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Limburg: Neue Bügel für die Fahrräder

55 Bügel sind es insgesamt, die Mitarbeiter des Betriebshofs der Stadt in Limburg aufstellen. Ein großer Teil steht schon, der Rest folgt in den kommenden Tagen. Sind die Fahrradanlehnbügel alle aufgestellt, gibt es in der Innenstadt 110 Abstellplätze mehr für Räder.

Vier bis fünf Bügel pro Tag stellen René Dacyk und Michael Kurz auf. Die Bügel werden in Hülsen aus Gußeisen gestellt, die Hülsen dabei 30 Zentimeter in den Boden eingelassen. Dazu sind natürlich Löcher notwendig, egal ob in Asphalt, Basalt- oder Betonpflaster. Und das kann dann auch etwas zeitraubend werden. Ist die Hülse erst mal im Boden, kommt schnell abbindender Beton hinzu, der einen festen Sitz im Boden garantiert. In der Grabenstraße und Hospitalstraße haben die beiden Mitarbeiter der Stadt alle geplanten Bügel aufgestellt, aktuell sind sie in der Diezer Straße beschäftigt. Anschließend folgen noch Bügel am Eingang des Hauptfriedhofs, am Freiherr vom Stein- Platz sowie in der Dr.-Wolff-Straße.

„Wir haben uns für Standorte entschieden, an denen wir einen Bedarf an Abstellmöglichkeiten sehen“, sagt Julia Badura vom Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung. Insgesamt werden 15 Standorte mit den neuen Anlehnbügeln ausgestattet. Beispielsweise werden zukünftig noch Abstellanlagen am Bischofsplatz, welcher zurzeit im gesamten umgeplant wird, an der Post beziehungsweise der Dombibliothek, aber auch an der Obermühle oder am Marktplatz montiert.

Die Bügel ermöglichen ein sicheres Abschließen der Räder am Rahmen (und nicht am Reifen), sind für alle Fahrradtypen und somit auch für Kinderräder, Lasten- und Liegeräder geeignet; die Reifenbreite ist kein Hindernis mehr für die Nutzung und schließlich wird mit ihnen ein einheitliches Bild der Abstellanlagen ermöglicht. Pro Bügel können zwei Räder abgestellt werden, mit 55 Bügel erhöht sich also die Zahl der Fahrradabstellplätze um 110.

Zusätzlich sind noch fünf Fahrradboxen in der Konrad-Kurzbold-Straße vorgesehen. Sie sollen Touristen zur Verfügung stehen, die für eine Tagesmiete ihre Räder sicher und geschützt abstellen möchten. Die Boxen stehen natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zur Verfügung. Pro Box kann ein Rad eingestellt werden. Die fünf Fahrradboxen sollen in diesem Jahr noch aufgestellt werden, dafür werden zurzeit Angebote eingeholt.

Eine deutliche Aufwertung der Innenstadt für Fahrradfahrerinnen und -fahrer erhofft sich auch Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn: „Wenn die Corona-Pandemie eine gute Seite hat, dann die, dass viele Menschen die Begrenzungen und Beschränkungen ihrer Mobilität dazu genutzt haben, die Bewegung auf zwei Rädern für sich neu oder wiederzuentdecken.“ Zu einer notwendigen Infrastruktur gehörten auch Abstellplätze. Dass die Stadt Tempo aufnimmt, um die Bedingungen für diese Art des umweltschonenden Verkehrs zu verbessern, zeige sich auch an dem Vorhaben, im Sommer noch Limburgs erste Fahrradstraße im Schleusenweg auszuweisen.

Das Amt für Verkehrs- und Landschaftsplanung erhofft sich durch das Aufstellen der neuen Bügel eine deutliche Verbesserung und Entspannung der Situation. Durch die Anlagen an zentralen Standorten soll das Abstellen von Rädern einfacher und komfortabler werden, die Erledigungen in der Stadt lassen sich dann auch schneller umsetzen. Mit den neuen Bügeln wird zudem den berechtigten Anliegen und Beschwerden bezüglich fehlender Abstellmöglichkeiten nachgekommen. © Stadt Limburg