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Landrat Köberle und Kreistagsvorsitzender Veyhelmann ehren ausgeschiedene Beigeordnete und Abgeordnete

Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle und Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann haben bei einem Parlamentarischen Abend im Bürgerhaus in Offheim ausgeschiedene Kreisbeigeordnete und Kreistagsabgeordnete geehrt. „Wir ehren Kolleginnen und Kollegen aus Kreisausschuss und Kreistag, die die Kreispolitik über Jahre und teilweise auch Jahrzehnte nicht nur mitgestaltet, sondern ihr auch ein Gesicht gegeben haben. Vieles wurde in diesen Jahren bewegt, wobei ich die ausgesprochen gute Zusammenarbeit hervorheben möchte“, betonte Landrat Köberle.

Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann ehrte Mitglieder von Kreisausschuss und Kreistag, die bis zu zehn Jahre ehrenamtlich kommunalpolitische Arbeit geleistet haben: Christine Anderson, Ottmar Baron, Andreas Bendel, Fabienne Bender, Lothar Blättel, Ludger Burdich, Michael Franz, Heiko Gapp, Norbert Haberhauer, Judith Hautzel, Tobias Herbst, Bernhard Herrmann, Daniel Jung, Arnold Richard Lenz, Wolfgang Lindenmeyer, Robert Neitzel, Stefanie Neitzel, Ragnhild Schreiber, Stephan Schumm, Sabine Winterwerber und Jörg Zimmermann. Zwischen 10 und 20 Jahren waren Jens Fluck und Ingrid Friedrich Abgeordnete des Kreistages Limburg-Weilburg.

Landrat Michael Köberle verlieh anschließend die Ehrenplakette an Kreisbeigeordnete und Kreistagsabgeordnete, die sich mehr als 20 Jahre lang in der Kreispolitik engagiert haben. Margit Erdmann war von 1997 bis 2016 sowie von 2019 bis 2021 im Kreistag, Reinhold Ketter war von 1989 bis 1993 sowie von 2001 bis 2021 Kreistagsabgeordneter. Helmut Schäfer saß von 2001 bis 2021 im Kreistag, Helmut Peuser war von 1968 bis 1972 Abgeordneter des Kreistags sowie von 1972 bis 2021 als Kreisbeigeordneter Mitglied des Kreisausschusses. Karl-Heinz Stoll war von 1989 bis 1993 Kreistagsabgeordneter sowie von 1993 bis 2021 Kreisbeigeordneter, Heinz Valentin wirkte von 1968 bis 1977 sowie von 1989 bis 1993 als Abgeordneter im Kreistag und von 1977 bis 1989 sowie von 1993 bis 2021 als Kreisbeigeordneter im Kreisausschuss. Und Berthold Weikert war schließlich von 1960 bis 1968 Kreistagsabgeordneter sowie von 1968 bis 2021 Kreisbeigeordneter.

Landrat Michael Köberle nutzte den Parlamentarischen Abend, um auf bereits Erreichtes zurückzuschauen und einen Blick in die Zukunft zu wagen: „Ein großes Thema waren und sind unsere Schulen. Neben dem Digitalpakt Schule, dem wir uns als Landkreis Limburg-Weilburg angeschlossen haben und durch den wir bis 2024 mehr als 20 Millionen Euro in die technische Ausstattung und somit die Digitalisierung unserer Schulen investieren, haben wir in den vergangenen Jahren stetig und umfangreich finanzielle Mittel für die Sanierung und den Umbau unserer Schulen in die Hand genommen. Hier sprechen wir über rund 200 Millionen Euro. Zusätzlich wurden durch Förderprogramme des Landes Hessen auch die Sanitäranlagen und die Sporthallen saniert. Zusammen mit unserem Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft haben wir im Hinblick auf die Jahre 2022 und 2023 weitere rund 40 Millionen Euro für unsere Schulgebäude und die digitale Schul-Infrastruktur vorgesehen. Das sind Investitionen in unsere Zukunft, denn wir investieren in die Ausbildung unserer Kinder.“ Der Landrat machte auch auf den Kauf des Rathaus-Anbaus in Limburg aufmerksam, denn durch den zentralen Standort werde die Kreisverwaltung noch mehr Bürgernähe und somit auch ein noch höheres Service-Angebot bieten können. Erst kürzlich wurde mit dem Neubau des Kreiskrankenhauses in Weilburg ein großes Projekt von der Kreispolitik beschlossen. „Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam diesen Weg beschreiten werden und somit auch zukünftig die medizinische Versorgung in unserem Landkreis Limburg-Weilburg auf einem sehr hohen Niveau halten können. Dieser Neubau ist ein klares Signal für den Standort Weilburg sowie für unsere Bürgerinnen und Bürger“, betonte Michael Köberle, der abschließend auch auf die Corona-Pandemie einging, die die Kreisverwaltung nunmehr seit 2020 intensiv beschäftige: „Ich möchte mich bei Ihnen allen für die gute Zusammenarbeit in diesen nicht einfachen Zeiten bedanken, denn nur gemeinsam war es möglich, dass wir diese Pandemie bei uns im Landkreis bislang gut bewältigt haben.“

Kreistagsvorsitzender Joachim Veyhelmann machte in seinem Grußwort deutlich, dass der Landkreis neben einer Fülle staatlicher Aufgaben im Verhältnis zu seinen Städten und Gemeinden vor allem viele überörtliche, ergänzende beziehungsweise für alle zusammengefasste Aufgaben wahrnehme: „Das sind Aufgaben, die auf der Ebene des Landkreises einfacher, effektiver und mitunter auch kostengünstiger erledigt werden können. Der Landkreis ist dabei weder eine staatliche Oberverwaltung noch eine übergeordnete Oberkommune, sondern er erfüllt eine kommunale Gesamtdienstleistung für unsere Bürgerinnen und Bürger, weshalb wir auch einen direkt vom Volk gewählten Kreistag haben.“ Natürlich komme es laut Veyhelmann bei der Wahrnehmung all dieser Aufgaben sowohl auf Landkreis- als auch auf Gemeindeebene auf eine möglichst enge Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme an, „die wir auch versuchen, täglich zu praktizieren.“ Und der Kreistagsvorsitzende betonte: „Was niemand von uns sehen will, ist parteipolitisches Gezänk und Profilierungssucht. Die Menschen wissen sehr wohl zu unterscheiden zwischen ernsthaftem Bemühen um ihre Sorgen und Wünsche oder bloßem Imponiergehabe mit rein persönlichen beziehungsweise parteipolitischen Interessen. Lassen Sie uns die Arbeit immer orientiert an der Sache angehen, wobei natürlich die parteipolitische Grundausrichtung und die Schwerpunktsetzung durchaus eine Rolle spielen dürfen. Wichtig aber sind dabei das richtige Augenmaß und das Fingerspitzengefühl, mit den Hoffnungen der Menschen in unserem Landkreis verantwortungsvoll umzugehen.“ Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Ensemble Saxsonic der Kreismusikschule Limburg. © Landkreis Limburg-Weilburg