Springe zum Inhalt

Lesedom lockt mit Krimis, Podcast und Glücksorten

Seit vielen Jahren ist der Limburger Lesedom ein fester Bestandteil des kulturellen Angebots der Stadt und des landesweiten Literaturfestivals „Leseland Hessen“, das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiiert und gefördert wird. Im vergangenen Jahr gab es bedingt durch die Corona-Pandemie keinen Lesedom, für 21. bis 23. Oktober steht nun die 19. Auflage an. Kleiner als in den Vorjahren und mit dem Kolpinghaus aus Lesesaal, zudem ist ein Besuch nur mit einer Anmeldung möglich.

Vom 21. bis 23. Oktober laden die Autoren Daniel Speck, Andreas Föhr, Andreas Stahl, Peter Prange und die Autorin Elli Radinger gemeinsam mit dem Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn und der „Dombibliothek Limburg“ sowie den Partnern des Lesefestes zu Lesungen ins Kolpinghaus (Kolpingstraße 9) ein. „Wir sind froh, in diesem Jahr mit dem Lesedom wieder einen wichtigen Beitrag im kulturellen Leben der Stadt beizutragen“, erklärt Anna Vössing als Leiterin des Kulturamts.

Glücklich ist sie auch darüber, mit Lisa Krusche die letztjährige Gewinnerin des „Hans-im-Glück-Preises“ der Stadt für Jugendliteratur in das Programm des Lesedoms mit einbeziehen zu können. Am 27. Oktober kommt die Autorin in die Domstadt und stellt ihr preisgekröntes Buch „Das Universum ist verdammt groß und super mystisch“ in der Marienschule, der Theodor-Heus-Schule und der Tilemannschule vor.

Im Kolpinghaus in Limburg startet der Limburger Lesedom am Donnerstag, 21. Oktober mit Daniel Speck. Er liest um 19 Uhr aus „Jaffa Road“. In seinem Familienroman erweitert er das vielstimmige Panorama der Kulturen, das er mit seinem Beststeller „Piccola Sicilia“ und der damit verbundenen Reise ins Herz des Mittelmeers entworfen hat. Der neue Roman führt nach Haifa in das Jahr 1948, wo das jüdische Mädchen Joelle in der Jaffa Road ein neues Zuhause findet.

Am Freitag, 22. Oktober, liest Andreas Föhr um 19.30 Uhr aus seinem Krimi „Unterm Schinder“. Von der Ausbildung Jurist, verfasst Föhr seit 1991 Drehbücher für verschiedene Krimiserien. In seinem Buch gilt es für Kommissar Clemens Wallner einen speziellen Fall zu lösen, denn die in der Kühltruhe gefundene Leiche ist für ihn keine Unbekannte, zwei Jahre zuvor war sie Zeugin im Mordfall ihres Mannes. Und schon damals hatte der Kommissar das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt.

Der Krimi-Abend wird ergänzt durch einen Podcast. In dem Beitrag mit dem Titel „Rechtsmedizin – Dichtung und Wahrheit“ klären Professor Marcel A. Verhoff, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Frankfurt am Main, und Vanessa Nischik zum einen über Klischees auf, die der Rechtsmedizin als solche und dem Beruf des Rechtsmediziners anhaften, und geben zum anderen einen realen Einblick in den Alltag eines Rechtsmediziners.

Am dritten und letzten Tag des Lesedoms startet Andreas Stahl den Vorlesesamstag. Um 11 Uhr liest er aus seinem Buch „Glücksorte im Westerwald“. 80 unvergessliche Erlebnisse und Begegnung hat Stahl in seiner Glücksorte-Sammlung zusammengefügt, vom Bummel über den Töpfermarkt, über den Abstecher auf die Fuchskaute bis hin zum Besuch des Beatles-Museum.

Elli Radingers Leidenschaft sind die Wölfe, dafür gab sie ihren Beruf als Rechtsanwältin auf. Im Kolpinghaus stellt sie von 17.30 Uhr ihr Buch „Die Weisheit der Hunde“ vor. Sie erzählt dabei spannende Geschichten, die exemplarisch stehen für Vertrauen, Geduld, Achtsamkeit, Dankbarkeit, Intuition, Liebe, Vergeben und Witz, aber auch für den Umgang mit Trauer und Verlust.

In das Berlin der 1920er Jahre führt Peter Pranges Roman „Der Traumpalast“. In der Hauptstadt ist der Bankier und Lebemann Tini begeistert von der gerade gegründeten Ufa und er riskiert alles, um mit der deutschen Traumfabrik Hollywood Paroli zu bieten. Die Journalistin Rahel hingegen will Wege einschlagen, die Frauen bisher verschlossen waren. Als sich beide begegnen, ändern sich ihre Leben auf ungeahnte Weise. Prange, dessen drei vorhergehenden Deutschland-Romane verfilmt wurden, beginnt mit seiner Lesung um 19.30 Uhr.

„Gemeinsam mit Silvia Kremer, der Leiterin der Dombibliothek Limburg, und meinen Kolleginnen ist es uns gelungen, großartige Autorinnen und Autoren zu abwechslungsreichen Lesungen in das Kolpinghaus Limburg einzuladen“, darauf ist Anna Vössing durchaus stolz. Dass dies an drei Tagen bei freiem Eintritt möglich ist, sei den örtlichen und überregionalen Partnern zu verdanken: Energieversorgung Limburg, Kreissparkasse Limburg, Sparda-Bank Hessen und Dom Hotel sowie mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen sowie hr2-kultur.“

Der Eintritt zu den Lesungen ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.
Eine verbindliche Anmeldung im Vorfeld ist notwendig: Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Kulturamt, Fischmarkt 21, 65549 Limburg, Telefon: 06431 203-912, E-Mail: tanja.schnatz@stadt.limburg.de. Folgende Daten werden bei der Anmeldung benötigt: Name, Adresse, Telefonnummer sowie E-Mailadresse. Die Lesungen finden im Kolpinghaus statt. Das Haus ist nicht barrierefrei und 45 Minuten vor dem Start der jeweiligen Lesung geöffnet. Die am Tag der Veranstaltung gültigen Vorgaben zur Bekämpfung des Corona-Virus sind einzuhalten. Den Weisungen des Veranstalters ist zu folgen und das Hygienekonzept zu beachten.

Weitere Informationen: Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Kulturamt, Fischmarkt 21, 65549 Limburg, Tel.: (06431) 203-912, E-Mail: tanja.schnatz@stadt.limburg.de, www.limburg.de © Stadt Limburg (Update)