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Landrat Michael Köberle besuchte das Unternehmen F + S in Limburg

Elektronische Steuerungen für die Sicherheit von Automobilen

Limburg-Weilburg. Es gibt keine neuen Kraftfahrzeuge ohne elektronische Steuergeräte. Bis zu 80 untereinander vernetzte Steuergeräte, also Kleincomputer, sind in einem Auto verbaut, also eingebettet. Sie sorgen für weniger Verbrauch und Abgase oder erhöhen für Fahrerin und Fahrer sowie Insassen Komfort und Sicherheit. Wenige sind so bekannt wie die Anzeigeninstrumente im Armaturenbrett – heute oft auch schon vollständige Displays – ABS, ESP, Motorsteuerung und natürlich Infotainment mit Radio, Navigation, Telefon und vieles mehr. Viele sind den Laien unbekannt und arbeiten im Verborgenen. Und es werden immer mehr, zum Wohle der Umwelt und der Fahrerin oder des Fahrers. Nahezu alle werden auch bei Elektroautos benötigt. Hinzu kommen dort unter anderem Ladegeräte, Batterieüberwachung und Elektromotoransteuerung. Alle Steuergeräte benötigen spezielle Software. In einem normalen Fahrzeug ist die Größe der Software, also der Codezeilen, deutlich höher als irgendwo sonst. Kein Flugzeug, kein Bahnwerk, kein PC hat eine so hohe Software-Komplexität wie ein moderner Pkw. Eine der wichtigsten Firmen in der Region, die Software für automobile Steuergeräte entwickeln, besuchte Landrat Michael Köberle nun gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Limburg-Weilburg-Diez (WfG), Walter Gerharz. Die F+S Fleckner und Simon Informationstechnik GmbH, ansässig mitten in Limburg, wurde im Jahr 2000 von den beiden Ingenieuren Dr. Joachim Fleckner und Thomas Rainer Simon gegründet. Beide sind inzwischen im wohlverdienten Ruhestand. So nahmen die aktuellen Geschäftsführer Josef Horstkötter und André Zeh den Landrat in Empfang. Das wachsende Unternehmen beschäftigt gegenwärtig 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend Ingenieure, und sucht weitere qualifizierte Spezialisten aus der Region.
F+S arbeitet für namhafte große als auch kleine Zulieferer der Automobilindustrie wie Continental, Panasonic, Mando, GKN und auch für die Limburger Firmen OVALO und Harmonic Drive. Von F+S mitentwickelte Software findet sich beispielsweise in fast allen Modellen des VW-Konzerns bei VW, Audi, Seat, Skoda bis zu Bugatti, bei BMW, Daimler, General Motors inklusive Opel und Fiat Chrysler. Neben der Software-Entwicklung für elektronische Funktionsmodule bilden die funktionale Sicherheit, also die Sicherheit beim Auftreten von Fehlern (Safety), und die IT-Sicherheit, also die Sicherheit vor externen Angriffen (Security), weitere wichtige Arbeitsgebiete der Limburger Ingenieure. Das zweite Standbein neben der Entwicklung ist die fachkundige Beratung der Firmenkunden bei der Ausgestaltung ihrer Entwicklungsprozesse. Diese Regeln zum Vorgehen werden durch die Zahl der Steuergeräte und deren Komplexität immer wichtiger, um sowohl eine hohe Software-Qualität als auch Sicherheit (Safety und Security) zu erreichen. © Landkreis Limburg-Weilburg