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LKA-HE: Durchsuchung und Festnahme im Ermittlungskomplex „NSU 2.0“

Im Rahmen der durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
wegen anonymer "NSU 2.0"- Drohschreiben zum Nachteil zahlreicher Personen des
öffentlichen Lebens geführten Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt
am Main mit Kräften des Hessischen Landeskriminalamtes am 3. Mai 2021 eine
Wohnung in Berlin durchsucht und eine Person aufgrund eines Haftbefehls des
Amtsgerichts Frankfurt am Main festgenommen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 53-jährigen erwerbslosen Mann
deutscher Staatsangehörigkeit, der bereits in der Vergangenheit wegen
zahlreicher - unter anderem auch rechtsmotivierter - Straftaten rechtskräftig
verurteilt worden ist. Er war zu keinem Zeitpunkt Bediensteter einer hessischen
oder sonstigen Polizeibehörde. Der Beschuldigte steht in dringendem Verdacht,
seit August 2018 unter dem Synonym "NSU 2.0" bundesweit eine Serie von
Drohschreiben mit volksverhetzenden, beleidigenden und drohenden Inhalten
verschickt zu haben. Bei den Adressaten handelte es sich überwiegend um
Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit im Fokus der Öffentlichkeit stehen,
darunter eine Rechtsanwältin aus Frankfurt am Main sowie Abgeordnete des
Hessischen Landtags und des Bundestags.

Sehr aufwändige und zeitintensive gemeinsame Ermittlungsmaßnahmen der
Staatsanwaltschaft und des Hessischen Landeskriminalamtes führten letztlich zur
Identifizierung des Beschuldigten.

Die Auswertung der bei der Durchsuchung sichergestellten Datenträger sowie die
weiteren unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung, des Verwendens
von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, der Bedrohung sowie der
Beleidigung geführten Ermittlungen dauern an. Weitere Informationen werden,
sobald es der Ermittlungsstand zulässt, zeitnah gegeben werden.

(C) Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main

Gemeinsame Presseinformation der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
und des Hessischen Landeskriminalamtes