Springe zum Inhalt

Oberwesterwaldbahn soll schneller fahren dürfen

Regierungspräsidium Gießen leitet eisenbahnrechtliches Anhörungsverfahren zur Geschwindigkeitserhöhung auf der Strecke zwischen Limburg und Altenkirchen ein – Pläne ab Montag, 17. Mai, einsehbar

Gießen/Limburg/Hadamar. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Limburg und Altenkirchen ist eine Geschwindigkeitserhöhung von zurzeit 60 auf bis zu 80 Stundenkilometer vorgesehen. Das Regierungspräsidium Gießen hat das eisenbahnrechtliche Anhörungsverfahren für das Vorhaben auf der Eisenbahnstrecke in den Gemarkungen Limburg, Staffel und Niederhadamar eingeleitet. Den Antrag hierfür hat die DB Netz AG gestellt.

Hierdurch soll das Angebot verbessert werden, indem die Fahrzeiten kürzer werden und optimierte Anschlüsse an den Knotenbahnhöfen erreicht werden. Um dies zu erreichen, werden drei Bahnübergänge erstmals technisch und ein weiterer mit Umlaufsperre gesichert sowie an einem fünften die technische Sicherung geändert. Darüber hinaus sind auf Teilstrecken Baumaßnahmen geplant, um die Strecke an die erhöhte Geschwindigkeit anzupassen. Außerdem sollen zwei Schallschutzwände im Bereich „Limburger Weg“ errichtet und Habitate für den Amphibienschutz angelegt werden.

Die Planunterlagen zum Vorhaben werden von Montag, 17. Mai, bis einschließlich Mittwoch, 16. Juni, auf der Homepage des Regierungspräsidiums Gießen (www.rp-giessen.hessen.de – Rubrik: „Presse“ – „Öffentliche Bekanntmachungen“) veröffentlicht und können dort eingesehen werden. Ergänzend dazu liegen die Planunterlagen in dem gleichen Zeitraum in den Rathäusern der Städte Limburg und Hadamar zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Wegen der derzeitigen COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten zu den Stadtverwaltungen können die Planunterlagen nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache in den Rathäusern eingesehen werden.

Bei der Stadt Limburg ist dies nach Absprache mit dem Bürgerbüro unter der Telefonnummer 06431 203-123 während der Dienststunden (montags, donnerstags und freitags 8:30 bis 12 Uhr, dienstags 7 bis 12 Uhr, mittwochs 8:30 bis 14 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr) möglich. Bei der Stadt Hadamar ist dies nach Absprache unter der Telefonnummer 06433 89-129 während der Dienststunden (montags bis freitags 8 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr) möglich.

Betroffene sowie Institutionen, Verbände und Vereinigungen haben die Möglichkeit, bis Mittwoch, 30. Juni, Einwände zu erheben. Den Magistraten der Städte Limburg und Hadamar sowie weiteren zu beteiligenden Behörden wurden die Planunterlagen mit der Bitte um Stellungnahme bis zu diesem Termin zugesandt.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens wird sich das Regierungspräsidium – gegebenenfalls im Rahmen eines Erörterungstermins – mit allen Einwendungen und Stellungnahmen befassen. Anschließend werden die Ergebnisse in Form eines Berichts zusammen mit den Planunterlagen dem Eisenbahn-Bundesamt in Frankfurt am Main vorgelegt, das dann den Planfeststellungsbeschluss erlässt und somit über die Schaffung des Baurechts entscheidet. © RP-Gießen