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   Nach Brandstiftung in Drogerie: Beherzte Kundin erleidet Rauchvergiftung · Angst verbreitet – Ausnüchterung folgt

Bad Vilbel: Zu einem Löscheinsatz der Feuerwehr kam es am Montag gegen 19.40 Uhr in einer Drogerie in der Frankfurter Straße. Ein Jugendlicher hatte im ersten Obergeschoss einen Rucksack in der Auslage angesteckt. Das Feuer griff auf weitere, dort aufgehängte Rucksäcke über. Eine Kundin beobachtete die Szene und griff beherzt nach einem Feuerlöscher, um die Flammen zu ersticken. Sie erlitt hierbei eine Rauchvergiftung und musste in ein Krankenhaus verbracht werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 5000 Euro an Ware und Inventar. Das Gebäude wurde offenbar dank des zeitnahen Löscheinsatzes nicht beschädigt. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei in Bad Vilbel einen etwa 14-jährigen Jugendlichen mit dunklen, mittellangen Haaren. Er soll ca. 165 cm groß und schlank sein. Bekleidet sei er mit einer schwarz-blau gestreiften Jacke und dunkler Hose gewesen. Hinweise nimmt die Polizei in Bad Vilbel, Tel.: 06101/5460-0 entgegen.

UPDATE 05.09.2018

Feuerteufel stellt sich:    Bad Vilbel: Der Brandstifter, der am Montag Rucksäcke in der Auslage einer Drogerie in der Frankfurter Straße entzündete, ist ermittelt. Am Dienstag gegen 16 Uhr erschien der 10-Jährige mit seiner Mutter am Ort des Geschehens und räumte seine Missetat ein.

Über die Motive des Jungen aus einem Vilbeler Ortsteil ist bislang jedoch nichts bekannt. Das Strafverfahren gegen das Kind wird mangels Schuldfähigkeit eingestellt werden. Es bleibt dennoch die Frage der Schadensregulierung des Brandschadens und Feuerwehreinsatzes.

 

  

 

Angst verbreitet - Ausnüchterung folgt

   Ein Notruf aus einem Lokal in der Lohstraße erreichte am Montag kurz nach 21 Uhr die Leitstelle der Polizei. Im Lokal hielt sich ein merkwürdiger Gast auf. Der Mann verhalte sich auffällig, wirke verwirrt und führe ein großes Messer mit sich. Schließlich habe er das Lokal wieder verlassen und sich in den Kurpark begeben. Offenbar hatte der 30-jährige Wohnsitzlose das Messer einer Gruppe von Leuten im Kurpark gezeigt. Diese reagierten besonnen und konnten ihn überreden, die Waffe abzulegen. Bis zum Eintreffen der Polizei kurz darauf, hielten sie den Mann fest. Er wehrte sich nicht. Das Messer bekommt der Mann wohl nicht wieder. Aufgrund seiner starken Alkoholisierung, ein Atemalkoholtest ergab 2,8 Promille, verbrachten ihn die Gesetzeshüter auf die Polizeistation, wo er in der Arrestzelle blieb, bis er wieder nüchtern war. Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen Bedrohung.

 

©            Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau