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Limburg (er)leuchtet

Limburg. Alles strahlt - die Limburger Plötze, der Neumarkt, der Fischmarkt, der Kornmarkt und natürlich der Dom. Dazu säumen Holzbuden die Innenstadt und der Duft von gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwurst liegt über Limburg. Es ist Lichtfestival und Christkindlmarkt.


Bürgermeister Dr. Marius Hahn eröffnete die beiden Veranstaltungen am Freitagabend auf der Plötze und dankte allen, die dazu beigetragen haben. „Beide Veranstaltungen sind in diesem Jahr von Neuerungen und Veränderungen geprägt“, sagte Dr. Hahn. Für ihn persönlich sei die Eröffnung der Beginn der Vorweihnachtszeit. Unterstrichen wurde dies von der Polizeikapelle, die die Besucherinnen und Besucher mit Adventsliedern einstimmte. Das Lichtfestival findet noch am morgigen Samstag, 30. November, ab 17 Uhr statt, der Christkindlmarkt läuft bis Sonntag, 29. Dezember.
Das dritte Limburger Lichtfestival bietet unter dem Titel „Limburg (er)leuchtet“ in diesem Jahr neben dem Licht auch Ton. Hörgeschichten ergänzen die verschiedenen Lichtinstallationen und laden zum Träumen ein. „Erst das Zusammenspiel von Licht und Ton lässt den besonderen Zauber entstehen“, sagte Licht-Designer Thomas Traber von der Agentur „Great Event!“ bei der Eröffnung. Er möchte alle Besucherinnen und Besucher mit seiner Kunst für einen Moment aus der Realität entführen.
Höhepunkt des Festivals ist am Dom. Bei der Eröffnung Freitagabend tanzten bunte Lichter über das historische Gebäude, verwandelten sich in Strahlen und zu bunten Mustern und Motiven. Während der Dom im Takt der Musik in Rot, Blau, Gelb und Grün erstrahlte, erzählte eine Stimme von Imagina, die in Limburg geboren wurde und zuerst die Frau von Graf Adolf von Nassau und später römisch-deutsche Königin wurde. Eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte entfaltete sich. Die Show ist am morgigen Samstag von 17 bis 22 Uhr jeweils zur vollen Stunden zu sehen.
Auch das neu gestaltete Domplateau gehört zur Kulisse des dritten Lichtfestivals. Ein ganz besonderer Hingucker ist der sogenannte Wunschbaum, der mit Lichtern und tibetischen Gebetsfahnen geschmückt ist. Daran kann jeder seinen Wunsch aufhängen. Nach der Veranstaltung werden einige Wünsche erfüllt.
Weitere Hörgeschichten warten am Historischen Rathaus und auf der Plötze auf die Besucherinnen und Besucher. Alle 15 Minuten werden die Geschichten abgespielt und erzählen Ereignisse aus dem historischen Limburg. Auf dem Fischmarkt stand beispielsweise früher ein weiteres Haus, welches die Durchfahrt sehr eng machte. Daher rammte Kurfürst Lothar von Metternich den Eckpfosten des Hauses mit seiner Kutsche, als er auf dem Weg zum Dom war. Von Peinlichkeit berührt, verfügte der Hausbesitzer den Abriss des Hauses. Die Lichtinstallation erinnert nun an das Kellergewölbe, das bis heute unter dem Pflaster des Fischmarkts liegt.
Zwischen den Hörstationen sind weitere Lichtinstallationen in der Innenstadt zu sehen. Mal ist es eine angeleuchtete Mauer, mal ein illuminiertes Gebäude. Auch erleuchtete Seifenblasen gehören zu den Lichteffekten.
Eine weitere Neuerung ist die Kooperation des Lichtfestivals mit den Beschickern des Christkindlmarktes. Die beiden Veranstaltungen bereichern sich gegenseitig und die Lichtinstallationen auf Neumarkt und Kornmarkt werden für die gesamte Dauer des Marktes bleiben. „Alles ist sehr schön geworden und wir sind alle sehr stolz“, sagte der Sprecher der Marktbeschicker Andreas von Fischke bei der Eröffnung und sprach seinen Dank aus.
Mit Tannenzweigen und Weihnachtsschmuck dekorierte Hütten aus Holz säumen bis Ende Dezember den Neumarkt, die Bahnhofstraße und die Plötze. Glas, Schmuck, Holzartikel, Keramik, Schmuck und verschiedene Speisen und Getränke bieten die Beschicker an.
Von Fischke hob bei der Eröffnung die Neuerungen des Marktes hervor. Die Fläche der ehemaligen Parkplätze des Neumarktes wird von den Beschickern benutzt, sodass weniger Gedränge in der Mitte des Marktes herrschen soll. Mobile Hütten sollen Schutz vor der Witterung bieten und den Aufenthalt für die Besucherinnen und Besucher angenehmer gestalten.
Eine tägliche musikalische Begleitung bereichert den Markt zusätzlich. Die Bühne auf der Plötze nutzen dafür vor allem Gruppen, Chöre oder Musiker aus der heimischen Region. Das Rahmenprogramm ergänzen Aufführungen des „Fürstlichen Puppentheaters“ oder auch das Tannenbaumschmücken durch Kindergärten und Schulen.
Der Markt ist montags bis samstags in der Zeit von 10 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr (für gastronomische Angebote besteht die Möglichkeit, bis 21 Uhr zu öffnen) geöffnet. Letzter Markttag ist Sonntag, 29. Dezember. Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag ist der Markt geschlossen. © Stadt Limburg