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Naturschutzpreis des Kreisverbandes Limburg der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) für Willibald Schermuly

Für die „Arterhaltung und Duldung von Mehlschwalbennestern an ihren Gebäuden“ wurden gestern Willibald Schermuly (Niederbrechen) und  Rainer und Gabriele Stahl, (Aumenau) mit dem Naturschutzpreis des Kreisverbandes Limburg der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) geehrt

Der 82 jährige Willibald Schermuly hat Zeit seines Lebens eine intensive Beziehung zur Natur, wie er sagt und so ist es für ihr keine Frage, dass er an seinem Haus in Niederbrechen die rund 40 Mehlschwalbennester duldet, auch wenn hierdurch mehr Kehraufkommen unter den Nestern auf der Straße entsteht. Er freut sich an dem Anblick der Schwalben an seinem Hof, bei dem zur Zeit neben Mehl – auch 5 Rauchschwalben dieses Jahr ihr Sommerquartier haben. Dieses Jahr seien sie spät zurückgekehrt, der früheste Zeitpunkt, erinnert der Senior sei einmal der 13. März gewesen. Der 83-jährige hat noch immer noch ein waches Auge auf die Natur: Dieses Jahr, so sein Befund, sind auffallend weniger Turmfalken zu beobachten. Die Delegation des HGON- Arbeitskreises unter ihrem Leiter Dieter Stahl überbrachte deshalb gerne ihre Anerkennung und ein Buchgeschenk. Der Bestand an Schwalben sei dramatisch zurückgegangen, so Stahl, um so wichtiger sei das Engagement von Bürgern für die Natur. Gleiches gilt für das Ehepaar Rainer und Gabriele Stahl aus Aumenau, die sich ebenfalls über die Auszeichnung gestern freuen konnten. Auch das Ehepaar duldet die Schwalbennester an ihrem Haus in Aumenau und freut sich seit Jahren auf die Tiere, wenn sie als Sommerboten zurückkommen. In Aumenau hat man mit einer Aluminium - Schiene das Schmutzproblem gelöst. Kein Thema der Aufwand für die Aumenauer Naturfreunde.
Für die Auszeichnung, so Dieter Stahl sei das Ehepaar Stahl aus Aumenau von Frau Christine Hrbek vorgeschlagen worden. "Der Grund ist, dass Sie an Ihrem Wohnhaus Mehlschwalbennester nicht nur dulden, sondern auch erkannt haben, dass die Schwalben mittlerweile mehr Schutz benötigen als je zuvor." so Stahl. Die Schwalben haben einen Schutzstatus nach dem Naturschutzgesetz. Demnach sei es streng verboten, Schwalbennester zu entfernen. Die Schwalben seien die Vorboten des Sommers, aber der Bestand nehme immer mehr ab; Kolonien wie an Häusern seien sehr selten geworden. "Das Nest wird von beiden Schwalbeneltern gemeinsam gebaut. Leider haftet das Baumaterial bei den neuen Verputzen, da diese Kunststoffanteile besitzen, sehr schlecht, so dass fast keine neuen Nester mehr gebaut werden. Dies bedeutet dann auch einen Rückgang der Populationen." so der Naturschützer. © Dieter Stahl / HGON