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LM: Interkulturelle Woche: Lesungen, Filme, Diskussionen

Die Corona-Pandemie hat das tägliche Leben verändert und stellt die Menschen vor viele Herausforderungen. Dabei wird deutlich, wie lebensnotwendig eine solidarische Grundhaltung in der Gesellschaft ist. Daher wollen die Akteure der Interkulturellen Woche von Sonntag, 20. September, bis Sonntag, 4. Oktober, dazu ermutigen, kreativ nach Möglichkeiten und Formaten zu suchen, wie das Motto der Woche „Zusammen leben, zusammen wachsen“ umgesetzt werden kann. Der Eintritt ist, wenn nicht anders angegeben, frei.
„Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt zu setzen“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist.
Der Auftakt der Interkulturellen Woche ist eine Online-Lesung mit Rostam Nazari. Am Mittwoch, 23. September, liest der afghanische Autor von 18 bis 20 Uhr aus seiner Autobiografie und gibt dabei Einblick in sein Aufwachsen in Afghanistan, der Flucht nach Deutschland, der Suche nach Bildung, Frieden und Freiheit. Nach der Anmeldung erhalten Interessierte einen Link, über den sie sich über den Computer oder das Telefon für die Lesung zuschalten können. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der E-Mail-Adresse j.lukas-larsen@caritas-limburg.de oder der Telefonnummer 0175/4106701.
Eine Ausstellung und einen Vortrag zum Thema Fairtrade und Kleidung gibt es am Donnerstag, 24. September, von 17 bis 19 Uhr im Kreishaus (Schiede 43). Die Ausstellung zeigt Porträts von Frauen aus Südostasien, die Kleidung nähen. Anschließend spricht die Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Verena Nijssen, darüber, welchen Einfluss das Konsumverhalten auf das Klima hat. Ausstellung und Vortrag finden im Sitzungssaal Westerwald statt. Eine Anmeldung ist erforderlich bei Verena Nijssen unter der Telefonnummer 06431/296-828 oder unter der E-Mail-Adresse klimaschutz@limburgweilburg.de oder bei WIR-Koordinatorin Meliha Delalic unter der Telefonnummer 06431/296-321 oder der E-Mail-Adresse m.delalic@limburg-weilburg.de.
„Tee mit Ayman“ heißt die Online-Lesung am Donnerstag, 24. September. Von 18 bis 20 Uhr liest die Autorin Astrid Ruppert aus ihrem Buch, das von ihrer Begegnung mit dem Syrer Ayman handelt. Ruppert erzählt dabei davon, wie zwei Kulturen aufeinandergeprallt sind und bringt ihre Zuhörer damit gleichermaßen zum Lachen und zum Weinen. Nach der Anmeldung erhalten Interessierte einen Link, über den sie sich über den Computer oder das Telefon für die Lesung zuschalten können. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der E-Mail-Adresse j.lukas-larsen@caritas-limburg.de oder der Telefonnummer 0175/4106701.
Am Freitag, 25. September, steht alles unter dem Motto Spiel und Spaß. Von 14 bis 17 Uhr findet der Blumenröder Spieletag im Treffpunkt Blumenrod (Bodelschwinghstraße 12) und im Quartiersbüro der Südstadt (Friedrich-Ebert-Straße 34) statt. Tischtennis, Brettspiele, Kicker oder E-Games werden angeboten, nachdem Bürgermeister Dr. Marius Hahn die Interkulturelle Woche mit einem Grußwort offiziell eröffnet hat. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Treffpunkt Blumenrod unter der Telefonnummer 06431/ 946003 oder der E-Mail-Adresse treffpunkt-blumenrod@caritaslimburg.de oder beim Quartiersbüro Südstadt unter der Telefonnummer 06431/7796316 oder unter der E-Mail-Adresse qm-limburg@qurban.de.
Eine Einführung ins rassismuskritische Denken gibt der Landkreis Limburg-Weilburg am Freitag, 25. September, von 16 bis 20 Uhr in der Theodor-Heuss-Schule (Freiherr-vom-Stein-Platz 1). Eine Anmeldung ist erforderlich bei Marie Ostermann unter der Telefonnummer 06431/296-399 oder unter der E-Mail-Adresse wir-koordination@limburg-weilburg.de.
Klassische Musik jüdischer Komponisten holt die jüdische Gemeinde in ihren Räumen in der Birkenallee 4 auf die Bühne. Am Dienstag, 29. September, spielt das „Abbracci Trio“ um 15 Uhr.
Am gleichen Tag ist um 20 Uhr (Einlass: 19.45 Uhr) der Spielfilm „Die Kinder von Windermere“ in der Jugendkirche CROSSOVER (Tilemannstraße 7) zu sehen. Der Film erzählt von 300 Kindern, die den Holocaust überlebten und 1945 nach England gebracht wurden, wo sie Hoffnung auf ein neues Leben gewannen. Anschließend gibt es eine Diskussionsrunde über Traumabewältigung und Neuanfang. Der Film ist geeignet für Kinder ab 12 Jahren. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der E-Mail-Adresse vielfalt@stadt.limburg.de oder der Telefonnummer 06431/203-251 oder -283.
Am Mittwoch, 30. September, steht das Trio „Blue Mango“ auf der Bühne des Kolpinghauses Limburg (Kolpingstraße 9) und spielt Flamenco, persische Kunstmusik und europäische Klassik. Es gibt jeweils um 18 Uhr und um 19.30 Uhr ein Konzert. Der Eintritt kostet zehn Euro (ermäßigt acht Euro). Karten gibt es unter der Telefonnummer 0171/2801405 oder an der Abendkasse.
Auch die katholische Kita Sankt Georg beteiligt sich an der interkulturellen Woche und bietet am Donnerstag, 1. Oktober, verschiedene Aktionen an. Von 8 bis 10 Uhr gibt es Kaffee der Kulturen, von 8 bis 13 Uhr ist die Ausstellung „Menschen und Rechte sind unteilbar“ zu sehen (auch am 2. Oktober zur gleichen Zeit) und um 18 Uhr wird der Film „Der Rassist in uns“ gezeigt. Alle Aktionen finden in der Kita in der Birkenallee 31 statt.
Am Freitag, 2. Oktober, um 18 Uhr wird in der Theodor-Heuss-Schule (Freiherr-vom-Stein-Platz 1) der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ gezeigt. Er gibt Einblick in die die größte Elektro-Deponie Ghanas. Anschließend ist eine Diskussionsrunde geplant. Eine Anmeldung ist erforderlich unter der Telefonnummer 06431/296-321 oder der E-Mail-Adresse m.delalic@limburg-weilburg.de.
Am Samstag, 3. Oktober laden die Moscheengemeinden in Limburg zum Tag der offenen Moschee ein.
Die Veranstaltungsorte sind barrierefrei zugänglich, bis auf das Kolpinghaus und einige Moscheen.
Anlässlich der Interkulturellen Woche bietet die Bücherei Schäfer in der Limburger Bahnhofstraße 4 einen Thementisch zu Flucht, Vertreibung und Migration an.
Weitere Veranstaltungen in Hadamar und Weilburg sind im Flyer zur Interkulturellen Woche zu finden oder unter www.weilburg.de und unter www.hadamar.de .
Die Interkulturelle Woche wird unterstützt von der Stadt Limburg und dem Caritasverband für den Bezirk Limburg.
Für alle Veranstaltungen gelten die Hygieneregeln nach aktuellen Covid19-Vorgaben. Aufgrund der Pandemie kann es kurzfristig zu Änderungen oder Einschränkungen kommen.
Mehr Infos unter: https://www.limburg.de/InterkulturelleWoche2020

Die Akteure der Interkulturellen Woche:
• Integrationsbeauftragte und Stadtarchivar der Stadt Limburg
• Caritasverband für den Bezirk Limburg
• Caritasverband für die Diözese Limburg
• Klimaschutzmanagement und Fachdienst Migration des Landkreises Limburg-Weilburg
• Quartiersmanagement Südstadt
• WIR-Projekt des Landkreises Limburg-Weilburg
• Jüdische Gemeinde
• Jugendkirche CROSSOVER
• Gegen unseren Willen e.V.
• Unterstützerkreis Flüchtlinge Linter
• Katholische KiTa St. Georg
• Moscheegemeinden in Limburg
• Stadt Hadamar
• Interkulturelles Familienzentrum Hadamar
• Ausländerbeirat Weilburg

Interkulturelle Woche
Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen.
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