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Mikrozensus 2019 — Größte jährliche Haushaltsbefragung in Hessen gestartet

(4/2019)
• Mikrozensus 2019 in Hessen gestartet
• 30 000 Haushalte werden über das Jahr verteilt zu Themen wie Familie, Arbeit und Bildung befragt
• Monatlich werden rund 2500 Haushalte befragt
• Mitwirkung ist verpflichtend
• Geschulte Erhebungsbeauftragte unterstützen bei der Beantwortung der Fragen
Was ist der Mikrozensus?

Wie viele Familien mit Kindern gibt es in Hessen? Wie steht es um die schulische und berufliche Bildung der Hessen? Wie hoch ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im Land? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der Mikrozensus. Diese Haushaltsbefragung wird bereits seit 1957 bei 1 Prozent aller Haushalte in Deutschland durchgeführt und ist die größte jährliche Befragung ihrer Art in Europa. Sie erstreckt sich von Januar bis Dezember gleichmäßig über das gesamte Jahr.
Wer wird gefragt?
Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, werden auch im Jahr 2019 hessenweit wieder etwa 60 000 Personen in rund 30 000 Haushalten im Rahmen des Mikrozensus befragt. Welche Anschriften für den Mikrozensus befragt werden müssen, entscheidet ein mathematisches Zufallsauswahlverfahren. Die Angaben aller Personen, die unter den ausgewählten Anschriften wohnen, sind gleichermaßen wichtig, egal ob sie noch zur Schule gehen, einen Beruf ausüben, sich der Kindererziehung widmen oder sich bereits im Ruhestand befinden.
Wie wird gefragt?
Für die Befragung sind im Auftrag des Hessischen Statistischen Landesamts rund 150 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte als Interviewerinnen und Interviewer in den Städten und Gemeinden unterwegs. Sie unterstützen die Haushalte bei der Beantwortung der Fragen. Ihren Besuch kündigen sie einige Tage zuvor durch ein Anschreiben samt begleitendem Informationsmaterial bei den Haushalten an. Die Erhebungsbeauftragten können sich durch Vorlage eines Ausweises des Hessischen Statistischen Landesamts legitimieren und sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.
Die einfachste und schnellste Art für die Beantwortung der Fragen ist das persönliche Interview mit den geschulten Erhebungsbeauftragten. Sollte aus terminlichen oder anderen Gründen eine persönliche Befragung nicht möglich sein, können die Auskünfte der bzw. dem Erhebungsbeauftragten telefonisch erteilt werden. Alternativ können die Haushalte einen Papierfragebogen ausfüllen. Alle Angaben werden nach den gesetzlichen Bestimmungen geheim gehalten und dürfen ausschließlich für statistische Zwecke verwendet werden.
Um repräsentative Ergebnisse für alle Bevölkerungsgruppen zu bekommen, ist die Beantwortung der meisten Fragen verpflichtend. Dies ist im Mikrozensusgesetz festgeschrieben. Auf Fragen, deren Beantwortung freiwillig ist, wird gesondert hingewiesen.
Was wird gefragt?
Im Wesentlichen werden im Mikrozensus Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, schulische und berufliche Bildung, Erwerbstätigkeit, Arbeitssuche oder Lebensunterhalt erhoben. Die gewonnenen Informationen stellen für Politik, Wissenschaft und Medien, aber auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger, eine wichtige Informationsquelle dar.
Information zum Mikrozensus und für teilnehmende Haushalte unter: https://statistik.hessen.de/mikrozensus.
Der Flyer „Mikrozensus in Hessen“ bietet einen Überblick über die Auswertungsmöglichkeiten der Mikrozensusergebnisse.
Das Hessische Statistische Landesamt sucht landesweit Erhebungsbeauftragte für den Mikrozensus. Interessierte können sich per E-Mail unter der Adresse mikrozensus-interviewer@statistik.hessen.de an das Hessische Statistische Landesamt wenden. Weiterführende Informationen unter: https://statistik.hessen.de/interviewer-gesucht.

© Hessisches Statistisches Landesamt