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Lebendiges Zentrum Bad Camberg

2018 wurde Bad Camberg mit dem Gebiet „Frankfurter Straße / Pfortenwiesen“ in das Programm „Aktive Kernbereiche“ aufgenommen. 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderung neu geordnet. Die „Aktiven Kernbereiche in Hessen“ wurden mit dem „Städtebaulichen Denkmalschutz“ in dem Programm „Lebendige Zentren“ gebündelt.
Mit diesem Förderprogramm ist es möglich, bessere Rahmenbedingungen für eine stadtverträgliche Mobilität zu schaffen sowie flankierende Maßnahmen, die das Wohnen, die Wirtschaft und das Wohlfühlen in der Innenstadt stärken, wie attraktive Grün- und Freiflächen, belebte öffentliche Räume, die zum Verweilen einladen, Familienzentren und kulturelle Angebote.
Die Programmschwerpunkte sind:
• Wohnen in der Innenstadt
• Aufenthaltsqualität, Grünflächen, gesundes Klima
• Funktions- und Angebotsvielfalt
• Barrierefreiheit und ein Rahmen für stadtverträgliche Mobilität
• Privates Engagement und Standortgemeinschaften
Auch wenn es nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist, so hat sich seit der Übergabe des ersten Förderbescheides an die Stadt Bad Camberg im September 2018 doch einiges getan!
In Workshops wurden mit Bürgern, Gewerbetreibenden, Vereinen – den Akteuren der Innenstadt – der Status quo, dringende Handlungsbedarfe sowie Stärken und Schwächen im Fördergebiet herausgearbeitet. Die Ergebnisse waren eine wesentliche Grundlage zur Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, kurz ISEK. Das ISEK wurde im Frühjahr 2020 fertiggestellt und mit Corona bedingten Zeitverzögerungen sowohl den Gremien als auch der „Lokalen Partnerschaft“ vorgestellt. Mittlerweile ist es vom zuständigen Ministerium genehmigt worden. Die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, die das ISEK erarbeitet hat, wurde mit dem Management des Förderprogramms beauftragt. Um hautnah am Puls der Bad Camberger zu sein, werden die Ansprechpartner der DSK demnächst auch direkt vor Ort, im neuen Quartiersbüro in der Frankfurter Straße 32, erreichbar sein.
Mit dem ISEK wurden die Weichen gestellt, um eine Fülle an Projekten, die in einem umfassenden Maßnahmenkatalog verankert sind, innerhalb der nächsten zehn Jahre umzusetzen. Maßnahmen, die als Leuchtturmprojekte gelten, und deren positive Strahlkraft sich auf die gesamte Stadt auswirkt, werden mit oberster Priorität bearbeitet. Als Leuchtturmprojekt gilt unter anderem die Gestaltung im Bereich Bayrischer Hof.
Aktuell beschäftigt sich die Lenkungsgruppe „Lebendige Zentren“, zu der Bürgermeister Jens-Peter Vogel, Bärbel Stillger - stellvertretende Bauamtsleiterin, Sabine Rubröder – Stabsstelle Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung - sowie Michael Stoll von der DSK und Wilfried Weisenberger vom Büro Standort & Kommune gehören, mit den ersten konkreten Projekten. Dazu gehören die Erstellung eines Nutzungskonzeptes im Bereich des alten Kinos, der Erarbeitung eines Abbruchkonzeptes für das ehemalige Lichtspielhaus und mit der Erstellung eines Gestaltungsleitbildes für die Gebäude, was zur Verbesserung des Gesamtbildes der Stadt beitragen soll. Ein weiteres dringendes Anliegen der Lenkungsgruppe ist die Einladung zu einem neu initiierten runden Tisch „Lebendiges Zentrum Bad Camberg“. Der runde Tisch soll aus Akteuren, die maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der Innenstadt haben, bestehen. Dazu gehören Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Bürger Bad Cambergs. Gemeinsam mit ihnen wird eine Bestandaufnahme vorgenommen und werden Entwicklungsszenarien sowie mögliche Reaktionen auf die derzeitige Krisensituation eruiert. Ziel ist es, Bad Camberg als Marke, die für Gesundheit, Genuss und KURioses steht, zu positionieren und zu profilieren. Darauf aufbauend erarbeiten die Akteure ein dreijähriges „Fitnessprogramm“. Wilfried Weisenberger, Geschäftsführer des Büros Standort & Kommune und Partner der DSK, wird diesen Prozess begleiten.
Den Fortschritt der Projekte des Förderprogramms können Interessierte auf der eigens dafür angelegten Website verfolgen (https://bad-camberg-aktivekerne.de/). Künftig sollen auf dieser Website Module installiert werden, die die Bürger und Gewerbetreibenden Bad Cambergs ermuntern sollen, sich an der Gestaltung ihrer Stadt aktiv und kreativ zu beteiligen. © Bad Camberg