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Landrat Michael Köberle gab die Ortsdurchfahrt von Mensfelden nach Erneuerung frei

Landrat Michael Köberle und Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (vorne, Mitte) durchschnitten gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Firmen und Mandatsträgern das obligatorische Band zur Freigabe der Ortsdurchfahrt von Mensfelden.

Straßensanierung mit einer archäologischen Begleitung

Hünfelden-Mensfelden. Landrat Michael Köberle hat die Kreisstraße 502 und somit die Ortsdurchfahrt von Mensfelden nach erfolgreicher Sanierung wieder freigegeben. „Bei der grundhaften Erneuerung handelte es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme des Landkreises und der Gemeinde Hünfelden. Dabei wurden auf einem rund 520 Meter langen Abschnitt der Hehnerstaße und der Sonntagsstraße in der Ortsdurchfahrt die Fahrbahn, die Rinne, die Gehwege einschließlich Bordsteine, die Wasserleitung, die Hausanschlüsse sowie ein Teil des Kanals komplett erneuert“, erläuterte der Landrat bei der offiziellen Freigabe.

Die Straße befand sich vor der grundhaften Erneuerung in einem sehr schlechten Zustand. Die Fahrbahn sowie die vorhandenen Gehwege wiesen Schäden in Form von Flickstellen, Rissen und bereichsweise Verdrückungen auf. Die Bordsteine und Rinnen zeigten Setzungen. Ebenso entsprach der Unterbau nicht mehr den heutigen Anforderungen. Landrat Köberle dankte den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld und ihr Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Ein Dank ging natürlich auch an die Baufirma Abel & Weimar sowie an das Ingenieur-Büro Agrippa, das Fachbüro Krönung und das Architekturbüro Löw.

Die grundhafte Erneuerung fand auf der bestehenden Trasse statt. Der Höhenverlauf der Straße wurde beibehalten, um die Anbindung der vorhandenen Seitenstraßen, Grundstückszufahrten und Wege zu gewährleisten. Der Gesamtaufbau der Straße und der Gehwege erfolgte in einer Stärke von 65 Zentimetern. Zusätzlich wurde aufgrund der schlechten Untergrundverhältnisse gemäß dem Bodengutachten ein Bodenaustausch von 30-Zentimeter-Dicke durchgeführt. Die Fahrbahnbreite variiert je nach Örtlichkeit zwischen vier und sechs Meter. Die vorhandenen Gehwege auf beiden Seiten wurden so erneuert, dass zumindest auf einer Seite eine durchgehende Breite von mindestens 1,50 Meter im gesamten Ausbaubereich entstanden ist. Zusätzlich wurden die bestehenden Bushaltestellen barrierefrei umgebaut. Die Baumaßnahme wurde vor allem in der Anfangszeit während der Erd- und Grabungsarbeiten archäologisch durch das Fachbüro Krönung begleitet. Das war eine baurechtliche Auflage aufgrund der Stellungnahme des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, Archäologie, in Wiesbaden, da im Baubereich eventuell mit Bodendenkmälern zu rechnen war, die historisch bedeutsam sind. So wurden zahlreiche Bodendenkmäler vorgeschichtlicher Siedlungen, die bis ins achte Jahrhundert zurückreichen, ausgegraben und entsprechend dokumentiert.
Kostenträger dieser Gemeinschaftsmaßnahme waren der Landkreis Limburg-Weilburg und die Gemeinde Hünfelden. Das gesamte Auftragsvolumen belief sich auf 2.044.282,65 Millionen Euro. Davon entfallen rund 1,4 Millionen auf die Gemeinde Hünfelden, 655.000,00 Euro trägt der Landkreis. Das Land Hessen fördert die Maßnahme mit 480.000 Euro für den Landkreis sowie 235.000 Euro für die Gemeinde zur Gehwegsanierung. Mehrkosten entstanden auf Grund der archäologischen Begleitung in Höhe von 98.000,00 Euro für den Landkreis sowie 124.000,00 für die Gemeinde.
Und Landrat Michael Köberle hatte abschließend noch eine gute Nachricht mitgebracht: „Erfreulicherweise kann ich Ihnen mitteilen, dass pünktlich zur Fertigstellung der Ortsdurchfahrt Mensfelden auch das Teilstück zwischen der B 417 und dem Zollhaus im Rahmen unseres Kreisstraßenprojekts erneuert wurde. Somit sind die Kreisstraßen 501 und 502 in Mensfelden jetzt durchgängig in einem hervorragenden Zustand.“ © Landkreis Limburg-Weilburg