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Limburger Sommerfeste: Rock ‘n’ Roll mit Abstand

Livemusik direkt vor Publikum, das ist selten in den Zeiten der Corona-Pandemie. In Limburg sorgte nun die aus dem Gießener Raum kommende Band „The Monotypes“ für Rock ’n’ Roll-Rhythmen im Serenadenhof. Das kam gut an. Beim auf Abstand bedachten Publikum und bei den Männern auf der Bühne. Es war das erste Konzert in diesem Jahr mit Publikum direkt vor Augen.
Rock’n’Roll, dem hat sich die Band verschrieben. Und zwar einem Rock ’n’ Roll der frühen Jahre. Kein Wunder daher, dass Songs der Beatles, von Little Richard, den Rolling Stones oder auch CCR gespielt wurden. Die Besetzung der Band mit zwei Gitarren (manchmal auch drei), Bass und Schlagzeug steht eben auch für diese Art der Musik. Und das Outfit der Musiker mit weißen Hemden, schwarzen Röhrenhosen und Hosenträgern lässt auch keine Zweifel darüber aufkommen, wo sie musikalisch zu Hause sind.
Die alten Songs wie „Tutti frutti“ oder „Hit the road jack“ haben sie gut drauf, doch auch mit ihren eigenen Songs wie „Saturday night“ klangen sie im Serenadenhof überzeugend, bleiben sich im Rhythmus schließlich auch treu. Sie können auch anders, dies zeigten die Versionen von „Let it be“ oder „Hey Jude“ und sie vermittelten viel Spielfreude, als die Combo „I wanna be like you“ von King Louie aus dem Dschungelbuch spielte oder aus Reggae Rock ’n‘ Roll machte, wie bei „Sweat“ von „Inner Circle“.
Aber auch die Band musste sich an dem Abend immer wieder mal besinnen und daran erinnern, dass es besondere Zeiten sind. Die obligatorische Aufforderung zum Mitsingen musste ausbleiben, stattdessen mahnte Frontmann Johnny „Wir singen für Euch!“ Natürlich ist es schwer, Rock ’n’ Roll im Sitzen zu hören. Bei einigen Songs gab es dann auch kontrollierte Bewegungsaufforderungen. Auf „Tutti frutti“ stand die linke Seite des Publikums auf, bei „aw rutti“ die rechte Seite. Und dann gab es noch ein Drehen um die eigene Asche. Das war’s dann. Auf jeden Fall betonte Johnny mehrmals von der Bühne aus, dass die Band dankbar dafür ist, wieder einmal vor real existierendem Publikum spielen zu können.
Auch Uli Wolf, der für die Stadt die Sommerfeste seit Jahren organisiert, zieht ein positives Fazit: „Das Publikum hat sich an die Auflagen gehalten – und trotzdem hat es allen, so glaube ich, wirklich Freude bereitet.“ Der Bereich vor der Bühne war abgetrennt, es gab einen Zugang zu den 80 Sitzplätzen. Und auch hinter dem Absperrband hielten sich die Zaungäste an die Coronaregel: Abstand halten.
Es sind noch zwei weitere Sommerfest-Abende vorgesehen. Das zweite Sommerfest ist für Samstag, 25. Juli geplant. Auf der Bühne steht dann Liedermacher Marcel Adam. Geschichten, die das Leben schreibt, prägen seine Texte und Melodien. Begleitet wird er von Yann Loup mit Gesang, Gitarre und Klavier.
Am Samstag, 1. August, gibt es Tribute an die Band Queen. „Queen May Rock“ bringen Cover der Band Queen mit individueller Note und dynamischer Show auf die Bühne. Mit charmantem Entertainment, ausdrucksstarken Stimmen und energiegeladenen Gesten will die Band an die charismatische Queen-Show zu erinnern.
Alle Konzertankündigungen sind vorbehaltlich der weiteren Entwicklung Coronavirus-Pandemie. Aktuelle Infos gibt es unter www.limburg.de. © Stadt Limburg