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Leichte Entspannung der Waldbrandgefahr in weiten Teilen Hessens

Umweltministerium hebt zweithöchste Alarmstufe vorerst auf

Die Waldbrandgefahrenlage in Hessens Wäldern hat sich etwas entspannt. „Vor allem der Temperaturrückgang in Verbindung mit lokalen Niederschlägen hat in weiten Teilen Hessens zu einem spürbaren Rückgang der akuten Waldbrandgefahr geführt. Auch für die nächsten Tage ist nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nicht mit einer erneuten flächendeckenden und anhaltenden Zunahme der Waldbrandgefährdung auf kritische Werte zu rechnen“, erläuterte das Umweltministerium heute in Wiesbaden. Das Hessische Umweltministerium hebt daher die am 24. Juli 2018 in Kraft gesetzte Waldbrandalarmstufe A mit sofortiger Wirkung auf.

Die Bevölkerung wird aber weiterhin um vorsichtiges Verhalten gebeten. Vertrocknete Vegetation und Blätter - die Niederschläge im Juni und Juli waren deutlich unterdurchschnittlich bei gleichzeitig hohen Sommertemperaturen -  stellen trotz der ersten Regenfälle weiterhin eine potentielle Gefahr dar. Die lange Phase der Trockenheit ist bislang noch nicht überwunden. Für die im Einzelfall nach wie vor erforderliche Schließung von Grillstellen in besonders brandgefährdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen wird um Verständnis gebeten. Zudem ist das erneute Ausrufen der Alarmstufe A in diesem trockenen Sommer nicht auszuschließen.

„Hessen ist trotz der hohen Waldbrandgefahr in den letzten Wochen von sehr großen Bränden verschont geblieben“, teilte das Umweltministerium weiter mit. Bei bisher etwa 110 Waldbränden seit Jahresbeginn war erfreulicherweise nur eine Fläche von rund 11 Hektar (etwa 0,001 % der hessischen Waldfläche) betroffen. Somit kein Vergleich zu den teilweise sehr großen Waldbrandflächen in einigen ostdeutschen Bundesländern, Schweden oder Nordamerika. Mit dem Andauern der zurückliegenden Hitzeperiode ohne Niederschläge war es zu einer spürbaren Zunahme der Waldbrandaktivität gekommen. Allein seit dem Ausrufen der Alarmstufe A am 24. Juli war es zu mindestens 55 Waldbränden auf einer Gesamtfläche von rund 7 Hektar gekommen.

„Größere Schäden konnten durch das rasche und geschulte Zusammenwirken vieler Kräfte bei der Waldbrandabwehr und Waldbrandbekämpfung verhindert werden“, betonte das Umweltministerium. Hierzu zählen neben den vorsorgenden Maßnahmen der Forstverwaltung, das frühzeitige Erkennen von Waldbränden oder Gefahrenquellen durch die Bevölkerung und die Luftüberwachung der Fliegerstaffel der hessischen Polizei und natürlich das gute Zusammenwirken von Feuerwehr und Forstleuten im Einsatzfall. Besonderer Dank gilt den örtlichen Feuerwehren und vielen freiwilligen Helfern, die unter großem persönlichem Einsatz größere Schäden verhindert haben. Es ist auch erkennbar, dass die Bevölkerung sensibel mit der Gefahrenlage umgegangen ist und die Warnungen der vergangenen Wochen Ernst genommen hat. Auch die der Waldbrandgefahr geschuldete Absage von Veranstaltungen wurde von den Organisatoren verantwortungsvoll gehandhabt und von den Teilnehmern akzeptiert.

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz