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Landtagswahl 2018: Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl in Hessen

16.11.2018

Der Landeswahlausschuss hat am Freitag in Wiesbaden das endgültige Landesstimmenergebnis der Landtagswahl vom 28. Oktober 2018 festgestellt. Landeswahlleiter Dr. Wilhelm Kanther gab im Anschluss daran die ermittelten Zahlen bekannt.

 

Landesstimmen
  Ergebnis 2018 Ergebnis 2013 Differenz
Anzahl % Sitze Anzahl % Sitze %-P Sitze
Wahlberechtigte 4.372.788     4.392.213        
Wähler/Beteiligung 2.942.846 67,3   3.216.206 73,2      
ungültige Stimmen 61.585 2,1   85.425 2,7      
gültige Stimmen 2.881.261 97,9   3.130.781 97,3      
CDU 776.910 27,0 40 1.199.633 38,3 47 - 11,3 - 7
SPD 570.446 19,8 29 961.896 30,7 37 - 10,9 - 8
GRÜNE 570.512 19,8 29 348.661 11,1 14 + 8,7 + 15
DIE LINKE 181.332 6,3 9 161.488 5,2 6 + 1,1 + 3
FDP 215.946 7,5 11 157.451 5,0 6 + 2,5 + 5
AfD 378.692 13,1 19 126.906 4,1   + 9,0 + 19
PIRATEN 11.617 0,4   60.159 1,9      
FREIE WÄHLER 85.465 3,0   38.433 1,2      
NPD 6.173 0,2   33.433 1,1      
Die PARTEI 18.334 0,6   15.109 0,5      
ÖDP 7.539 0,3   4.024 0,1      
Graue Panther 4.870 0,2   2.546 0,1      
BüSo 425 0,0   1.422 0,0      
AD-Demokraten 2.971 0,1            
Bündnis C 3.789 0,1            
BGE 3.031 0,1            
DIE VIOLETTEN 2.403 0,1            
LKR 1.340 0,0            
MENSCHLICHE WELT 1.600 0,1            
Die Humanisten 2.646 0,1            
Gesundheitsforschung 3.572 0,1            
Tierschutzpartei 28.095 1,0            
V-Partei³ 3.553 0,1            

 

Bei der Landtagswahl in Hessen waren demnach 4.372.788 Personen wahlberechtigt, 19.425 weniger als bei der Landtagswahl 2013. Die Wahlbeteiligung ist von 73,2 % im Jahr 2013, damals fand die Landtagswahl gemeinsam mit der Bundestagwahl statt, auf 67,3 % gesunken. Die Zahl der ungültigen Landesstimmen ist von 85.425 auf 61.585 gesunken. Der prozentuale Anteil der ungültigen Stimmen sank von 2,7% auf 2,1%. Ebenso verringerte sich die Zahl der ungültigen Wahlkreisstimmen, die von 3,2 % im Jahr 2013 auf nunmehr 2,4% gesunken ist; sie liegt üblicherweise über der Zahl der ungültigen Landesstimmen.

Gegenüber dem am Wahlabend bekannt gegebenen vorläufigen Ergebnis haben 14 der insgesamt 23 Wahlvorschläge mehr Landesstimmen erhalten (CDU +656, SPD +280, GRÜNE +252, DIE LINKE +69, FDP +304, AfD +316 FREIE WÄHLER +329, Die PARTEI +25, ÖDP +19, Graue Panther +12, Bündnis C +5, BGE +14, LKR +3 und Tierschutzpartei +5 Stimmen); sieben Wahlvorschläge erhielten weniger Landesstimmen ( PIRATEN -290, NPD -17, DIE VIOLETTEN -7, MENSCHLICHE WELT -4, Die Humanisten -3, Gesundheitsforschung -1 und V-Partei³ -8). Die Abweichungen zwischen dem vorläufigen und dem endgültigen Wahlergebnis haben weder auf die Sitzverteilung Einfluss noch verändern sie die in der Wahlnacht festgestellten prozentualen Ergebnisse.

Die Zahl der Sitze im Landtag hat sich durch acht Überhangmandate der CDU und 19 Ausgleichsmandate, davon jeweils 6 für SPD und GRÜNE, drei für AfD und jeweils zwei für DIE LINKE und FDP auf 137 erhöht.

Alle 40 Sitze der CDU sind in den Wahlkreisen erworbene Direktmandate. Die SPD hat 10 Direktmandate gewonnen, über die Landesliste rücken 19 Abgeordnete in den Landtag ein. Die GRÜNEN haben 5 Direktmandate gewonnen, über die Landesliste rücken 24 Abgeordnete in den Landtag ein. Die übrigen im Landtag vertretenen Parteien entsenden alle ihre Abgeordneten über die jeweilige Landesliste.

Die 137 Abgeordneten erwerben das Mandat mit Beginn der Wahlperiode des 20. Hessischen Landtags am 18. Januar 2019.

Die vollständigen Ergebnisse der Landtagswahl sind im Internet unter der Adresse wahlen.hessen.de verfügbar.

Zur Berechnung der Übergang- und Ausgleichsmandate:

Um zu ermitteln, wie viele Mandate der CDU Überhangmandate sind, muss zunächst das Ergebnis mit der vom Gesetz vorgesehenen Zahl von 110 Landtagsabgeordneten berechnet werden.

Die CDU hat danach einen Anspruch auf insgesamt 32 Sitze. Sie hat jedoch in den Wahlkreisen 40 Mandate erhalten; die acht den Anspruch nach dem Verhältnis der Landesstimmen übersteigenden Mandate verbleiben ihr als sogenannte Überhangmandate.

Die Gesamtzahl der Abgeordnetensitze muss auf Grund der entstandenen Überhangmandate so lange erhöht werden, bis die Verhältnisrechnung für die CDU zu einem Ergebnis führt, bei dem ihr Anspruch auf insgesamt 40 Sitze erfüllt wird, § 10 Abs. 5 Satz 2 Landtagswahlgesetz. Dies wird bei einer Zahl von 137 Abgeordnetensitzen erreicht, da die CDU bei dieser Zahl nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren erstmals einen Anspruch auf 40 Mandate hat. Die Zahl der Mandate für die anderen Parteien wird dann ebenfalls auf der Grundlage einer Größe des Landtags von 137 Abgeordneten neu berechnet.

Die Hare-Niemeyer-Formel lautet wie folgt:

Zahl der zu vergebenden Sitze, multipliziert mit der Zahl der Landesstimmen der Partei oder Wählergruppe, dividiert durch die Gesamtzahl der Landesstimmen der an der Sitzverteilung teilnehmenden Wahlvorschläge. Jede Partei oder Wählergruppe erhält zunächst den ganzzahligen Anteil der sich aus dieser Proportion für sie ergebenden Zahl. D.h. so viele Sitze, wie die Zahl vor dem Komma ergibt. Sofern noch weitere Sitze zu vergeben sind, werden sie auf die Wahlvorschläge in der Reihenfolge nach der Größe des verbleibenden Zahlenbruchteils vergeben (Zahlen hinter dem Komma).

Die Berechnung der Überhang- und Ausgleichsmandate kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

 

Landtags 110 Sitze 136 Sitze 137 Sitze
CDU 31,72 + 1 32 39,22   39 39,51 + 1 40
SPD 23,29   23 28,79 + 1 29 29,01   29
GRÜNE 23,29   23 28,80 + 1 29 29,01   29
DIE LINKE 7,40   7 9,15   9 9,22   9
FDP 8,81 + 1 9 10,90 + 1 11 10,98 + 1 11
AfD 15,46 + 1 16 19,11   19 19,25   19
Zus. 107 + 3 = 110 133 + 3 = 136 135 + 2 = 137

© Landeswahlleiter Hessen