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Mittwoch-Wochenmarkt: Zahl der Beschicker soll erhöht werden

Limburg. Von einst 13 Beschickern des Mittwoch-Wochenmarktes auf dem Neumarkt nehmen aktuell vier Beschicker regelmäßig teil und zusätzlich die Betreiber der Dauermarktstände. Der Magistrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit den Gründen und möglichen Lösungen beschäftigt.

Nach ersten Gesprächen mit dem „Landesverband für Markthandel und Schausteller Hessen“ und dem bundesweit agierenden Veranstalter „Deutschen Marktgilde“ handelt es sich dabei nicht um eine Limburg-spezifische Problematik. Vielmehr sei insgesamt die Tendenz zu beobachten, dass ein weiterer Wochenmarkttag gegenüber dem Samstag-Wochenmarkt deutlich an Bedeutung verliere.

„Wir müssen das Hauptaugenmerk darauflegen, die Zahl der regelmäßig teilnehmenden Beschicker zu erhöhen und dadurch möglichst viele Wochenmarkt-spezifische Produkte anzubieten“, sagt der 1. Stadtrat Michael Stanke. Dazu bedarf es möglichst gezielter Maßnahmen, um potenzielle Neubeschicker zu erreichen. Wie genau dies aussehen kann, wird in weiteren Gesprächen mit dem Landesverband und der Marktgilde erörtert.

Um den Mittwoch-Wochemarkt zu beleben wurden in Abstimmung mit den Marktbeschickern bereits verschiedene Anpassungen vorgenommen. Im September 2018 wurden die Marktzeiten umgestellt – zunächst auf von 16 bis 20 Uhr, kurze Zeit später auf von 15 bis 20 Uhr und schließlich auf von 11 bis 18 Uhr. Variable Marktzeiten mit verbindlichen Kernzeiten, die von den Beschickern gefordert wurden, hält der 1. Stadtrat Stanke für nicht praktikabel: „Damit ist kein geordneter Marktbetrieb gewährleistet.“

Eine lockere Bestuhlung im Bereich des Georgsbrunnens wurde etabliert und sehr gut angenommen. Ein Beschicker verkauft in diesem Bereich mit Erfolg Kaffee.

Auch ein Rahmenprogramm mit Aktionen wie Showkochen oder einer Unterrichtsstunde auf dem Wochenmarkt wurde mit guter Resonanz getestet. Eine Fortführung durch die Marktbeschicker wäre durchaus denkbar.
Eine weitere Anpassung ist die Zulassung mobiler Gastronomie. Zunächst gab es Interesse von Anbietern. Ein mobiler Imbisstand zog seine Bewerbung wegen anderweitiger Einsätze jedoch wieder zurück, der Weinstand nimmt mittlerweile nicht mehr mittwochs, sondern nur noch samstags am Wochenmarkt teil und auch der Anbieter von spanischem Fettbegackenem hat sich für den Samstag entschieden.

Weitere Werbung ist zurzeit nicht geplant. Ein Hinweis an den Ortseingangsschildern des City-Rings konnte aus Platzgründen nicht angebracht werden. Stanke sieht das Hauptproblem jedoch auch nicht im mangelnden Bekanntheitsgrad des Marktes, sondern in der Anzahl der Stände.

In Gesprächen wurden die Gründe für das Fernbleiben der bisherigen Marktbeschicker ermittelt. Sie reichen von persönlichen Gründen wie Alter und oder Krankheit über die geänderten Marktzeiten bis hin zu mangelnder Rentabilität. Letzteres lässt sich an der Anzahl der Kunden festmachen, die unter der Woche deutlich geringer ist, als am Samstag. Das liegt einerseits daran, dass potentielle Kunden selbst einer Arbeit nachgehen und ihre Einkäufe zum Wochenende hin erledigen und andererseits daran, dass sie unter der Woche zahlreiche Nahversorgungsangebote in der Nähe ihres Wohnortes oder Arbeitsplatzes nutzen.

Wer Interesse hat, am Wochenmarkt teilzunehmen kann sich bei Christoph Lebermelden unter der Telefonnummer (06431) 203-372 oder per E-Mail unter christoph.leber@stadt.limburg.de.  © Stadt Limburg