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Limburg: Arbeiten an Altstadtkanal dauern länger

Die Arbeiten an dem defekten Kanal in der Limburger Altstadt, Ecke Salzgasse 23/Plötze 18, werden mehr Zeit in Anspruch nehmen als zunächst vorgesehen. Eigentlich sollten die Arbeiten am Donnerstag, 18. Juni, beendet werden, nun wird die Sanierung noch etwa zwei Wochen mehr in Anspruch nehmen.

Wie am Freitag, 12. Juni, mitgeteilt, waren in der Nacht vom 5. zum 6. Juni durch Starkregen in Verbindung mit einer Kanalunterhöhlung mehrere Altstadtkeller überflutet worden. Nach der Schadensaufnahme begann die Sanierung des Kanals am vergangenen Dienstag, dabei waren zunächst drei Arbeitstage angesetzt. Bei den Arbeiten an dem teilweise eingebrochenen Kanal aus Ziegelsteinen wurden jedoch noch erhebliche weitere Schäden an dem etwa 100 Jahre alten Bauwerk festgestellt; dabei handelt es sich vor allem um Unterhöhlungen.

Um einen gänzlichen Zusammenbruch des fragilen Kanals im Ei-Profil zu vermeiden, hat das Tiefbauamt der Stadt Limburg eine nachhaltige Instandsetzung eingeleitet. Nun wird der Kanal auf einer Länge von etwa 35 Metern instandgesetzt. Dabei wird das sogenannte Inliner-Verfahren angewandt, so dass der Kanal nicht freigelegt werden muss. Dabei wird ein Kunststoffrohr in den vorhandenen Kanal eingezogen und mit Abzweigen für die vorhandenen Hausanschlussleitungen eingebaut. Anschließend folgt noch eine Verdämmung mit Flüssigbeton.

Durch diese Art der Sanierung sind keine aufwändigen Aufgrabungen erforderlich. Lärm und Behinderungen für die Anlieger und Besucher werden damit vermieden. Zudem verkürzt sich die Bauzeit gegenüber der konservativen Bauweise mit einer Freilegung des Kanals deutlich. Die ursprünglichen Kosten für die Reparatur des Kanals waren mit 8.000 bis 10.000 Euro veranschlagt und erhöhen sich auf rund 37.000 Euro. © Stadt Limburg