denn auf dem Neumarkt gastierte die Cargobike Roadshow. Elf Städte in elf Tagen absolviert diese Tour, die Transportfahrräder mit E-Antrieb verschiedener Hersteller präsentiert – in Limburg unterstützt durch die in der Stadt ansässigen Fahrradhändler. ...weiterlesen "Limburg: Lastenräder werben für einen Umstieg"

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat lobt gemeinsam mit dem Deutschen Landkreistag und weiteren Partnern die siebte Runde des Wettbewerbs „Menschen und Erfolge" aus. ...weiterlesen "Wettbewerb „Menschen und Erfolge: Lebenswerte Stadt- und Ortskerne in ländlichen Räumen“"

Annelie Bopp-Simon, Leiterin der Stabsstelle für Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung in der Limburger Stadtverwaltung, ist zur Vizepräsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) gewählt worden. Sie vertritt dabei die im öffentlichen Dienst beschäftigten Stadtplaner. ...weiterlesen "Limburger Stadtplanerin wird Vizepräsidentin"

In der Notstromversorgung eines Bad Camberger Geschäftshauses kam es am Dienstag aus bislang ungeklärter Ursache zum Brand zweier Batterien .Durch das schnelle und umsichtige Eingreifen der Camberger und Erbacher Einsatzkräfte konnte der Übergriff auf weitere Akkumulatoren verhindert werden. Unter Atemschutz löschten die Feuerwehrleute den Brand mit einem Kohlensäurelöscher und untersuchten mit der Wärmebildkamera, ob weitere Zellen betroffen waren.

Anschließend wurde das Gebäude mit einem Hochdrucklüfter entraucht bzw. belüftet. Die Einsatzkräfte demontierten die vom Brand betroffenen Zellen und brachten sie ins Freie. Vor Ort war ebenfalls der Notdienst des Energieversorgers Syna. © Feuerwehr Bad Camberg / Helmut Thies

  1. Roller entwendet, Sonntag, 26.05.2019, 23:00 Uhr - Montag,

27.05.2019, 13:00 Uhr, Weilmünster, Marktplatz, (hf) Unbekannte haben einen blauen Malaguti Roller am Marktplatz in Weilmünster gestohlen.

Der im Helmfach befindliche Schutzhelm wurde durch die Täter am Tatort zurückgelassen. ...weiterlesen "Roller entwendet, Frontalzusammenstoß auf der B8, Fahrradfahrerin verletzt sich bei Sturz schwer, Unfallflucht in Dehrn"

Seine Stimme, seine helfende Hand und sein Rat werden fehlen

 

Wenn jemand in Werschau den Namen Gerhard Jung hört, verbindet er damit unweigerlich den bis Ende 2017 bestehenden Männergesangverein 1889 Frohsinn Werschau, den er in über 40 Jahren als Vorsitzender maßgeblich mit prägte und für dessen Fortbestand er sich stets einsetzte. Aber nicht nur für den MGV „Frohsinn“ sondern auch für das kulturelle Leben im Dorf engagierte er sich.

 

Gerhard Jung erblickte 1934 in Werschau das Licht der Welt, die Kindheit verbrachte er in seinem Heimatdorf.

1952 wurde er Mitglied beim Männergesangverein Frohsinn. Sein gesangliches Talent stellte er erstmals 1953 bei der musikalischen Begleitung der Sternsinger im Ort unter Beweis. Seit 1962 fungierte er insgesamt 10 Jahre als stellvertretender- und ab 1975 als erster Vorsitzender, ein Amt, das er insgesamt 43 Jahre bis zur Auflösung des Vereins 2017 innehatte. In dieser Zeit hat er viel für den Verein getan; mit seinem Vorstand organisierte er beispielsweise 5 große Jubiläumsfeste, zahlreiche Konzerte, Ausflüge sowie Familien- und Theaterabende. Kurze Zeit engagierte er sich auch im Sängerkreis Kirberger Land.

Der begeisterte Sänger war auch 1970 Gründungsmitglied vom Kirchenchor St. Georg Werschau.

Seine soziale Einstellung führte dazu, dass er insgesamt fast 70 Jahre Mitglied in der Feuerwehr war. Er unterstütze weitere Werschauer Vereine und fungierte bei zahlreichen Treffen auch als deren „Sprecher“.

In der noch selbstständigen Gemeinde Werschau war er von 1968 bis 1971 Gemeindevertreter, danach 1 Jahr Staatsbeauftragter in der Gemeindevertretung Brechen sowie 1974 einige Monate Beigeordneter im Gemeindevorstand. Seit 1976 war er Mitglied im Ortsgericht Brechen I (zuständig für Niederbrechen und Werschau).

 

Beim Arbeitskreis Historisches Brechen half er seit 2006 nicht nur mit, das Heimatmuseum aufzubauen, sondern er stand auch bei dessen Öffnungszeiten sowie bei Ortsrundgängen in Werschau als Ansprechpartner zur Verfügung. Sein umfangreiches Wissen von früher brachte er auch seit 2004 im Werschauer Gesprächskreis ein, bis Anfang 2019 fehlte er in fast keinem der 130 Treffen.

Von den handwerklichen Fähigkeiten des gelernten Anstreichers profitierte nicht nur der Freundeskreis Berger Kirche, sondern der ganze Ort. So hat er bei vielen Anlässen gekonnt „Farbe“ ins dörfliche Leben gebracht; unvergesslich sind seine prächtig gestalteten Bühnenbilder bei Festen.

 

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Gerhard Jung für sein Engagement vielfältig geehrt wurde: u.a. 1989 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen, 2008 auf dem Bürger- und Vereinsforum Brechen, 2010 mit der Goldenen Ehrennadel vom Diözesan-Cäcilien-Verband für 40 Jahre Singen im Kirchenchor oder 2014 mit dem Ehrenbrief vom Hessischen Sängerbund für „40 Jahre 1. Vorsitzender“. Darüber hinaus ehrten ihn die Vereine für eine langjährige Mitgliedschaft.

 

Selbstverständlich ließ es sich der gesellige Mitbürger nicht nehmen, seit 1962 fast jeden Sonntagabend zum Stammtisch „Frohe Runde“ in die Gastwirtschaft neben seinem Wohnhaus zu gehen. Auch verpasste er in den letzten Jahren fast keinen Seniorennachmittag im Pfarrsaal.

 

Gerhard Jung verstarb am Freitag, 24.05. zu Hause, er hinterlässt seine Ehefrau Marianne, 2 Söhne sowie 5 Enkelkinder. Sicherlich werden ihm viele Bürger am kommenden Dienstag, 04.06.2019 um 14:00 Uhr bei der Trauerfeier in der Werschauer Pfarrkirche mit anschließender Beerdigung auf dem Berger Friedhof die letzte Ehre erweisen. © Ullrich Jung