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Limburg-Weilburg: Arbeitslosigkeit entwickelt sich unterschiedlich

Skala der Veränderungen reicht von minus 30,6 bis plus 31,1 Prozent . Kommunen weisen auch unterschiedliche SGBII-Quoten auf

Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten zwölf Monaten in den Städten und Gemeinden des Landkreises Limburg-Weilburg unterschiedlich entwickelt. Wie die Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar mitteilt, weisen Waldbrunn (-30,6 Prozent), Weilmünster (-20,7 Prozent), Villmar (-15,5 Prozent), und Löhnberg (-10,9 Prozent) derzeit den größten prozentualen Rückgang aus. Angestiegen ist die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum vor allem in  Elbtal (+33,1 Prozent), Merenberg (+ 21,3 Prozent) und Selters (+17,2 Prozent).

Die Agentur für Arbeit betont bei der Vorlage der Ergebnisse, dass diese Zahlen nur bedingt die wirtschaftliche Entwicklung der Kommunen widerspiegeln. Durch die hohen Pendlerverflechtungen Mittelhessens bis ins Rhein-Main-Gebiet hänge das Ergebnis insbesondere für kleinere Gebietskörperschaften oft von Zufälligkeiten ab. Dort hätten die meisten Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz außerhalb des Wohnortes - bei eintretender Arbeitslosigkeit würden sie dann allerdings bei ihrer Wohngemeinde als Erwerbslose registriert. Auch unterschiedliche Entwicklungen der Wohnbevölkerung, insbesondere Zu- und Wegzüge sowie die Zuweisung von Flüchtlingen, führten bei kleineren Gemeinden zu überproportionalen Ausschlägen. Nach den jetzt vorliegenden Regionalergebnissen gab es Ende Juli die meisten Arbeitslosen in der Stadt Limburg (1.144). Mit deutlichem Abstand folgen Weilburg (343) und Hadamar (319). Die wenigsten Arbeitslosen wurden in den Gemeinden Merenberg (57), Elbtal (63) und Weinbach (66) registriert. Bei dieser Betrachtung falle der Größe der jeweiligen Kommune allerdings eine entscheidende Rolle zu, heißt es bei der Agentur weiter. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit im Juni im Kreisgebiet insgesamt um 135 Erwerbslose auf 3.765 Erwerbslose. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent.

Ein Blick auf den Anteil der vom Jobcenter betreuten SGB II-Arbeitslosen in den Gemeinden zeigt ein Übergewicht in Hadamar und Weilburg. Hier rechnen 76,2 bzw. 71,7 Prozent aller Arbeitslosen zum Rechtskreis SGB II. Den geringsten SGB II-Anteil weisen Selters (42,2 Prozent), Hünfelden (44,2 Prozent) und Weinbach (48,5 Prozent) aus. Auf den gesamten Landkreis bezogen beträgt die SGB II-Quote 63,3 Prozent. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar