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Oberwesterwaldbahn: Regierungspräsidium Gießen leitet Planunterlagen mit befürwortendem Bericht weiter · Entscheidung liegt jetzt beim Eisenbahn-Bundesamt

Gießen/Limburg/Hadamar. Die Geschwindigkeitserhöhung auf der Eisenbahnstrecke von Limburg über Altenkirchen nach Au (Sieg) rückt für den Planfeststellungsabschnitt im Landkreis Limburg-Weilburg näher. Das Regierungspräsidium Gießen hat im Anschluss an das Anhörungsverfahren zum Planfeststellungsverfahren die Unterlagen mit einem befürwortenden Bericht an das Eisenbahn-Bundesamt in Frankfurt weitergeleitet. Dieses entscheidet nun über die Planfeststellung und das daraus resultierende Baurecht.

Auf dem Streckenabschnitt Limburg – Altenkirchen ist eine Geschwindigkeitserhöhung von zurzeit 60 auf bis zu 80 Stundenkilometer vorgesehen. Die kürzeren Fahrzeiten und die optimierten Anschlüsse an den Knotenbahnhöfen sollen das Angebot qualitativ verbessern. Damit die Züge schneller fahren können, sind bauliche Maßnahmen erforderlich. So müssen drei Bahnübergänge erstmalig technisch gesichert, die technische Sicherung an einem weiteren geändert und an einem fünften Bahnübergang eine Umlaufsperre geschaffen werden. Zudem sind auf Teilstrecken sowohl Oberbaumaßnahmen zur Anpassung der Trassierung an die erhöhte Geschwindigkeit als auch die Errichtung zweier Schallschutzwände im Bereich „Limburger Weg“ geplant. Außerdem werden Amphibienhabitate angelegt.

In dem Anhörungsverfahren haben die anerkannten Naturschutzvereinigungen und sonstigen Vereinigungen keine Stellungnahmen und Einwendungen erhoben. Mit den Behörden und Stellen sowie Privatpersonen, deren Belange und Aufgabenbereiche durch das Vorhaben berührt werden, konnte weitgehend das Einvernehmen hergestellt werden. © RP-Gießen