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Lahnfenster in Gießen öffnet am 2. Juli wieder

Publikumsmagnet an der Klinkel’schen Mühle in Gießen öffnet nach Corona-Pause am Freitag, 2. Juli – Online-Anmeldung notwendig

Gießen. Das Warten hat ein Ende: Am Freitag, 2. Juli, öffnet das Lahnfenster an der Klinkel’schen Mühle in Gießen wieder seine Pforten. Corona-bedingt war bislang nur die Plattform samt Info-Tafeln und Touch-Kiosk zugänglich, nicht aber die Beobachtungsstation unter Wasser. „Jetzt heißt es endlich wieder: Auge in Auge mit Forellen, Barschen und vielen weiteren regionalen Arten“, freut sich Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, dessen Behörde die Einrichtung betreibt. Wer die Beobachtungsstation besuchen möchte, muss sich vorab online anmelden.

„Interessierte können ein Ticket über einen Zeitraum von 15 Minuten für zwei Familien beziehungsweise bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten buchen“, sagt RP-Mitarbeiterin Ursula Rock, die das Lahnfenster betreut. Wer gerne längere Zeit in der Beobachtungsstation verbringen möchte, kann bis zu drei Tickets hintereinander buchen und sich so maximal 45 Minuten im Lahnfenster aufhalten. Wie Regierungspräsident Ullrich freuen sich Ursula Rock und alle Beteiligten über diese Lösung, denn das Lahnfenster ist sehr beliebt bei der mittelhessischen Bevölkerung. „Seit der Neueröffnung vor sieben Jahren haben wir weit über 130.000 Besucher gezählt. Allein 2019 waren es rund 14.500 Gäste“, berichtet Ursula Rock.

Für einen Besuch gilt es lediglich, ein paar Dinge zu beachten: Das Ticket muss ausgedruckt und mitgebracht oder am Smartphone vorgezeigt werden. Wer noch keinen vollständigen Impfschutz vorweisen kann oder genesen ist, benötigt einen negativen Corona-Test. Das Ergebnis des Schnelltests darf nicht älter als 24 Stunden sein. Außerdem müssen Besucher einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Doch der Aufwand lohnt sind: „Wer aufmerksam ist, kann durch die großen Fensterscheiben unterschiedliche Fische in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten“, erläutert Ursula Rock. „Auch ein Schwarm mit Jungfischen hält sich immer mal wieder gern in dem Totholz vor der großen Scheibe zur Lahn hin auf, weil er sich dort geschützt vor Feinden fühlt.“ Ein Diorama ermöglicht einen Blick auf die unterschiedlichen Gesteinsarten und -größen der Lahn. Darin können außerdem echte, lebensgroße Präparate heimischer Fische betrachtet werden.

Sitzpodeste laden zum Verweilen ein, um in die Lahn, aber auch aus einer speziellen Perspektive auf die Wasseroberfläche zu blicken. Wer möchte, kann sich dabei spannende Geschichten über die Lahn an den Hörstationen anhören oder bei ruhiger Entspannungsmusik in die Welt des Wassers abtauchen. Auch gibt es die neue Kinderbroschüre „Aal Freds gefährliche Weltreise“ zum interessanten Wanderverhalten des Aals. Und wenn einmal keine Fische vorbeischwimmen, können die Besucher sich Videos von früheren, durchgereisten Wasserbewohnern anschauen.

Öffnungszeiten
Ab Freitag, 2. Juli, kann das Lahnfenster wieder besucht werden. Die Öffnungszeiten in den Sommerferien sind montags bis donnerstags von 13 bis 18 Uhr und freitags von 15 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind möglich über die Internetseite des Regierungspräsidiums Gießen unter www.rp-giessen.hessen.de (weiter über die Rubrik „Umwelt & Natur“ zum „Lahnfenster“) oder auf der Facebook-Seite des Lahnfensters (https://facebook.com/lahnfenster.giessen). Führungen sind eingeschränkt nach Voranmeldung möglich (E-Mail: Lahnfenster@rpgi.hessen.de oder unter der Telefonnummer 0641 303-5565).
Bildunterschriften:
1. Am 2. Juli geht es im Lahnfenster in Gießen wieder los: Der Besuchermagnet wird vom Regierungspräsidium Gießen betrieben. Über 130.000 Menschen haben sich seit der Neueröffnung vor sieben Jahren hier an der Klinkel’schen Mühle informiert.
2. Neben echten Fischen dreht sich im Lahnfenster auch alles andere um die Bewohner der Lahn, von der Dekoration und Stofftieren über Info-Tafeln bis Hörstationen.
3. Jungfische halten sich gerne im Totholz vor der großen Scheibe auf.
4. Das Lahnfenster ermöglicht spannende Einblicke in die Unterwasserwelt des Flusses. ©RP-Gießen