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LKA-HE: Sicher unterwegs im Urlaub

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes und der Sperr-Notruf 116 116 e.V. geben Tipps für einen sicheren und entspannten Urlaub.

Berlin, 13. Juni 2018 - Zum Glück stehen die Sommerferien vor der Tür. Und wer den Urlaub richtig plant, kann ihn in vollen Zügen genießen. Ob Pauschalurlaub oder Abenteuertrip, die Geldversorgung auf Reisen will gut vorbereitet sein. Doch was gehört ins Portemonnaie?

   Das Wichtigste zuerst: Niemals nur auf ein Zahlungsmittel verlassen! Auf die Mischung kommt es an. Je nachdem, wohin die Reise geht, sollte man für verschiedene Lebenslagen gerüstet sein. Die Checkliste für Urlauber:

   - Nicht zu viel Bargeld mitnehmen - für die ersten Ausgaben

     reichen 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen. Fremde Währungen

     möglichst nur in Geldinstituten oder offiziellen Wechselstuben

     tauschen.

   - Vor der Abreise mit der Bank oder Sparkasse klären, ob die

     girocard für den Einsatz im Urlaubsland freigeschaltet ist,

     ggfls. das Auslandslimit für die Reisezeit anpassen und Details

     zu Gebühren für Abhebungen und Zahlungen erfragen.

   - Zwei gültige Zahlungskarten sollten auf Reisen dabei sein, denn

     nicht jede Karte ist überall einsetzbar und kann auch mal defekt

     sein.

   - Urlauber sollten ihre persönlichen Geheimzahlen (PIN) auswendig

     lernen.

   - PIN-Eingabe immer verdecken und darauf achten, dass ein

     Sicherheitsabstand zu anderen Personen gegeben ist.

   - Egal ob beim Bezahlen oder am Geldautomaten: Immer in

     Landeswährung abrechnen lassen und auf eine Euro-Umrechnung

     verzichten.

   - Beim Bezahlen immer die Zahlungskarte im Blick behalten und

     darauf achten, dass man die eigene Karte zurück bekommt.

   - Geldbeutel und andere Wertsachen nicht unbeaufsichtigt in Auto,

     Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung zurück lassen.

   - Bargeld, Zahlungskarten und Ausweispapiere in verschlossenen

     Innentaschen der Kleidung verteilen bzw. einen Brustbeutel

     nutzen. Besonders im dichten Gedränge verstärkt auf die

     Wertsachen achten.

 

   "Taschendiebe sind immer dort aktiv, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auf Märkten, Festen, Flaniermeilen oder an vollen Stränden", weiß Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Sie arbeiten sehr häufig in Gruppen, erklärt der Polizeibeamte: "Einer lenkt das Opfer ab, der zweite stiehlt die Wertsachen und übergibt sie an einen Dritten, der unerkannt in der Menge verschwindet."

 

   Wer den Verlust seiner Zahlungskarten bemerkt, sollte umgehend

handeln:

 

   - Veranlassen Sie die sofortige Sperrung aller Karten. Über den

     zentralen Sperr-Notruf +49 116 116 lassen sich alle girocards

     und die meisten Kreditkarten sperren.

   - Alternativ: Mit der Sperr-App 116 116* können Sie die Daten

     Ihrer Zahlungskarten speichern und girocards direkt aus der App

     sperren.

   - Zeigen Sie den Diebstahl vor Ort und auch bei der deutschen

     Polizei an. Diese kann die girocard für das elektronische

     Lastschriftverfahren sperren.

   - Prüfen Sie sorgfältig Ihre Kontobewegungen und lassen Sie

     unrechtmäßige Lastschriften zurückbuchen.

 

   "Mein persönlicher Tipp: Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, hilft der SOS-Infopass! Dieser beinhaltet die wichtigsten Sperr-Rufnummern für Zahlungskarten und man kann eigene Nummern wie z.B. die IBAN oder die Personalausweisnummer auf ihm notieren.

Separat vom Portemonnaie aufbewahrt, erspart er unnötigen Zeitverlust!", rät Margit Schneider, Vorstandsvorsitzende des Sperr-Notrufs 116 116 e.V.

 

   *Sperr-Notruf 116 116 aus Deutschland kostenfrei; Gebühren für Anrufe aus dem Ausland abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber. Alternative Rufnummer aus dem Ausland +49 30

4050 4050.

 

   Über die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des

Bundes:

 

   Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt seit mehr als 40 Jahren das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, z.B. Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

 

   Über den Sperr-Notruf 116 116 e.V.:

 

   Bei Verlust verschiedener elektronischer Medien - wie girocards, Kreditkarten, Online Banking Accounts, Personalausweisen, Mobilfunkkarten, Mitarbeiterausweisen oder Kundenkarten - können Verbraucher diese über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. So haben sie im Notfall rund um die Uhr eine zentrale, innerhalb Deutschlands gebührenfreie Rufnummer, um ihre Medien in einem Schritt sperren zu lassen. Die Sperrung ist wichtig, da im Verlustfall sonst sowohl für den Herausgeber als auch für den Verbraucher finanzielle Schäden und datenschutz- oder datensicherheitsspezifische Gefahren drohen. Der Sperr-Notruf 116 116 e.V. wurde 2002 gegründet und erhielt 2004 das Nutzungsrecht an der Kurzrufnummer 116 116 von der Bundesnetzagentur. Jährlich werden inzwischen rund 1,4 Millionen Sperrweiterleitungen veranlasst. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit elektronischer Berechtigungen zu fördern.

Dazu sollen möglichst viele Herausgeber für die Teilnahme am Sperr-Notruf gewonnen werden.

©    Hessisches Landeskriminalamt