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Landrat Köberle übergibt in Dauborn Förderbescheid für Katastrophenschutzlager

Landrat Michael Köberle hat der Hünfeldener Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (vorne, von rechts) in Dauborn einen Förderbescheid aus der Säule B des Zukunftsfonds übergeben.

Limburg-Weilburg. Landrat Michael Köberle hat der Hünfeldener Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer einen Förderbescheid aus der Säule B des Zukunftsfonds übergeben. Mit rund 44.000 Euro fördert der Landkreis Limburg-Weilburg die Einrichtung eines zentralen Katastrophenschutzlagers. Unwetterereignisse wie Starkregen, Stürme, aber auch Stromausfälle treten immer häufiger auf. Um für größere Schadenslagen gerüstet zu sein und die Bevölkerung vor den Auswirkungen der Katastrophen zu schützen, plant die Gemeinde Hünfelden die Einrichtung und Ausstattung eines zentralen Katastrophenschutzlagers. Neben der Anschaffung von technischer Ausrüstung wie beispielsweise Stromerzeugern und Pumpen soll das geplante Lager auch für die Versorgung der Bevölkerung ausgestattet werden. Im Fall einer Evakuierung könnten bis zu 100 Personen für mehrere Tage autark versorgt werden. Ebenso sollen im geplanten Katastrophenschutzlager Hilfsmittel gelagert werden, die bei Starkregenereignissen benötigt werden. Die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe im Ahrtal im vergangenen Jahr, wohin auch die Feuerwehr Hünfelden viele Hilfslieferungen mit organisiert hat, hatten hierbei großen Einfluss. Die Räumlichkeit für das Lager selbst wird direkt gegenüber des Feuerwehrhauses im Ortsteil Dauborn angemietet. Es wurde ein Sonderschutzplan erstellt. Mit diesem Plan ist die Feuerwehr in der Lage, in jeder der genannten Situationen effizient agieren zu können. Auch die Errichtung einer Notunterkunft soll im Gemeindegebiet möglich sein. „Für die Gemeinde Hünfelden ist die Einrichtung eines solchen Katastrophenschutzlagers unabdingbar, um den genannten Gefahren jederzeit schnell und handlungsfähig entgegenwirken zu können. Durch die Einrichtung werden die notwendigen Ressourcen geschaffen und es wird eine wesentliche Verbesserung der kommunalen Infrastruktur erreicht“, betonte Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer.
Auf Initiative von Landrat Michael Köberle hat der Kreistag die Einrichtung des Zukunftsfonds Limburg-Weilburg – Stark und Innovativ – beschlossen. Ziel des Fonds ist die Stärkung der ländlichen Regionen des Landkreises Limburg-Weilburg im Hinblick auf Infrastruktur und Mobilität, insbesondere für ältere Menschen. Hierzu zählen auch die Förderung und Ausbildung im kommunalen Brandschutz sowie der in den Fokus rückende Klimaschutz. Der Fonds besteht aus insgesamt fünf Säulen. Säule A beschäftigt sich mit preisgünstigem Wohnraum und setzt auf das von 2017 bis 2020 laufende Programm des Landkreises zur Errichtung von preisgünstigem Wohnungsbau mit 1,2 Millionen Euro pro Jahr – also 4,8 Millionen Euro insgesamt – auf. Danach wurde für die Säule A jährlich eine Million Euro im Haushalt eingestellt. In Säule B wird die kommunale Infrastruktur, unter anderem Sammeltaxi, Radverkehrsnetze, Breitband, Revitalisierung von Ortskernen, Sanierung von Bausubstanzen, ortsbildgerechte gestalterische Maßnahmen und soziale Einrichtungen (Kinderbetreuung etc.), mit jährlich 1,9 Millionen Euro gefördert. 135.000 Euro stehen für Säule C bereit, womit der kommunale Brandschutz unterstützt werden soll. 300.000 Euro stehen ferner in Säule D für den kommunalen Klimaschutz und entsprechende Nachhaltigkeitsprojekte zur Verfügung. Die zusätzlich aufgelegte Säule E zur Förderung der Vereine wurde ausgestattet mit 1,75 Millionen Euro. © Landkreis Limburg-Weilburg