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Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung auf Bildungsfahrt in Weimar

Limburg-Weilburg/Weimar. 20 Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg waren auf einer viertägigen Bildungsfahrt in Weimar unterwegs. Die Veranstaltung fand zum ersten Mal statt und wurde von Pia Stöckl und Martin Lunz vom Sachgebiet Aus- und Fortbildung sowie von Cara Basquitt vom Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg organisiert und begleitet. Ein bewegender Moment für alle war der Besuch der Gedenkstätte im früheren Konzentrationslager Buchenwald. Dort starben während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten im Dritten Reich über 56.000 Menschen. In Weimar haben die Auszubildenden und Dual-Studierenden nach einem Rundgang durch Schillers Wohnhaus und Goethes Nationalmuseum auch noch das Bauhaus-Museum besucht und einen informativen Stadtrundgang gemacht. Weimar in Thüringen ist für die Epoche der Weimarer Klassik bekannt, einer humanistisch-kulturellen Bewegung.
In Friedrich Schillers ehemaligem Wohnhaus an der Esplanade verlebte der Dichter seine letzten drei Lebens- und Schaffensjahre. Hier entstanden die großen Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“, bevor der Dichter 1805 in seinem Arbeitszimmer starb. Noch heute sind dort der originale Schreibtisch und Schillers Bett zu sehen. Das Goethe-Nationalmuseum ist das bedeutendste Museum zur Präsentation und Erforschung von Leben und Werk Johann Wolfgang von Goethes. Es beherbergt einen einzigartigen Schatz: das Wohnhaus des Dichters mit originalen Einrichtungs- und Sammlungsgegenständen. Besucht wurde auch das Bauhausmuseum. Das Bauhaus war eine 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Kunstschule. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Das Bauhaus gilt heute als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.
Bewegendster Moment für alle Nachwuchskräfte des Landkreises Limburg-Weilburg war aber der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. In dem KZ auf dem Ettersberg bei Weimar und seinen 139 Außenlagern waren insgesamt fast 280.000 Menschen inhaftiert. Das Fazit der Teilnehmenden nach dem Besuch lautet, dass Gedenkstättenbesuche auch künftigen Auszubildenden und Dual-Studierenden angeboten werden sollten. Teilnehmerin Jana Jeuck: „Da ich bisher noch nie eine Gedenkstätte besucht habe, war es für mich ein sehr prägender und emotionaler Tag. Zu was Menschen in der Vergangenheit fähig waren, ist kaum in Worte zu fassen. Ich finde es wichtig, dass auch heute noch deutlich an die Zeit erinnert wird. Denn in meinen Augen ist es nicht ausgeschlossen, dass dies wieder passieren kann. Man muss aufklären und allen Menschen vor Augen führen, dass Hass, Ausgrenzung und ideologische Werte zu keiner Zeit ein Gewinn für die Gesellschaft darstellen, egal wie „schlecht“ es jemandem geht.“
Die Fahrt wird sicherlich zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie dem Teamgeist untereinander beitragen. Darum sind Landrat Michael Köberle solche Angebote enorm wichtig. Pia Stöckl, Referatsleiterin für Aus- und Jugendbildung beim Landkreis, freut sich, dass außer den vor Prüfungen stehenden oder durch Fachhochschul-Seminare Verhinderten alle Auszubildenden und Dual-Studierenden der Kreisverwaltung an der Fahrt teilnahmen. Denn durch die Pandemiezeit war die letzten beiden Jahre nur wenig an Gruppenaktivitäten möglich. Wie Pia Stöckl berichtet, gibt es im Rahmen der Ausbildung beim Landkreis normalerweise viele Aktivitäten, die die Auszubildenden des Landkreises Limburg-Weilburg bei ihrer Entwicklung hin zu verantwortungsbewussten Menschen fördern. Unter anderem beinhaltet die Ausbildung das mehrtägige Sozialkompetenztraining, Lernen unter freiem Himmel, ein Sozialkompetenztraining, ein Knigge-Seminar in Kooperation mit der Kreissparkasse Limburg sowie ein Seminar „Interkulturelle Kompetenzen“.
Pia Stöckl erklärt: „Unsere Auszubildenden sollen über den Tellerrand hinausschauen“. Bei der Aufbereitung des Gedenkstättenbesuchs befassten sich die Jugendlichen beispielsweise mit dem Thema Verantwortung. Stöckl ist froh, dass endlich wieder Gruppenveranstaltungen möglich sind, denn ohne die persönlichen Begegnungen Lernen im Freien habe im Rahmen der Ausbildung trotz aller alternativen Online-Angebote doch etwas gefehlt. Durch solche Bildungsfahrten würden nicht nur engere Bindungen zwischen den Auszubildenden, sondern auch zu den Verantwortlichen in der Ausbildungsleitung entstehen. „Jeder soll spüren, dass wir auf ein vertrauensvolles Miteinander Wert legen und jeder bei Problemen zu uns kommen kann“, betont Stöckl.

 

Limburg-Weilburg/Weimar. 20 Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg waren auf einer viertägigen Bildungsfahrt in Weimar unterwegs. Die Veranstaltung fand zum ersten Mal statt und wurde von Pia Stöckl und Martin Lunz vom Sachgebiet Aus- und Fortbildung sowie von Cara Basquitt vom Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg organisiert und begleitet. Ein bewegender Moment für alle war der Besuch der Gedenkstätte im früheren Konzentrationslager Buchenwald. Dort starben während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten im Dritten Reich über 56.000 Menschen. In Weimar haben die Auszubildenden und Dual-Studierenden nach einem Rundgang durch Schillers Wohnhaus und Goethes Nationalmuseum auch noch das Bauhaus-Museum besucht und einen informativen Stadtrundgang gemacht. Weimar in Thüringen ist für die Epoche der Weimarer Klassik bekannt, einer humanistisch-kulturellen Bewegung.
In Friedrich Schillers ehemaligem Wohnhaus an der Esplanade verlebte der Dichter seine letzten drei Lebens- und Schaffensjahre. Hier entstanden die großen Dramen „Die Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“, bevor der Dichter 1805 in seinem Arbeitszimmer starb. Noch heute sind dort der originale Schreibtisch und Schillers Bett zu sehen. Das Goethe-Nationalmuseum ist das bedeutendste Museum zur Präsentation und Erforschung von Leben und Werk Johann Wolfgang von Goethes. Es beherbergt einen einzigartigen Schatz: das Wohnhaus des Dichters mit originalen Einrichtungs- und Sammlungsgegenständen. Besucht wurde auch das Bauhausmuseum. Das Bauhaus war eine 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Kunstschule. Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Das Bauhaus gilt heute als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.
Bewegendster Moment für alle Nachwuchskräfte des Landkreises Limburg-Weilburg war aber der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. In dem KZ auf dem Ettersberg bei Weimar und seinen 139 Außenlagern waren insgesamt fast 280.000 Menschen inhaftiert. Das Fazit der Teilnehmenden nach dem Besuch lautet, dass Gedenkstättenbesuche auch künftigen Auszubildenden und Dual-Studierenden angeboten werden sollten. Teilnehmerin Jana Jeuck: „Da ich bisher noch nie eine Gedenkstätte besucht habe, war es für mich ein sehr prägender und emotionaler Tag. Zu was Menschen in der Vergangenheit fähig waren, ist kaum in Worte zu fassen. Ich finde es wichtig, dass auch heute noch deutlich an die Zeit erinnert wird. Denn in meinen Augen ist es nicht ausgeschlossen, dass dies wieder passieren kann. Man muss aufklären und allen Menschen vor Augen führen, dass Hass, Ausgrenzung und ideologische Werte zu keiner Zeit ein Gewinn für die Gesellschaft darstellen, egal wie „schlecht“ es jemandem geht.“
Die Fahrt wird sicherlich zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie dem Teamgeist untereinander beitragen. Darum sind Landrat Michael Köberle solche Angebote enorm wichtig. Pia Stöckl, Referatsleiterin für Aus- und Jugendbildung beim Landkreis, freut sich, dass außer den vor Prüfungen stehenden oder durch Fachhochschul-Seminare Verhinderten alle Auszubildenden und Dual-Studierenden der Kreisverwaltung an der Fahrt teilnahmen. Denn durch die Pandemiezeit war die letzten beiden Jahre nur wenig an Gruppenaktivitäten möglich. Wie Pia Stöckl berichtet, gibt es im Rahmen der Ausbildung beim Landkreis normalerweise viele Aktivitäten, die die Auszubildenden des Landkreises Limburg-Weilburg bei ihrer Entwicklung hin zu verantwortungsbewussten Menschen fördern. Unter anderem beinhaltet die Ausbildung das mehrtägige Sozialkompetenztraining, Lernen unter freiem Himmel, ein Sozialkompetenztraining, ein Knigge-Seminar in Kooperation mit der Kreissparkasse Limburg sowie ein Seminar „Interkulturelle Kompetenzen“.
Pia Stöckl erklärt: „Unsere Auszubildenden sollen über den Tellerrand hinausschauen“. Bei der Aufbereitung des Gedenkstättenbesuchs befassten sich die Jugendlichen beispielsweise mit dem Thema Verantwortung. Stöckl ist froh, dass endlich wieder Gruppenveranstaltungen möglich sind, denn ohne die persönlichen Begegnungen Lernen im Freien habe im Rahmen der Ausbildung trotz aller alternativen Online-Angebote doch etwas gefehlt. Durch solche Bildungsfahrten würden nicht nur engere Bindungen zwischen den Auszubildenden, sondern auch zu den Verantwortlichen in der Ausbildungsleitung entstehen. „Jeder soll spüren, dass wir auf ein vertrauensvolles Miteinander Wert legen und jeder bei Problemen zu uns kommen kann“, betont Stöckl. © Landkreis Limburg-Weilburg